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Volleyball  |  13.12.2019  |  12:32 Uhr

Sie sind das Maß der Dinge im deutschen Volleyball: Meister Stuttgart spielt in Vilsbiburg vor

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−Foto: Andreas Geißer

−Foto: Andreas Geißer

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Der beste Gegner kommt zum Schluss: Zum letzten Heimspiel im Kalenderjahr 2019 erwarten die Roten Raben am Samstag um 19 Uhr mit Allianz MTV Stuttgart nicht nur den amtierenden Deutschen Meister und aktuellen Bundesliga-Tabellenführer, sondern auch den frischgebackenen Pokalfinalisten 2020.

"Wir wollen uns an kleinen Teilerfolgen hochziehen, um dann vielleicht sogar für eine Überraschung zu sorgen", merkt Raben-Coach Timo Lippuner an. Diesbezüglich erinnert man sich in Vilsbiburg an den 3. Spieltag Ende Oktober, als die Raben mit einer ganz starken Leistung den deutlich favorisierten SSC Palmberg Schwerin vor über 1.700 begeisterten Zuschauern in der Ballsporthalle in einen Fünf-Satz-Krimi zwingen und sich nach der Tiebreak-Niederlage einen Bonus-Punkt gutschreiben konnten. Gegen einen ähnlichen Coup hätte auch gegen Stuttgart kein Fan in der Ballsporthalle etwas einzuwenden – ausgenommen natürlich jene, die mit dem Schlachtenbummlerbus aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt nach Niederbayern kommen, um ihr Team bei der Verteidigung der Tabellenführung zu unterstützen. Momentan liegt Stuttgart mit 22 Punkten knapp vor Schwerin (21) und Potsdam (20), die sich am Samstagabend im direkten Verfolgerduell gegenüberstehen.

Dass die Allianz-Damen auch heuer das Maß der Dinge im deutschen Volleyball sind, haben sie erst in dieser Woche auf eindrucksvolle Weise bewiesen. Am Mittwochabend behielten sie im DVV-Pokal-Halbfinale gegen den großen Rivalen Schwerin nach einem phasenweise atemberaubenden Match mit 3:2 die Oberhand. Einmal mehr war es Krystal Rivers, die mit sagenhaften 32 Punkten und einer speziell im Tiebreak unfassbaren Leistung ihr Team zum Sieg führte.
Neben der individuellen Klasse seiner Diagonalangreiferin verfügt Stuttgart aber auch über enorme kollektive Qualitäten. "Mannschaftlich", weiß Timo Lippuner, "überzeugen sie durch ihre Handlungshöhe. Vor allem agiert der Block in anderen Sphären als beim Rest der Liga." Dazu gesellt sich mit der Finnin Roosa Koskelo eine regelmäßig herausragende Libera. Verletzungsbedingt verzichten müssen die Gäste auf Außenangreiferin Channon Thompson, die im Sommer vom RabenNest an den Neckar gewechselt ist.

Die Vilsbiburgerinnen wollen aus ihrer Außenseiterrolle alles herausholen und dem Top-Gegner, der im November in der Champions League gar Titelverteidiger Novara mit 3:1 bezwingen konnte, einen großen Kampf liefern. Voraussetzung dafür, so der Raben-Coach, werde sein, "dass wir immer wieder mit unseren Angriffen eine Lücke im Stuttgarter Bollwerk finden bzw. selbst erfolgreiche Block- und Abwehraktionen aufs Parkett legen können".

Um in diesen Elementen optimal vorbereitet zu sein, hat das Team in der Trainingswoche vor allem an der Variabilität im Angriff und wichtigen Details in der Verteidigung gearbeitet. Außenangreiferin Nelmaira Valdez laboriert weiterhin an Rückenproblemen und konnte in den letzten Tagen noch nicht voll trainieren. Ansonsten sind alle Spielerinnen einsatzfähig – und heiß auf das Duell gegen den Meister.
− red












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