„Lassen momentan wenig Chancen zu“
Setzt Reichenhall den Lauf gegen Inzell/Weißbach fort? – Surheim empfängt Buchbach II zum Abstiegskrimi

28.03.2024 | Stand 29.03.2024, 17:44 Uhr |

Erzielte das 1:0 jüngst zum Frühjahrsstart in Kay: TSV-Offensiver Samuel Schrag. Das erste Heimspiel 2024 steht für Bad Reichenhall am Samstag, 30. März, gegen die SG Inzell/Weißbach auf dem Programm. − Foto: Bittner

Es ist definitiv ein Lauf, den der TSV Bad Reichenhall in der Fußball-Kreisliga 2 momentan hat. Das jüngste 2:0 beim SV Kay war der sechste Dreier nacheinander – der sechste, bei dem auch hinten die Null stand. Auf die Defensive kann sich das gelb-schwarze Ensemble von Trainer Michael Wegscheider also definitiv verlassen. Daran möchte der Rangsechste (30 Punkte) am Karsamstag, 30. März, gegen die abstiegsbedrohte SG Inzell/Weißbach (13./14) anknüpfen. Anpfiff zur Heimpremiere 2024 im Nonner Stadion ist um 14Uhr.

„Dass es momentan so gut bei uns läuft, hätte ich selbst nicht gedacht“, betont TSV-Coach Wegscheider stolz. Oberste Priorität sei gewesen, sich schnell aus der Abstiegszone zu befreien – das ist hierdurch problemlos eingetreten. „Schauen wir mal, wie’s weitergeht“, sagt der Reichenhall-Übungsleiter, der momentan den Vorteil hat, auf einen breiten Kader zurückgreifen zu können. „Das spielt uns schon in die Karten. Wenn du auf der Bank teils gleichwertigen Ersatz beziehungsweise sogar Stammspieler sitzen hast, tut es auch mal nicht ganz so weh, wenn mal zum Beispiel zwei Leute im Urlaub sind“, findet Wegscheider.

Kein Extra-Defensivtraining

Dass seine Hintermannschaft derzeit eine besonders gute Figur auf dem Rasen abgibt, freut den Chefanweiser der Gelb-Schwarzen natürlich besonders. „Wir machen da kein Extra-Defensivtraining. Ich vermittle den Jungs einfach die Basics, das ganz normale Fußball-ABC.“ Seine Schützlinge versuchen, immer alle schnell hinter den Ball zu kommen. „Daher lassen wir momentan auch nur wenige Torchancen zu.“ Sollte dann doch mal ein Ball durchgehen, hat Reichenhall mit Routinier Robert Töpel immer noch einen absolut verlässlichen Rückhalt zwischen den Pfosten stehen, der gegebenenfalls die Null festhält.

Ihren Lauf versuchen die Kurstädter gegen Inzell/Weißbach fortzusetzen. Doch in Sachen Aufstieg backen Wegscheider und Co. hingegen kleinere Brötchen. „Wir haben uns sauber hinten rausgekämpft. Alles, was jetzt noch kommt, ist für uns ein Zuckerl. Wir haben nicht den Drang aufzusteigen.“ Dennoch ist die Marschroute für Samstag klar. „Daheim musst du einfach gewinnen“, stellt Wegscheider klar. In der Vorrunde trennten sich beide Teams 1:1.

Mitten im Abstiegsstrudel stecken noch der BSC Surheim und der TSV Buchbach II. Beide treffen im Sechs-Punkte-Duell am 30. März (14 Uhr) aufeinander. Keine schlechte Figur abgegeben, dennoch ohne Punkte heimgefahren – so ist es Surheim zuletzt beim SC Anger ergangen. Immerhin: Der BSC kann in der Frühjahrsrunde wieder auf die Dienste von Spielertrainer Sebastian Huber im defensiven Mittelfeld zurückgreifen. Diese könnten für die ausstehenden acht Partien noch zum wichtigen Faktor werden. Mit der Buchbacher Zweitvertretung wartet allerdings keine einfache Aufgabe: Die Elf von Johannes Klein ist mit zwei Dreiern (4:0 gegen Schönau, 2:1 gegen Fridolfing) makellos in 2024 gestartet und wird auch alles in die Waagschale werfen, um am BSC vorbeizuziehen.

Zu einem Altöttinger Landkreisduell kommt am Samstag, 30. März (14 Uhr), in Tüßling zwischen der SG Tüßling/Teising und dem SV Mehring. Für die heimische Elf von Spielertrainer Andreas Giglberger ist Wiedergutmachung angesagt, büßte sie doch nach dem 1:3 in Schönau die Tabellenführung ein. Für den SVM ist es die Pflichtspielpremiere in diesem Jahr.

Unterschiedlicher hätte der Start für den TSV Fridolfing und den TuS Engelsberg kaum laufen können. Während die Elf von Coach Dominik Otter und Spielertrainer Tobias Schild eine 1:2-Niederlage in Buchbach kassierte, gaben sich die Schützlinge von Übungsleiter Stanley König beim 2:1 gegen den FC Hammerau keine Blöße. Beide Teams können noch vorne mitmischen und kreuzen am 30. März (14 Uhr) in Fridolfing die Klingen. Für Spannung ist definitiv gesorgt. Im Hinduell behielt der TuS mit 3:2 die Oberhand.

Tabellenführer SC Anger muss nach Reischach

Vom Platz an der Sonne grüßt momentan der SC Anger. Nach dem 2:1-Auftaktderbysieg gegen Surheim geht’s für die Truppe von Andi Brandl am Samstag (15 Uhr) zum TSV Reischach. Dort will der SCA versuchen, den vierten Auswärtsdreier einzufahren und damit seine Spitzenposition zu verteidigen. Im Hinspiel in Anger klappte das mit den drei Punkten schon mal ganz gut. Tobias Nitzinger ließ die Brandl-Elf damals beim 1:0 in der Nachspielzeit jubeln.

Ein Duell der Gegensätze erwartet die Zuschauer am Ostermontag, 1. April (14 Uhr), zwischen dem Vierten SV Linde Tacherting und dem Schlusslicht SV Kay. Der Aufsteiger hatte seinen Frühjahrsrundenauftakt in Mehring wegen eines Todesfalls im Verein absagen müssen. Kay hat hingegen die ersten 90 Pflichtspielminuten in 2024 bereits in den Knochen. Zählbares sprang für die Mannschaft des Ex-Reichenhallers Michael Schlagintweit hingegen nicht heraus. Dabei benötigt der SVK so dringend Punkte, um sich unten rausboxen zu können. Sieben Punkte Rückstand sind es momentan aufs rettende Ufer.

SG Schönau will auch beim „Club“ punkten

Die SG Schönau gibt ebenfalls am 1. April (14 Uhr) beim FC Hammerau seine Visitenkarte zum BGL-Derby ab. Nachdem die Franz-Hillebrand-Elf das Hinspiel mit 3:1 zu ihren Gunsten entschied, möchten die Königsseer auch beim „Club“ punkten. Allerdings stellt sich Hammerau immer ein heißes Pflaster heraus, auf dem die SG schon mal ausgerutscht ist. Dennoch traut Schönau-Coach Hillebrand seinen Schützlingen nach dem Überraschungscoup gegen die SG Tüßling/Teising (3:1) auch beim „Club“ einen Sieg zu, der Stefan Weinbuch, Daniel Maier und Co. weiter ins Mittelfeld des Klassements hieven würde. Dieses Vorhaben möchte allerdings auch das heimische Team von René Pessler in die Tat umsetzen und dadurch die Auftaktniederlage in Engelsberg vergessen machen.