Vor Chiefs-Gastspiel in Waldkirchen
Willy Bauer stellt schon Playoff-Derbys gegen Waldkraiburg in Aussicht

08.02.2024 | Stand 08.02.2024, 17:14 Uhr |

Florian Wehle gastiert am 9. Februar mit den Chiefs in Waldkirchen. Auf dem Karoli wollen die Trostberger den 4. Tabellenplatz perfekt machen, wozu ihnen ein Punkt reichen würde. − Foto: mb.presse

Die Trostberg Chiefs gehen in der Eishockey-Landesliga Gruppe B ins vorletzte Wochenende, bevor am 18. Februar die mit Spannung erwartete Playoff-Runde beginnt. Im letzten Auswärtsspiel der eineinhalbfachen Hauptrunde am Freitag, 9. Februar, beim ESV Waldkirchen haben die Schützlinge von Willy Bauer die Möglichkeit, aus eigener Kraft Platz vier zu sichern. Dazu wäre ein Punkt nötig um nicht am Sonntag nach Waldkraiburg blicken zu müssen. Dort tritt Chiefs-Rivale EHC Bad Aibling zum letzten Vorrundenmatch an.

Es ist zwar nicht damit zu rechnen, dass die Aibdogs beim Ligaprimus dreifach punkten, dennoch will man sich vor dem Derbyhit am kommenden Freitag (16. Februar) um 19 Uhr gegen die Löwen nochmals kurz zurücklehnen. Mit furiosen Auftritten kämpften sich die Chiefs jüngst wieder zurück, nachdem der Verlust von Rang 4 gedroht hatte.

„Mannschaft setzt um, was wir trainieren“

Das vergangene Wochenende zeigte, dass die Trostberger schon in Playoff-Form sind, was nicht nur Jürgen Lederer nach dem knappen 2:1-Sieg seiner Löwen nach Shootout bestätigte. Seit Mitte November ist Bauer im Amt, er übernahm trotz eines ansehnlichen Punktekontos den Posten von Petr Zachar. Und der Rückkehrer hatte gleich in den ersten Wochen Pech. „In den gefühlten ersten zehn Trainings hatten wir nur Regen, und die Sache wurde nicht einfacher.“ Doch nun lobte er sein Team zuletzt in der Pressekonferenz beim EHC Waldkraiburg: „Die Mannschaft setzt um, was wir trainieren.“ Mit zwölf Siegen in 24 Spielen holten die Chiefs 37 Punkte und liegen zwei Zähler vor Bad Aibling. Dank des besseren direkten Vergleichs hätten die Aibdogs nur eine Chance, die Chiefs abzufangen, wenn – bei einer Trostberger Niederlage gegen Waldkirchen – ein eigener Sieg in Waldkraiburg gelingt.

Die Bilanz der Chiefs gegen die Karoli Crocodiles ist nach drei Spielen positiv. Das erste Heimspiel war ein 9:2-Schützenfest, es folgten zwei Overtimesiege mit einem 7:6 am Karoli und einem 5:4 im Rainer-Roßmanith-Eisstadion. Diese weiße Weste wollen die Trostberger nun gegen die Niederbayern behalten. Doch es ist Vorsicht geboten, zuletzt forderten die Crocodiles Tabellenführer Waldkraiburg so richtig heraus und unterlagen nur knapp mit 6:7 nach Verlängerung. Dabei lagen die Waldkirchner nach 20 Minuten 4:1 in Führung.

Chiefs-Coach Bauer forderte in den vergangenen Wochen, „dass die Leistung mal über 60 Minuten aufs Eis gebracht werden muss“. Dies haben seine Jungs zuletzt eindrucksvoll umgesetzt. Nun soll das auch beim Team von Ex-DEL-Profi Benoit Doucet (Düsseldorfer EG) wieder gelingen.

Pfronten Falcons voraussichtlich erster Playoff-Gegner

Schließlich steht die Playoff-Runde bevor, das Sahnestückchen einer jeden Eishockeysaison. Ausgeschieden im Kampf um Platz 4 ist der EHC Bayreuth, der durch die beiden Niederlagen gegen Selb (4:7) und in Haßfurt (2:6) mit Platz 6 Vorlieb nehmen muss. Sollten die Chiefs Position 4 festigen, dann wären am Sonntag, 18. Februar, um 17.30 Uhr die Pfronten Falcons der Gegner im eigenen Wohnzimmer, ehe es am Freitag drauf ins Allgäu ginge. Bauer rechnete in der Pressekonferenz in Waldkraiburg vor: „Wir gewinnen gegen Pfronten, alle Punktbesten setzen sich durch, dann spielen wir nochmal gegen die Löwen.“ Doch bis es soweit ist, läuft noch viel Wasser die Alz hinunter...

− td