Ausgleich in der Nachspielzeit
Blitz, Donner, Starkregen – aber kein Befreiungsschlag: Daniel Ungur rettet Eggenfelden wenigstens einen Punkt

16.03.2024 | Stand 16.03.2024, 18:47 Uhr |

Eggenfelden kam gegen die TuS Holzkirchen nicht über ein Remis hinaus. − Foto: Caroline Wimmer

Erst blitzte, dann donnerte es, schließlich goss es Minuten lang wie aus Kübeln im Stadion an der Birkenallee – und kurz vor der Pause die nächste „kalte Dusche“ für den SSV Eggenfelden, als Kapitän Christopher Korkor im Kellerduell der Landesliga Südost zur Führung für TuS Holzkirchen traf.

Und es schien, als würde der SSV Eggenfelden, in Durchgang eins wie ein Absteiger, trotz einer verbesserten Vorstellung in Hälfte zwei vorne nichts mehr reißen. Zu stabil, zu kompakt stand der Gast hinten und hätte vorne durchaus nachlegen können, als in der 3. Minute der Nachspielzeit der eingewechselte Alessandro Marrazzo an der linken Strafraumecke ins Zentrum flankte und Torjäger Daniel Ungur per Kopf zum 1:1 seinem Team den wichtigen Punktgewinn rettete.

Der erhoffte Befreiungsschlag ist allerdings wieder einmal ausgeblieben, die Rottaler sind im zwölften Spiel in Serie ohne Sieg – sechs Remis, sechs Niederlagen – treten im Klassement auf der Stelle. Große Enttäuschung – der Abstiegskampf geht weiter.

Spielertrainer Tobias Huber: „Das war in der ersten Hälfte viel zu wenig. Da fehlte die Intensität, das Zweikampfverhalten war mangelhaft. Holzkirchen hat uns den Schneid abgekauft – und dann kam auch noch ein dummer Fehler dazu, der den Gegentreffer ausgelöst hat. Ein großer Rückschritt im Vergleich zu unserem guten Auftritt in Hallbergmoos. Nach der Pause war die Mannschaft wesentlich engagierter und zielstrebiger. Dass es gegen ein Team schwierig wird, das hinten sehr gut steht und auf Konter spielt, war klar. Aber die Jungs haben richtig Gas gegeben und sich am Ende für den hohen Aufwand doch noch belohnt.“

Sportlicher Leiter Joe Stinglhammer: „Durchgang eins war bestenfalls die Hälfte von unserem starken Spiel in Hallbergmoos. Kein Zweikampfverhalten. Keine Idee. Keine Möglichkeiten. So hätte es nicht gereicht. Nach dem Seitenwechsel war die Attribute dann aber da, die bei diesen Platzverhältnissen gefragt sind. Wir haben uns in die Partie reingebissen, die Duelle angenommen. Unsere Wechselspieler haben sich dabei gut eingefügt. Der Ausgleich war vom Zeitpunkt her sicher glücklich, aber nicht unverdient, denn wir haben Holzkirchen ab Minute 70 dominiert."