Pittenhart siegt, Seeon holt Punkt

Bei der SpVgg „linnert’s“ erneut – Weber lässt Söchtenau spät jubeln

19.09.2022 | Stand 19.09.2022, 18:19 Uhr

Pittenharts Georg Hegele (links) schirmt den Ball vor dem Vogtareuther Tobias Bürger ab. −Foto: Roth

Erneut „linnerte“ es doppelt bei der SpVgg Pittenhart. Mit einem 2:0-Sieg beim SV Vogtareuth festigte der Vizemeister der Vorsaison aus der Kreisklasse 1 am 7. Spieltag der Fußball-Kreisklasse 2 den dritten Platz. Der Rückstand auf Spitzenreiter SV Söchtenau-Krottenmühl verringerte sich auf drei Zähler, nachdem der SV Seeon/Seebruck mit der besten Saisonleistung den Tabellenführer ärgerte und bis kurz vor dem Schlusspfiff sogar vor dem zweiten Saisonsieg stand, ehe die Ralf-Rößler-Elf doch noch den 1:1-Ausgleich kassierte.

Söchtenau präsentierte sich in diesem Spiel nicht wie ein Tabellenführer. In der ersten Hälfte kreierten die Gäste zwei hundertprozentige Chancen: Florian Linner, perfekt bedient von Daniel Axthammer, umspielte Torwart Michael Schmidmayer, zielte aufs lange Eck, verfehlte die „Kiste“ jedoch um Zentimeter (41.). Kurz vor dem Wechsel verhinderte Söchtenaus Nummer eins den Rückstand: Markus Seil steuerte nach einem Abwehrfehler allein auf den Keeper zu und hatte die Führung auf dem Schlappen – Schmidmayer lenkte den Schuss knapp am Aluminium vorbei. Söchtenau enttäuschte in den ersten 45 Minuten, Seeon bestimmt das Spiel.

Mit klar mehr Ballbesitz und Druck kamen die Hausherren aus der Kabine und bedrängten das Tor von Andi Fritz. Stefan Weinfurtner und Gabriel Freiberger konnten ihre Schüsse nicht im Netz unterbringen. Linner hatte auf der Gegenseite die Möglichkeit zur Führung – Schmidmayer klärte mit dem Fuß zur Ecke. Tore gab es erst in der spannenden Schlussphase zu sehen, die mit Möglichkeiten der Gäste durch Simon Heitauer und Lukas Schaller eingeläutet wurde. Eine wunderschöne Hereingabe von Felix Bartel – flach von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr – kam zu Markus Seil. Ohne Gegenspieler am Elfmeterpunkt befindlich, konnte er sich die Ecke aussuchen und schob überlegt ein.

Die Antwort kam prompt – und war eigentlich nicht zu fassen: Nach einem Geplänkel im Sechzehner nutzte Michael Weber die Verwirrung und traf in der letzten Sekunde zum 1:1-Ausgleich. „Eine Klasse-Leistung unserer Jungs“, zeigte sich Rößler dennoch nicht unzufrieden.

Mehr Glück hatte die SpVgg Pittenhart in Vogtareuth. Und erstmals trafen die Linner-Brüder allein zum Sieg ihrer Elf, bis dato waren bei den Kantersiegen in Schnaitsee und gegen Maitenbeth weitere Teamkollegen unter den Torschützen zu finden. Die Hausherren waren zunächst mit 120 Prozent unterwegs und wollten wenig anbrennen lassen. Doch der erste SpVgg-Angriff brachte gleich die Führung: Eine Ecke von Philipp Linner – listig und scharf ans Gehäuse gezogen – schlug via Innenpfosten im langen Eck ein.

Nun war der Gäste-Express am Drücker, Jakob Linner mit der Kopfballvorlage auf seinen Bruder Philipp, der die Kugel übers Kreuzeck setzte. Fast hätte der Kopfball von Georg Hegele sein Ziel gefunden, doch Keeper Florian Staber drehte den Ball um den Pfosten. Es ging munter weiter. Ein schönes Zuspiel konnte Jakob Linner nicht verwerten – das Leder ging knapp am Posten vorbei. Nun befreiten sich die Hausherren, SpVgg-Goalie Andreas Reithmeier musste alles aufbieten, um den Gewaltschuss von Kapitän Markus Mühlbauer zu entschärfen.

Nach der Pause wurde das Match härter und mit Haken und Ösen geführt. Vogtareuth drängte auf den Ausgleich, der aber nicht fallen wollte. Die SpVgg überstand diese heiklen Minuten und sammelte sich noch einmal um wieder für Entlastung zu sorgen. Franz Bichler gewann ein Kopfballduell, die Kugel landete bei Florian Neubauer, der mit einem klugen Pass Jakob Linner in Szene setzte. Dieser zog unwiderstehlich an Daniel Bräunlein vorbei und sein Schuss schlug zur Vorentscheidung ein.

Am Dienstag, 20. September 2022, um 19.30 Uhr muss der TV Obing zum Abschluss der Runde beim TSV Eiselfing antreten.

− td