Letztes Auswärtsspiel der Punktrunde
Ingolstadt Dukes schlagen Paderborn Dolphins

04.09.2023 | Stand 12.09.2023, 22:12 Uhr |

Quarterback Matthew Weimer fasste sich schließlich ein Herz und sorgte für die Vorentscheidung. Foto: Imago Images (Archiv)

Auch die rund 500 Kilometer lange Anreise und der Minikader mit gerade einmal 35 Spielern hat die Ingolstadt Dukes nicht stoppen können. Mit 21:9 gewann der Aufsteiger in der 1. Football-Bundesliga (GFL1) sein letztes Auswärtsspiel der diesjährigen Punktrunde in der Gruppe Süd bei den Paderborn Dolphins aus der Nordgruppe.

Nun steht auch fest, wie es für die Herzöge in den Play-offs weitergeht: Am 23. oder 24. September müssen sie im Viertelfinale bei den Potsdam Royals antreten. Zuvor aber steht am kommenden Samstag das letzte Punktspiel gegen die Allgäu Comets an – ein echter Härtetest für das schwere Play-off-Viertelfinale.

Obwohl den TV-Footballern vor der Partie in Paderborn der vierte Platz nicht mehr zu nehmen war, gingen sie das Spiel mit voller Konzentration an. Mit großem Einsatz stemmten sie sich den Delfinen entgegen, die sich nach einer für sie wenig überzeugenden Saison mit einem Heimsieg von ihren Fans verabschieden wollten.

Dukes von Anfang an das tonangebende Team



Doch von Anfang an waren die Dukes das tonangebende Team, wobei sie dieses Mal weniger durch ihr ansonsten sehr starkes Passspiel überzeugen konnten, sondern mehr auf das Laufspiel setzten. Die Nordrhein-Westfalen hatten sich gut auf die Stärken der Ingolstädter eingestellt und ließen vor allem Top-Receiver Gabe Boccella kaum zum Zuge kommen. So mussten andere Spieler die Verantwortung übernehmen, was zunächst Lane Barnes tat, der in der fünften Minute nach einer Interception über das gesamte Feld bis in die Endzone lief. Den Extrakick verwandelte Philipp Ponader sicher.

Bei den Gästen ließ Running Back Joshua Breece einige Male sein Können aufblitzen und beschäftigte die Dukes mehr als ihnen lieb war. Doch die Defense bot auch am Sonntag eine überragende Leistung, nahm den US-Amerikaner in der Folge immer besser aus dem Spiel und ließ auch sonst kaum etwas anbrennen. Zudem machten sich die Paderborner das Leben selbst schwer, weil sie immer wieder unnötige Strafen kassierten. Da nicht nur die Dukes-Defense an diesem Tag kaum zu überwinden war, sondern auch die Paderborner stark verteidigten, tat sich in der Folge vor beiden Endzonen recht wenig.

Jean-Charles Moukouri besorgt den 21:9-Endstand



So mussten Fieldgoals für die nötigen Punkte sorgen. So wie zwei Minuten vor der Halbzeitpause, als Ethan Nelson den Ball aus 23 Yards zum 3:7 durch die Stangen schoss. Von den Ingolstädtern war in dieser Phase offensiv wenig zu sehen, auch weil Quarterback Matthew Weimer keine Anspielstationen fand. „Die Paderborner haben die zweitbeste Passverteidigung der Liga, was für ein Team wie uns, das in erster Linie vom Passspiel lebt, ein Riesenproblem ist“, erklärte Headcoach Eugen Haaf.

Doch Weimer fasste sich schließlich ein Herz und stieß durch eine kleine Lücke bis in die Endzone vor. Das 14:3 war die Vorentscheidung, auch wenn Breece zu Beginn des letzten Durchgangs noch einmal verkürzen konnte. Dann aber wurden die Bemühungen von Jean-Charles Moukouri belohnt, als er acht Minuten vor dem Ende für den 21:9-Endstand sorgte. Die Dukes nahmen nun routiniert die Zeit von der Uhr, ließen kaum noch etwas zu und konnten sich allen Widrigkeiten zum Trotz über den dritten Auswärtssieg dieser Saison freuen.