„Deutlich besser als vergangenes Jahr“
Basketball-Bayernliga Süd: Vorbereitung der Green Devils Schrobenhausen geht in ihre heiße Phase

09.09.2023 | Stand 12.09.2023, 16:12 Uhr |

Die deutsche Nationalmannschaft sorgt aktuell bei der Weltmeisterschaft auf den Philippinen mächtig für Furore. Das verstärkt das Basketballfieber, das in spätestens einem Monat wohl auch wieder in Schrobenhausen grassieren wird. Mit dem Freisinger Volksfestturnier begann an diesem Samstag die heiße Phase der Vorbereitung. Am 11. Oktober starten die Green Devils dann in ihre Bayernligasaison 2023/24.

Ob es am aktuellen Basketballhype um die Nationalmannschaft liegt? Wohl eher nicht. Trotzdem sagt der Schrobenhausener Coach Florian Breitkreutz, dass die aktuelle Saisonvorbereitung „deutlich besser läuft als vergangenes Jahr“. Klar, während einer mehrmonatigen Vorbereitungszeit – die Green Devils hatten nur nach der abgelaufenen Saison und in den Pfingstferien eine kleine Pause eingelegt – habe es immer wieder mal solche und solche Phasen gegeben. Phasen, in denen nicht alle Spieler – verletzungs- oder urlaubsbedingt – zur Verfügung standen. Im Großen und Ganzen könne man mit dem aktuellen Stand aber zufrieden sein, meint der Coach, der selbst in sein fünftes Jahr beim SSV geht. Zumal die entscheidenden Wochen eigentlich erst beginnen.

In den nächsten Wochen wird „rangeklotzt“

„In den nächsten Wochen werden wir noch einmal richtig ranklotzen müssen“, sagt Breitkreutz. „Damit wir dann performen können, wenn’s losgeht.“ Im Vorjahr war den Green Devils das nicht gelungen, als sie – nach einem verkorksten Start – mit einer großen Hypothek in den zweiten Teil der Bayernligasaison gegangen waren. Wie das Team durch eine starke Rückrunde letztlich doch noch aus eigener Kraft den Klassenerhalt sicherte, war umso respektabler. „Aber es wäre schon schön, wenn wir diesmal von Anfang an besser drin wären“, betont Breitkreutz.

Ein Absteiger steht bereits fest

Ein bisschen Druck nimmt vielleicht auch das raus: Mit Slama Jama Gröbenzell, das erst nach der Meldefrist sein Team zurückzog, steht der erste Absteiger bereits fest. „Vor allem sind es zwei Spiele weniger für uns“, sagt der Pfaffenhofener. Noch dazu gegen einen Kontrahenten, der den Green Devils in den vergangenen Jahren nicht wirklich lag – bei dem sie vor allem auswärts öfter eine „ordentliche Packung“ (Breitkreutz) kassierten (62:91 in der Vorsaison). Der 37-Jährige würde also lügen, wenn er sagt, dass ihn der Gröbenzeller Verzicht stört. Ganz davon abgesehen möchten die Green Devils aber natürlich weiter vorne landen als auf dem letzten oder eben vorletzten Platz.

Wie gut die Chancen dafür stehen? Breitkreutz tut sich aktuell noch schwer mit einer Antwort. Zumal noch nicht ganz fix ist, welche Akteure letztlich den Stammkader bilden. Auch potenzielle Spieler der zweiten Mannschaft hätten aktuell ja noch die Chance, sich aufzudrängen. Dazu ist unsicher, ob beziehungsweise wie bald Thomas Wenger (studiumsbedingt) und aktuell auch Simon Ettenreich (verletzungsbedingt) eingebunden werden können. „Es ist dasselbe Problem wie in den Vorjahren“, sagt Breitkreutz: „Auf den großen Positionen sind wir relativ klein besetzt.“ Ansonsten ist der Kader weitgehend der aus der vergangenen Saison.

Ungewöhnliche Heimspieltermine

In Sachen Punktrunde geht’s für die Schrobenhausener an einem sehr ungewöhnlichen Termin los: am Mittwoch, 11. Oktober, beim FC Bayern München IV. Also bei dem Team, gegen das die Green Devils am letzten Spieltag der vergangenen Saison zu Hause den Klassenerhalt in trockene Tücher brachten. Das erste Heimspiel (gegen Vaterstetten) findet dann am 15. Oktober statt. Ausnahmsweise an einem Sonntag. Das zweite (gegen Donauwörth) am 27. Oktober, einem Freitag. „Der normale Heimspieltermin bleibt zwar Samstag um 19.30 Uhr“, betont Breitkreutz: „Aber auch in der vergangenen Saison haben wir einmal freitags und einmal sonntags gespielt. Und es waren nicht weniger Zuschauer da als sonst.“

Die Vorfreude auf die neue Saison dürfte bei den Schrobenhausener Basketballfans jedenfalls langsam, aber sicher steigen. Auf eine Saison in der neu zusammengesetzten Bayernliga Süd (aus vier Ligen wurden drei), mit ein paar neuen Gegnern: BG Illertal, Wacker Burghausen, SB DJK Rosenheim II oder eben TSV Vaterstetten. Und mit Green Devils, die heuer von Beginn an das Gesicht der vergangenen Rückrunde zeigen wollen.

Die deutsche Nationalmannschaft ist am Sonntag mit einem Sieg gegen Serbien sensationell Weltmeister geworden. Auch der Schrobenhausener Basketballeuphorie kann das bestimmt nur guttun.

SZ