Gelingt Bunkerladies Historisches?
Regensburger Zweitliga-Handballerinnen greifen nach Platz drei

Regensburger Zweitliga-Handballerinnen greifen nach Platz drei – Nun kommt aber erst Kirchhof

26.04.2024 | Stand 26.04.2024, 19:15 Uhr |

Marleen Kadenbach und Co. können für das besten Abschneiden in der Geschichte des ESV 1927 Regensburg sorgen. Foto: Brüssel

Die am meisten wahrgenommenen Vereine in Regensburg reiten dieser Tage auf einer sagenhaften Erfolgswelle. Darunter auch die Zweitliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg.

Am Dienstag haben die Eisbären des EVR sensationell die Deutsche Meisterschaft in der zweiten Eishockey-Liga perfekt gemacht. Die Drittliga-Fußballer des SSV Jahn halten im Schlussspurt alle Trümpfe in der Hand, um in die 2. Bundesliga zurückzukehren. Die Futsaler des 1889 Jahn stehen im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Die Baseballer der Guggenberger Legionäre sind in der Südstaffel Tabellenführer. Und dann gibt es ja noch die Handballfrauen von Zweitligist ESV 1927 Regensburg, die auf Platz drei notiert sind – am Saisonende wäre das das historisch beste Abschneiden.

Müller: „Wäre das Nonplusultra!“

„Unter den gegebenen Umständen, wäre der dritte Platz das Nonplusultra, das wäre einfach nur sensationell“, kommentiert Abteilungsleiter Dieter Müller. Natürlich wäre es auch erfreulich, wenn die Mädels Vierter, Fünfter, Sechster oder Siebter werden. Fünf Spieltage vor Ultimo beträgt der Vorsprung auf die punktgleichen Füchse Berlin, HC Leipzig, Mainz 05 und TG Nürtingen zwei Zähler. Am Samstag, diesmal um 19 Uhr können die Bunkerladies im Heimspiel gegen die auf dem obersten direkten Abstiegsplatz notierte SG Kirchhof (13., 17:33) zementieren.

„Der dritte Platz fühlt sich super an. Wenn du auf die Tabelle schaust, macht uns das glücklich“, sagt Trainer Bernhard Goldbach und stellt klar: „Bei ein zwei Niederlagen bist du gleich Sechster oder Siebter.“ Das Restprogramm sei für ihn indes uninteressant: „Ich gucke nur von Spiel zu Spiel. Auf der Zielgerade geht es noch zum kurz vor dem Abstieg stehenden TSV Nord Harrislee (14., 14:36), es folgte die Reise zum Fünften HC Leipzig, das Heimspiel gegen Spitzenreiter Frisch Auf Göppingen (43:7) und im Finale geht es zum Kellerkind HSG Freiburg (15., 13:37).

U20-Nationalspielerin geht wieder

So prächtig wie sich die Perspektive darstellt, gab es unter der Woche einen Tiefschlag zu verdauen. Die vom nicht aufstiegswilligen Drittliga-Meister HC Erlangen mit einem Zweit-Spielrecht ausgestattete U20-Nationalspielerin Lisa Fuchs wechselt zur kommenden Saison nach Nürtingen. Die Rückraum-Mitte hat seit Jahresanfang montags mittrainiert und im März ihr Debüt beim ESV gefeiert. Vorige Woche beim 22:17-Coup beim Tabellenzweiten HC Rödertal war die 18-Jährige für Erlangen im Einsatz, nun gegen Kirchhof läuft sie wieder für die Bunkerladies auf.

Die Verantwortlichen hatten gehofft, das Fuchs im Sommer fest nach Regensburg wechselt.
„Das tut uns sehr leid, wir sind verwundert und mehr als ein klein wenig enttäuscht“, bedauert Dieter Müller. Das Zweit-Spielrecht habe Fuchs unbedingt haben wollen, auf den allerletzten Drücker habe man das beim Verband beantragt. Bernhard Goldbach findet das „natürlich schade“, dass Fuchs nicht kommt. „Wir machen kein Geheimnis draus: natürlich sind wir enttäuscht.“ Man würde das akzeptieren. Natürlich sei Lisa bis zum Saisonende ein fester Bestandteil der Mannschaft.

Torgefährlicher Gegner

Vor der Partie gegen Kirchhoff ist Goldbach „weit davon entfernt, dass wir vor einem Pflichtsieg stehen“. Die 27:28-Niederlage in der Vorrunde ist noch in bester bzw. schlechtester Erinnerung: „Wir haben den Start verschlafen, waren acht Tore hinten, haben aufgeholt und dann doch verloren.“ Besonders aufpassen müssen seine Mädels, dass sie sich keine Ballverluste leisten: „Kirchhof hat nach Göppingen und Rödertal die meisten Tore geworfen und mit die meisten Kontertore erzielt.“