Bayernliga-Primus legt los

Trainingslager, Tests, Rückkehrer: So startet Schalding die „Meister-Mission“ − Köck-Zukunft offen

23.01.2023 | Stand 24.01.2023, 9:58 Uhr

Zurück auf dem Platz: Markus Gallmaier und seine Teamkollegen legen am Montag los. −Foto: Lakota

Stefan Köck (38) hatte es schon geahnt. „Wahrscheinlich werden wir erst einmal Schnee schaufeln“, sagte der Trainer des SV Schalding vergangene Woche auf die Frage, was denn seine Mannschaft bei der ersten Einheit im neuen Jahr erwarten wird.

Und tatsächlich: Wie schon so oft in den vergangenen Jahren meldete sich pünktlich zum Trainingsstart des SVS der Winter zurück. Der Schnee soll allerdings kein Hindernis sein für Köck und seine Bayernliga-Truppe, die am Montagabend in die Vorbereitung startet – und damit auch die „Mission Meisterschaft“ in Angriff nimmt.

Das Ziel Titel oder Wiederaufstieg haben die Schaldinger nach dem Regionalligaabstieg im Sommer zwar weiterhin öffentlich nie ausgerufen. Doch nach einer überragenden Herbstrunde und acht Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze ist klar, dass Gallmaier, Brückl und Co. den Platz an der Sonne mit aller Macht verteidigen wollen. „Natürlich stellt sich von uns jetzt niemand hin und sagt, dass wir Zweiter oder Dritter werden wollen. Da würden wir uns ja selbst was vorlügen. Gleichwohl tun wir gut daran, weiter von Woche zu Woche zu schauen und den Fokus nicht auf Dinge in der Ferne zu richten. Ziel ist es, weiter so hart zu arbeiten wie bisher und guten Fußball zu zeigen. Wenn uns das gelingt, werden wir am Ende auch den Lohn dafür ernten“, sagt Köck.


Hier gibt’s die Bilder vom SVS-Auftakt




In einer fünfwöchigen Vorbereitung will der Coach den Grundstein dafür legen. Die Schaldinger haben in der Liga klar den Ton angegeben, die meisten Treffer erzielt und die wenigsten Gegentore kassiert, dennoch gebe es laut Köck in allen Bereichen Dinge, die noch verbessert werden können. Erst recht, weil sich gegen Ende der Hinserie immer mehr Teams auf die Spielweise des Spitzenreiters eingestellt hatten und oft sehr kompakt verteidigten. „Neue offensive Lösungsansätze“ seien daher neben der körperlichen Komponente in der Vorbereitung ebenso ein Thema wie Standards, verrät Köck.

Nach langer Pause werden die Schaldinger dieses Jahr auch wieder ins Trainingslager reisen. Aber nicht wie in der Vergangenheit in die Türkei sondern an den Gardasee. Fünf Tage wird Köck und sein Trainerteam in der Faschingswoche am Feinschliff feilen, ehe dann am 4. März mit dem Auswärtsspiel in Ingolstadt die Frühjahrsrunde startet. Im Trainingslager werden die Verantwortlichen wohl auch die Planungen für die neue Saison intensivieren, Gespräche mit den Spielern vorantreiben. Allerdings ist auch noch die Zukunft des Trainers ungewiss. „Alles offen. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen“, so Köck, seit mittlerweile sechs Jahren Chefcoach beim SVS. Der Austausch mit den Verantwortlichen werde wie üblich im Lauf der Vorbereitung erfolgen.

Diese startet intensiv für die SVS-Kicker. Nach vier Trainingseinheiten steht schon am Freitag das erste Testspiel an, am heimischen Kunstrasen ist der SV Ried II (Regionalliga Österreich) der Gegner. Am Sonntag tritt Schalding dann beim Landesligisten Tegernheim an. Weitere Gegner in der Vorbereitung sind Seebach, der österreichische FC Andorf sowie Regionalligist Spvgg Hankofen, die Spiele finden immer samstags in Schalding statt.

Personell dürfte Köck etwas mehr Alternativen haben als noch im Herbst. Alex Kurz steigt nach Kreuzbandriss wieder ein, zudem steht Mladen Zgonjanin voll zur Verfügung. Der Ex-Profi gab zwar schon im Herbst sein Debüt, sah aber gleich eine rote Karte. Im Training zeigte der Innenverteidiger bereits mehrmals, dass er eine echte Verstärkung sein kann. Im Lauf des Frühjahres sollte zudem auch Sebastian Raml wieder ein Thema werden, der Ex-Hauzenberger befindet sich nach Kreuzbandriss im Aufbau und könnte gegen Ende der Vorbereitung ins Mannschaftstraining zurückkehren.