Landesligist regelt Kirner-Nachfolge
Der Neue bringt viel TSV-Wissen mit: Kareth heißt Serkan Aygün willkommen

23.11.2023 | Stand 23.11.2023, 17:54 Uhr

Trainersuche beendet: Kareths Abteilungsleiter Sport, Stephan Zizelsperger (links), und der sportliche Leiter Matthias Bösl (rechts) präsentieren Serkan Aygün als Nachfolger von Michael Kirner. Foto: Christof Ostermayr

Wenn der wieder ins Leben gerufene Holzbau-Aicher-Cup des Fußball-Landesligisten TSV Kareth-Lappersdorf am Freitagabend des 5. Januar über die Bühne geht, wird am Rande des Hallenkicks vermutlich Serkan Aygün der gefragteste Gesprächspartner in der Gemeindehalle sein.

Zwei Wochen, nachdem der Verein den Abschied von Trainer Michael Kirner zum Saisonende vermeldet hatte, ist nun die Nachfolge geregelt: Der 42-jährige A-Lizenzinhaber Aygün übernimmt im Sommer einen der begehrtesten Jobs in der Fußball-Oberpfalz.

Bleibt Kareth im weiteren Saisonverlauf in der Spur, sind die Fußstapfen, die Kirner hinterlässt, sehr groß. Vor der Winterpause – am Samstag ist der TSV in Lam letztmals im Einsatz – rangiert die Mannschaft punktgleich mit dem Zweiten Seebach auf Platz drei.

Zwei Söhne im Nachwuchs

Noch bevor Kareth Kirners Entschluss offiziell vermeldete, zählte Aygün zum engsten Bewerberkreis. „Serkans Söhne spielen im Jugendbereich, er selbst in unserer Senioren-B-Mannschaft: Er kennt also die Gegebenheiten und unsere Philosophie“, zählt der sportliche Leiter Matthias Bösl einen Pluspunkt auf, der bei der Wahl aber nicht vorrangig gewesen sei. Notiz am Rande: Seit zweieinhalb Jahren wohnt Aygün auch in Kareth.

„Wir sind vom Fachwissen und seiner Herangehensweise überzeugt“, spricht Bösl die entscheidenden Kriterien an. Serkan sei ein sehr moderner Trainer und verfolge einen klaren Plan. „Mit neuen Impulsen kann Serkan die Mannschaft auf die nächste Ebene hieven“, ist Bösl überzeugt. Aufgrund seiner Vergangenheit sei der neue Coach geradezu prädestiniert: „Er hat nicht nur viel Erfahrung im Herren-Bereich gesammelt, sondern hat noch dazu in der Jahnschmiede gearbeitet.“

Auf Kareths Höhen wird wie bei keinem anderen höherklassigen Verein auf die selbst ausgebildeten Talente gesetzt. Dass es heuer so gut läuft, ist auch den im Sommer dazugestoßenen A-Jugendlichen geschuldet. Beispielsweise haben sich Lukas Scheinost und Raphael Kreitmeier längst in der Startelf festgespielt.

Serkan Aygün startete 2013 seine Trainerkarriere beim damaligen Bezirksligisten Freier TuS. Nach vier Jahren coachte er für drei Saisons die U17 beim SSV Jahn, ehe er im Mai sein dreijähriges Engagement bei seinem Heimatverein FSV Prüfening mit dem Aufstieg in die Bezirksliga krönte. Bis Mitte September stand Aygün beim abgeschlagenen Liga-Kollegen FC Tegernheim unter Vertrag, ehe sich dort die Wege trennten.

„Ich brenne für die Aufgabe und möchte die gute Entwicklung der vergangenen Jahre vorantreiben“, scharrt Aygün jetzt schon mit den Hufen. Kareth habe einen Wahnsinnsunterbau, von den Nicht-Leistungszentren werde weit und breit die erfolgreichste Jugendarbeit betrieben.

Hospitanz angestrebt

„Jetzt genieße ich noch die freie Zeit und mache Fortbildungen, was den Fußball betrifft“, sagt der Mittelschullehrer zu seinem aktuellen Dasein. Im Frühjahr wolle er bei einem Verein hospitieren, es gehe in Richtung eines Landesligisten oder Bayernligisten, lose Kontakte seien schon geknüpft.

Unterdessen widmet sich Kareths Führungscrew nun der Vervollständigung des Trainerteams. „Als Co-Trainer haben wir den einen oder anderen Kandidaten im Auge“, so Bösl. Als Torwarttrainer schon einen bestimmten im Blick, der jetzt anzusprechen sei. Natürlich ist der neue Coach bei der Entscheidungsfindung involviert. Vorher stünde die Mannschaft im Mittelpunkt: „Nach dem Spiel in Lam sprechen wir mit den Spielern hinsichtlich der nächsten Saison.“

Der allererste Gesprächspartner dürfte Kapitän Marco Fehr sein, der aufgrund seiner stabilen überragenden Leistungen auf dem Zettel anderer Vereine stehen dürfte.