2. Handball-Bundesliga der Frauen
Bunkerladies peilen Sieg in Harrislee an – Mia König kehrt heim

04.05.2024 | Stand 04.05.2024, 6:30 Uhr |
Gerd Winkler

ESV-Coach Bernhard Goldbach (r.) und der Sportliche Leiter Robert Torunsky (l.) freuen sich auf die Rückkehr von Flügelspielerin Mia König zur neuen Saison. Foto: Hans-Christian Wagner

Mal abgesehen, dass Erlangens U20-Nationalspielerin Lisa Fuchs nun doch nicht in die Domstadt wechselt, läuft es bei den Handballfrauen des Zweitligisten ESV 1927 Regensburg (3., 32:20 Punkte) rund. Vier Spieltage vor Ultimo steuern die Bunkerladies trotz aller Widrigkeiten die nächste historische Bestmarke an.

Gradmesser ist der vierte Platz vor einem Jahr. Auch in der Saison 2024/25 sind die Mannschaften bis zum 10. Platz für den DHB-Pokal qualifiziert – der ESV ist fix dabei.

Hemauerin kommt aus Leverkusen zurück

Unter der Woche vermeldete der Verein bereits die Neuzugänge fünf und sechs für das vierte Jahr in der 2. Bundesliga: Die 20-jährige Rückraumspielerin Emma Seiler vom Drittligisten Thüringer HC II (wir berichteten) sowie Heimkehrerin Mia König. Bis 2019/20 spielte die Noch-18-Jährige, eine Linksaußen, für die Bunkergirls, wechselte zunächst zu Borussia Dortmund, anschließend zu Bayer Leverkusen. Dort wurde die Hemauerin Deutsche Meisterin in der A-Jugend und durfte ihre ersten Länderspiele für die U18-Nationalmannschaft – zwei davon in Regensburg – bestreiten. „Die beiden sind nicht das Ende der Fahnenstange“, kündigt Trainer Bernhard Goldbach weiteren Zuwachs an.

Am Freitagnachmittag machte sich der ESV-Tross auf den beschwerlichen Weg zum TSV Nord Harrislee (15., 14:38 Punkte). Der Abstieg des Tabellenvorletzten ist so gut wie besiegelt, die Bunkerladies können am Samstag um 18.30 Uhr dem Vorjahres-Zehnten den Todesstoß versetzen. Allein schon aus Eigeninteresse, um die weiteste von allen Auswärtsfahrten nicht mehr bestreiten zu müssen.

Carolin Hübner kränkelt

Harrislees Misserfolg ist der Abwehr geschuldet, mit 802 Gegentreffern hat es im TSV-Kasten am häufigsten in der Liga eingeschlagen, der ESV quittierte hingegen nur 669 Tore. „Wir wollen auch das fünfte Spiel hintereinander ungeschlagen bleiben“, hofft Goldbach. Carolin Hübner (kränkelnd) wird wohl auf die Zähne beißen.

owi