Eishockey-Bayernliga
Totalausfall in der Anfangsphase: ECP fällt nach 2:6-Heimpleite gegen Geretsried auf den vorletzten Platz zurück

13.11.2023 | Stand 13.11.2023, 16:28 Uhr |

Jubelnde Geretsrieder, frustrierte Pfaffenhofener: Nach dem 0:4 durch Maximilian Hüsken (3. von rechts) war die Partie in der Eishockey-Bayernliga im Prinzip entschieden. Foto: Cesarec

Nichts wurde es mit dem angepeilten zweiten Heimsieg für den EC Pfaffenhofen. Am Sonntag unterlagen die Pfaffenhofener in der Eishockey-Bayernliga dem ESC Geretsried nach einem total verschlafenen Auftaktdrittel verdient mit 2:6 (0:3; 1:1; 1:3) und fielen auf den vorletzten Tabellenplatz zurück.

„Wir haben im ersten Drittel überhaupt nicht ins Spiel gefunden,“ haderte Stefan Teufel mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der Anfangsphase. Der ECP-Coach musste dabei auf Ondrej Vaculik, Mario Strobel und Kareem Hätinen verzichten. Sein Team bekam zunächst kaum Zugriff auf den Gegner, kam oft einen Schritt zu spät und verlor die wichtigen Zweikämpfe. Geretsried dagegen zog ruhig sein Spiel auf, stellte gut die Räume zu und ließ die Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen, sodass die rund 300 Zuschauer nur selten klare Aktionen der Heimmannschaft sahen. Fast folgerichtig war deshalb die Geretsrieder Führung durch Josef Reiter in der 12. Minute, nachdem Jonathan Kornreder im Kasten zuvor schon einige Möglichkeiten der Gäste vereitelt hatte. In der 17. Minute nutzte Maximilian Hüsken eine von nur zwei Pfaffenhofener Strafzeiten, um die Führung auszubauen. Derselbe Spieler war es auch, der noch vor der Pause auf 0:3 stellte (19.) und damit das aus ECP-Sicht verkorkste Drittel perfekt machte. Zumal die Gastgeber keine ihrer ohnehin nur wenigen Chancen nutzen konnten. „Das war eine gute, konzentrierte Leistung,“ lobte dann auch ESC-Coach Hans Tauber, während sein Pfaffenhofener Kollege feststellen musste: „Geretsried hat so gespielt, wie wir eigentlich spielen wollten. Wenn du dann gegen eine solch routinierte Mannschaft mit 0:3 zurück liegst, wird es enorm schwer zurückzukommen.“

Damit sollte er recht behalten, denn zunächst deutete nichts auf eine Wende hin, denn in der 27. Minute erhöhte Hüsken, der mit seinem dritten Treffer zum Mann des Tages avancierte, aus spitzem Winkel auf 0:4. „Was kannst du als Trainer in einer solchen Situation machen, um die Jungs wachzurütteln?,“ stellte sich Teufel die Frage und gab auch gleich selbst die Antwort. „Du kannst zum Beispiel den Torwart wechseln und die Reihen umstellen“, was er dann auch während einer Auszeit nach dem 0:4 tat. Er beorderte Lukas Usselmann zwischen die Pfosten und stellte auf drei Blöcke um.

Diese Maßnahmen schienen zu fruchten, denn nun fanden die Hausherren besser ins Spiel. Nur gute zwei Minuten nach dem 0:4 gelang Robert Gebhardt nach einer schönen Kombination über die Felsöci-Brüder der Anschlusstreffer und in der Folgezeit stand Nationaltorhüterin Johanna May immer mehr im Mittelpunkt. Kurz darauf erneuter Torjubel beim ECP-Anhang, doch der Schiedsrichter nahm den zuerst gegebenen Treffer wieder zurück. Wohl zurecht, nachdem die Scheibe die Torlinie offenbar nicht komplett überschritten hatte. „Wäre das Tor gegeben worden, hätte das Spiel noch kippen können,“ stellte ESC-Coach Tauber fest.

Die ECP-Druckphase setzte sich auch im Schlussabschnitt fort. Doch es dauerte bis zur 50. Minute, ehe Vitus Gleixner mit einem Schuss ins lange Eck das 2:4 besorgte. Nur wenige Augenblicke später dann Pech für die Gastgeber, als Jakub Felsöci an der Querstange scheiterte. Am Ende warfen die Pfaffenhofener alles nach vorne und fingen sich durch Michael Harrer den entscheidenden Konter zum 2:5 ein (56.). Das 2:6 durch Dominic Fuchs hatte nur noch statistische Bedeutung.

oex

ECP: Kornreder, Usselmann, Oexler, Hätinen L., Eckl, Eisenhofer, Pfab M., Wolf, Münzhuber, Leonhardt, Felsöci J., Strack, Neubauer, Gebhardt, Thebing, Gleixner, Tlacil, Felsöci D., Pfab L.; Weber, Guft-Sokolov. – Tore: 0:1 (12.) Reiter; 0:2 (17.) Hüsken; 0:3 (19.) Hüsken; 0:4 (27.) Hüsken; 1:4 (30.) Gebhardt (Felsöci D., Felsöci J.); 2:4 (50.) Gleixner (Leonhardt); 2:5 (56.) Harrer; 2:6 (57.) Fuchs. – Strafen: ECP 4, ESC 6. – Zuschauer: 300.