Streckenrekord nur knapp verpasst

Starker Zwilling sorgt für Furore: Manuel Innerhofer triumphiert bei 37. Auflage des Stoißer Alm-Berglaufs

31.05.2023 | Stand 16.09.2023, 21:10 Uhr
Hans-Joachim Bittner

Die Gesamtsieger des 37. Stoißer Alm-Berglaufs mit Johanna Meuser (von links), Felix Gramelsberger, Manuel Innerhofer, Steffi Koch-Klinger, Anian Rottmüller und Anke Friedl. −Foto: Verein

67 Männer und 19 Damen aus nah und fern haben beim Stoißer Alm-Berglauf mit respektablen Zeiten aufgetrumpft. Perfektes Wetter begleitete die bereits 37. Auflage des traditionsreichen Events von Veranstalter SC Anger, Abteilung Leichtathletik. Wie gewohnt waren fast sieben Kilometer und 650 Höhenmeter zu bewältigen, das eingespielte Organisationsteam des SCA um Spartenchef Wolfgang Klinger hatte einmal mehr reibungslos für ein hervorragendes Umfeld gesorgt, die umliegende Bergkulisse leistete im Ziel auf 1275 Metern ihr Übriges, um alle Teilnehmer zu begeistern.

Nach dem Startschuss am Achner Lagerplatz setzte sich sofort der als Favorit gestartete Spitzenläufer Manuel Innerhofer vom LC Oberpinzgau vom übrigen, absolut starken Feld ab. Der 28-Jährige ist in der Läuferszene kein Unbekannter, genauso wie sein Zwillingsbruder Hans-Peter, der lediglich eine gute Woche zuvor mit seinem Sieg beim Hochstaufen-Trailrun für Schlagzeilen gesorgt hatte. Manuel Innerhofer hatte am Reichenhaller Hausberg wegen Krämpfen aufgeben müssen, siegte dafür jetzt in Anger. Die Brüder bereiteten sich in der Region auf die Berglauf- und Trailrunning-Weltmeisterschaft vor, die von 6. bis 10. Juni in Innsbruck stattfindet. Nach 30:17 Minuten überquerte Manuel Innerhofer unangefochten die Ziellinie vor der Stoißer Alm, dabei verfehlte er gerade einmal um 15 Sekunden den Streckenrekord – zeitgleich in 30:03 Minuten vom ehemaligen Profi-Triathleten Andreas Raelert (2012) aus Rostock und dem Traunsteiner Filimon Abraham (2015) gehalten.

Spannendes Duell um Rang 3 bis zum Schluss

Der 24-jährige Anian Rottmüller vom PTSV Rosenheim (32:44) sicherte sich Rang 2 vor Titelverteidiger Felix Gramelsberger (33:38) vom SC Ainring. Der Pettinger lieferte sich bis zum Schluss ein spannendes Duell mit dem Viertplatzierten Michael Eder (PTSV Rosenheim), der letztlich zeitgleich gewertet wurde. Lokalmatador Klinger (35:20) vom SC Anger finishte als Siebter und holte sich damit die „Einheimischen“-Wertung. Weitere SCA-Teilnehmer waren Daniel Wimmer (37:37), Korbinian Fagerer (37:47), Maximilian Kamml (37:55), Markus Wimmer (39:33) und Korbinian Maier (40:14). Mit drei Athleten in den Top 5 gewann der PTSV Rosenheim die nicht separat ermittelte Team-Wertung.

Bei den Damen konnte Vorjahressiegerin Steffi Koch-Klinger, ebenfalls vom SCA, ihren Vorjahressieg unterstreichen und in 41:26 Minuten ihre sehr gute 2022er-Marke um exakt eine Hundertstel unterbieten. Die Wertung der schnellsten Dame aus Anger gewann die 41-Jährige damit ebenfalls, in der Gesamtliste zusammen mit den Männern landete Koch-Klinger auf dem starken 30. Rang. Die gebürtige Erlangerin Anke Friedl (41:45), als ehemalige Leichtathletin kein unbeschriebenes Blatt in der Trailrunner-Szene, sicherte sich Rang 2. Als Drittplatzierte durfte sich in 45:26 Minuten die erst vor Kurzem nach Anger gezogene und künftig für den SCA startende Johanna Meuser feiern lassen. Die 32-Jährige überzeugte in der Vergangenheit im Triathlon, sie kommt ursprünglich aus dem Leistungsschwimmen und belegte auch in der Einheimischen-Klasse Rang 2 vor Tina Koch-Kirchner (45:59) und Vroni John (49:45).

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