Nass und „extrem kalt“

Kälteschlacht beim Amstel Gold Race – Radprofi Ricarda Bauernfeind hat aus ihren Fehlern gelernt

18.04.2023 | Stand 16.09.2023, 23:25 Uhr

Durchnässt und erschöpft: Ricarda Bauernfeind muss im Ziel erst noch zu Kräften kommen. Foto: de Hierro

Nach der nicht idealen Generalprobe vergangene Woche hat Profi-Radrennfahrerin Ricarda Bauernfeind am vergangenen Sonntag beim Amstel Gold Race in den Niederlanden einen guten 21. Platz erreicht. Ihre Mannschaftskolleginnen Katarzyna Niewiadoma und Soraya Paladin kamen beim ersten von drei Ardennen-Klassikern – auch wegen Bauernfeinds Unterstützung – auf den Rängen vier und fünf ins Ziel.

Nach dem nass-kalten Rennen, das in Maastricht startete und nach einer Strecke von 156 Kilometern in Berg en Terblijt endete, waren die Athletinnen komplett durchgefroren. „Es war extrem kalt“, sagt Bauernfeind, deren Team von den harten Witterungsbedingungen – im wahrsten Sinne des Wortes – eiskalt erwischt worden ist. Die Eichstätterin war von Anfang an im Hauptfeld vorne mit dabei und konnte so auch eine deutliche bessere Unterstützungsarbeit für ihre Teamkolleginnen leisten. „Ich habe aus meinen Fehlern aus der letzten Woche gelernt und mich viel besser positioniert“, berichtet die 23-Jährige. Nach rund 100 Kilometern war ihre Aufgabe als Supporterin eigentlich erfüllt, und ihre Beine waren schon schwer und müde, doch die mental starke Bauernfeind ließ nicht abreißen. „Auch wenn meine Beine sagen: Es geht nicht mehr – dann kann ich mich trotzdem noch weiter quälen.“ Am Ende belohnte sie sich mit dem 21. Platz. Den erhofften Sieg ihrer Mannschaft (Canyon//Sram Racing) verhinderte das Duo Demi Vollering/Lotte Kopecky von Team SD Worx, das gleich einen Doppelsieg feiern durfte. Das niederländische Team ist auch für den zweiten Ardennen-Klassiker, der am Mittwoch vom belgischen Lüttich nach Huy führt, favorisiert. Dann will die Eichstätter Profi-Radrennfahrerin in ihrer Rolle als Unterstützerin besonders bei ihrer Paradedisziplin, den steilen Anstiegen, dafür sorgen, dass viele Konkurrentinnen abreißen lassen müssen.

avo