Begehrter Stürmer aus dem Rottal
„Spätstarter, aber...“ Warum Unterhaching den Pfarrkirchner Simon Dorfner (18) verpflichtet

28.12.2022 | Stand 17.09.2023, 6:38 Uhr |

Handschlag für eine gemeinsame Zukunft: Simon Dorfner (links) und Manfred Schwabl bei der Vertragsunterzeichnung. −Foto: Spvgg Unterhaching

Auf der Suche nach einem Stürmertalent ist die Spvgg Unterhaching im Rottal fündig geworden: Mit Simon Dorfner von der TuS Pfarrkirchen wechselt ein 18-Jähriger mit sofortiger Wirkung zum Tabellenführer der Regionalliga Bayern, wie der Viertligist am Mittwoch vermeldete. Hachings Präsident Manfred Schwabl spricht gegenüber der Passauer Neuen Presse voller Freude über die Verpflichtung des Rottalers. Schließlich seien „viele höherklassige Vereine an ihm dran gewesen“, weiß der 56-Jährige.

In diesen Tagen zieht der junge Dorfner daheim aus. Es geht in die Großstadt München, wo er Fuß fassen will im Profifußball (und parallel sein Abitur macht). Bei Unterhaching hat er einen Vertrag bis 30. Juni 2024 unterschrieben. In der Rückrunde ist Dorfner noch spielberechtigt für die A-Junioren, wird jedoch schon Teil des Profikaders unter Cheftrainer Sandro Wagner sein. Am 9. Januar wird der gebürtige Eggenfeldener erstmals mit seinen neuen Mitspielern auf dem Trainingsplatz stehen und soll sich schnell an das neue Umfeld gewöhnen, denn Unterhaching will dem Rottaler bald Einsätze bei den Profis ermöglichen. „Er ist zwar ein Spätstarter, aber wir haben schon öfter gesehen, dass es klappen kann“, beschreibt „Manni“ Schwabl, der in diesem Zusammenhang Florian Niederlechner (heute FC Augsburg) als Vorbild nennt. Der heute 32-Jährige spielte bis Anfang 20 höchstens Bayernliga, ehe er über Haching den Sprung in die Bundesliga schaffte. „Simon steht die Tür zur Ersten sofort offen“, kündigt Schwabl dementsprechend an. Spätestens zur neuen Saison soll Dorfner „ein Kandidat für die Profis sein, kein Auffüllmaterial, einer für die erste Elf“, betont Hachings Präsident.


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Aufmerksam geworden sind die Profiklubs auf den Stürmer aus dem Rottal, weil er Tore am Fließband schoss. In den zurückliegenden zehn Spielen für die Pfarrkirchner A-Junioren (Bezirksoberliga) erzielte der flinke Angreifer 32 (!) Treffer. Auch bei seinen fünf Einsätzen für die Bezirksliga-Mannschaft der TuS hat er vier Mal ins Schwarze getroffen. Darum weiß nicht nur Pfarrkirchens sportlicher Leiter Alexander Ronczka, „dass der Junge weiß, wo das Tor steht“, wie auch Hachings Präsident Schwabl sagt. Mit dem bayerischen U19-Förderkader gewann Dorfner im Oktober außerdem das Sichtungsturnier des Süddeutschen Fußball-Verbandes.

„Unterhaching ist ein großer Verein, ich bin sehr glücklich“

Und was sagt der 18-jährige Schüler selbst über seinen Wechsel: „Ich bin überglücklich, meine neue fußballerische Heimat in Unterhaching gefunden zu haben. Ich möchte mich vor allem für das Vertrauen des Vereins um Präsident Manfred Schwabl bedanken. Die Spielvereinigung Unterhaching ist ein großer Verein mit einer großen Historie und ich bin sehr glücklich, dass ich mich hier persönlich und sportlich weiterentwickeln kann.“


Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Donnerstag, 29. Dezember, im Sportteil der PNP.