Heimsieg über Ketsch
Auch nächstes Jahr wieder in der zweiten Liga: ESV Regensburg macht vorzeitig Klassenerhalt perfekt

14.04.2024 | Stand 14.04.2024, 20:55 Uhr |
Gerd Winkler

Durchsetzungsfähig: Franzi Peter Foto: C. Brüssel

Der Handball-Zweitligist ESV 1927 Regensburg hat am Sonntag den Haken hinter dem erklärten Saisonziel Klassenerhalt gesetzt. Die Bunkerladies behielten im Vier-Punktespiel an der Dechbettener Brücke gegen die Kurpfalz-Bären Ketsch mit 36:32 (20:17) die Oberhand.

Auf Rang vier vorgerückt beträgt der Vorsprung zu Relegationsplatz zwölf, auf dem Ketsch notiert ist, jetzt neun Zähler. Selbst wenn der ESV die letzten sechs Partien in den Sand setzt, selbst wenn bis zum Schluss auf ganzer Breite und lückenlos die verrücktesten Ergebnisse zustande kommen: Es ist rechnerisch unmöglich, von allen acht dahinter, noch in Frage kommenden Mannschaften geschlossen überholt zu werden.

Das Rechenexempel war direkt nach dem Abpfiff bei Abteilungsleiter Dieter Müller noch nicht angekommen: „Wir sind am Klassenerhalt nahe dran, es braucht um ganz sicher zu sein noch vier Punkte.“ Der sportliche Leiter Robert Torunsky kündigte indes an: „Ich muss mir erst noch sämtliche mögliche Szenarien durchrechnen.“ Derweil war für Trainer Bernhard Goldbach „klar, dass es ein Matchball-Spiel ist“.
Sehr dienlich war der Umstand, dass die vom Drittligisten Erlangen mit einem Zweitspielrecht ausgestattete U20-Nationalspielerin Lisa Fuchs eingesetzt werden konnte. Der Meister der Südstaffel war bereits tags zuvor gefordert. Ohne die Spielmacherin wäre der Rückraum schon arg auf Kante genäht gewesen. Neben den Langzeitausfällen brach die angeschlagene Halblinks Nicole Lederer weg, überdies konnte die seit Monaten mit Rückenproblemen kämpfende Halblinks Marleen Kadenbach wieder nur in der Abwehr mitmischen. „Auf diesem Niveau kannst du normalerweise die vielen Ausfällen nicht kompensieren“, sagte Goldbach. Aber: „Die Mädels haben taktische Disziplin bewiesen und sich zu 90 Prozent an den Matchplan gehalten.“
Lediglich nach der 6:4-Führung (8.) wackelte das Team, sieben Minuten später lag Ketsch mit 10:7 (15.) in Front. Mit einem 5:1-Lauf zum 12:11 (20.) antwortete der ESV und ließ bei 15:15 (26.) letztmals den Ausgleich zu. 25:21 (38.) vorne liegend verkürzte Ketsch in doppelter Überzahl auf 25:24 (41.). Fortan hatten die Bunkerladies mindestens mit zwei Toren die Nase vorne.