Gemeinsame Arbeit an der Kehrtwende
Trainerteam des SSV Jahn Regensburg analysiert in Kelheim beim Teamsportabend die Lage

26.03.2024 | Stand 26.03.2024, 14:34 Uhr |

Gastgeber Helmut Bachschmid (2. v. l.) hatte das Trainerteam vom SSV Jahn Regensburg mit Chefcoach Joe Enochs (3. v. l.) sowie den Co-Trainern Christoph Rezler (l.) und Andreas Patz (r.) zum Teamsportabend aufs Donauschiff Renate geladen. Fotos: Rainer Schneck

Joe Enochs, Andreas Patz und Christoph Rezler gewährten an Bord eines Donauschiffes Einblicke in die Zusammenarbeit des Trainerteams vom SSV Jahn Regensburg.

Cheftrainer Enochs führte zudem aus, welche Herausforderungen der Job als Trainer einer Profimannschaft mit sich bringt, wie sich Drittligist Jahn Regensburg zurück in die Erfolgsspur befördert und welche Perspektiven die Nachwuchstalente bei den Profis haben.

Gastgeber war Helmut Bachschmid (Sport2000), der regionale Vereinsvertreter zum Teamsportabend auf die MS Renate geladen hatte und der mit Ex-Profi Daniel Bierofka, Niederbayerns Topschiedsrichter Tobias Wittmann sowie den Taekwondokämpferinnen Vanessa Körndl und Lorena Brandl aus Altmannstein weitere Redner gewonnen hatte.

Jahn-Cheftrainer Enochs stellte heraus, dass er innerhalb eines hervorragenden Trainerteams wirke. Co-Trainer Andreas Patz nehme ihm möglichst viel Arbeit in Vor- und Nachbereitung von Spiel und Training ab. Christoph Rezler kümmere sich um die athletischen Erfordernisse. „Menschlich muss es im Team passen, das ist bei uns der Fall“, so Enochs. Dennoch sei der Tag aufgrund der Aufgabenfülle „einfach zu kurz“.

SSV Jahn Regensburg spielt eine Saison mit Leistungsknick

Den Saisonverlauf ließ Enochs Revue passieren: „Die neue, junge Mannschaft ist gut in der Liga angekommen. Es hat alles geklappt, auch das Matchglück kam hinzu.“ Allerdings sei man in eine Phase gerutscht, die sich nicht aufhalten ließ. „So etwas passiert jungen Mannschaften. Jetzt müssen wir kompakt sein, miteinander reden und als Team agieren.“

Gemeinsam werde man alles daransetzen, um sich im Heimspiel gegen Hallescher FC (30. März) in die Erfolgsspur zurückzubringen. „Wir schaffen den Turnaround“, so Enochs. In dieser Saison habe man fünf Kicker aus dem eigenen Nachwuchsbereich bei den Profis eingesetzt. „Das ist eine klasse Hausnummer für die 3. Liga“, führte Enochs weiter aus. Er betonte, dass der SSV Jahn Regensburg in Sachen Talentausbildung auf einem guten Weg sei. „Das ist natürlich ein langer Prozess, aber wir werden den ein oder anderen als Stammspieler beim Jahn sehen.“

Mit der Niederlage im Relegationsspiel zur 2. Bundesliga und dem einhergehenden Abstieg vom TSV 1860 München hat Daniel Bierofka, der vom Profi über Interimscoach und Co-Trainer bis hin zum Cheftrainer über 15 Jahre hinweg für die Löwen aktiv war, einen negativen Berührungspunkt.

Daniel Bierofka lernte an der Seite der besten Spieler

Bierofka blickte auf seine Profistationen beim TSV 1860 München, Bayer 04 Leverkusen und VfB Stuttgart zurück. Er habe mit und gegen sehr viele gute Kicker gespielt: „Von allen habe ich versucht, mir etwas abzuschauen.“

Die Rückkehr zu 1860 München im Jahr 2007 habe er zu keiner Sekunde bereut. „Ich habe mich immer voll mit den Leuten und dem Verein identifiziert“, so Bierofka. Aktuell ist der dreimalige Nationalspieler als BFV-Trainer tätig.

Niederbayerns ranghöchster Schiedsrichter Tobias Witmann (3. Liga) gewährte beim Teamsportabend mittels Videomaterial Einblicke in die Kommunikation zwischen den Videoanalysten im „Kölner Keller“ und dem Schiedsrichterteam auf dem Platz. Wittmann verdeutlichte: „Es sind klare Bilder notwendig, die zeigen, dass eine Schiedsrichterentscheidung falsch ist.“

Lorena Brandl bereitet sich auf die olympischen Spiele vor

Erneut waren die Taekwondokämpferinnen Vanessa Körndl und Lorena Brandl vertreten. Während Körndl ihre Trophäensammlung seit dem vorigen Teamsportabend um den achten deutschen Meistertitel erweiterte, erfüllte sich Lorena Brandl mit der Qualifikation für die olympischen Spiele in Paris ihren großen sportlichen Traum. „Mit einem riesenbreiten Grinsen“ bereite sie sich auf den 10. August vor.

Über die Europameisterschaft im Mai möchte sie sich den Weg aufs Olympiatreppchen eben: „Ich habe immer von der Medaille geträumt, jetzt kommt der nächste Schritt.“ In der Setzliste für Olympia reiht sich Brandl auf Position sechs ein.