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Süd-Oberligisten erstellen Klub-Portfolio | 08.07.2020 | 11:55 Uhr

Oberliga: Starttermin bleibt wohl bestehen – Kritik an Informationspolitik des DEB

von Sebastian Lippert,Andreas Lakota

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Den Eishockey-Profis bleibt nur das Warten: (Ex-)Spieler des Deggendorfer SC auf der Bank. −F.: Ritzinger

Den Eishockey-Profis bleibt nur das Warten: (Ex-)Spieler des Deggendorfer SC auf der Bank. −F.: Ritzinger

Den Eishockey-Profis bleibt nur das Warten: (Ex-)Spieler des Deggendorfer SC auf der Bank. −F.: Ritzinger


Die Klubs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) jagen voraussichtlich erst ab November nach dem Puck, wie DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke ankündigte: Der Saisonstart der deutschen Elite-Liga verschiebt sich um mindestens sechs Wochen. Entgegen anderslautender Spekulationen bleibt der Starttermin der Oberligen Nord und Süd (16. Oktober) davon unberührt. "Wir warten ab, bis die DEL offiziell mitteilt, wann sie anfangen will, aber einen Einfluss auf den Saisonstart in den Oberligen hätte das aus unserer Sicht nicht", teilte DEB-Pressesprecher Ruben Stark auf Anfrage der Heimatzeitung mit. Andere elementare Fragen der Vereine an den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) sind weiterhin offen: Die Informationspolitik nervt manche Klubs bereits gewaltig.

"Wenn wir uns zusammenfinden und dem DEB eine Fragenliste schicken, dann bekommen wir Antworten. Aber dass von allein mal einer auf uns zukommen würde? Es läuft immer gleich: Wir spielen den Ball ins Spielfeld, erst dann wird reagiert", sagt Artur Frank, der Vorsitzende des Deggendorfer SC. Nach bald vier Monaten in der Krise sei beispielsweise vom Verband noch immer kein Hygienekonzept vorgestellt worden. Frank dazu: "Jeder kocht im Moment sein eigenes Süppchen. Aber wie lange mute ich das den Ehrenamtlichen zu?"

DSC-Boss Artur Frank (l.) fordert mehr Wertschätzung der Oberligisten durch den DEB. −Foto: Rappel

DSC-Boss Artur Frank (l.) fordert mehr Wertschätzung der Oberligisten durch den DEB. −Foto: Rappel

DSC-Boss Artur Frank (l.) fordert mehr Wertschätzung der Oberligisten durch den DEB. −Foto: Rappel


Webinar auf Klub-Initiative

Am Montag kamen die Süd-Oberligisten daher in einem Webinar zusammen, auch auf Initiativen aus Peiting und Regensburg. Zwei Themen standen im Zentrum: die Gerüchte um eine Beteiligung des Verbands an den Einnahmen durch Live-Übertragungen und das Gefühl der mangelnden Wertschätzung von Seiten des DEB.

Ständig gefragter Mann: Sportdirektor Stefan Schaidnagel. −Foto: DEB

Ständig gefragter Mann: Sportdirektor Stefan Schaidnagel. −Foto: DEB

Ständig gefragter Mann: Sportdirektor Stefan Schaidnagel. −Foto: DEB


Lesen Sie dazu auch: Deggendorfer SC und Passau Black Hawks erhalten Oberliga-Lizenz – zwei andere Vereine nicht

Der Starttermin im Oktober war kein zentrales Thema, weil auch die Klubs unverändert damit planen, wie unter anderem der Vorsitzende der Eishockey-Freunde Passau Black Hawks erklärt: "Darauf richten wir uns aus. Ganz sicher sagen kann man es nicht, aber wir hoffen, Klarheit zu haben." Zementiert ist dagegen eins: Solange keine Zuschauer ins Stadion dürfen, wird eine Eishockey-Saison nicht starten. Mit einer vorübergehenden Beschränkung könnte Christian Eder leben. "Wenn in den Freundschaftsspielen weniger Fans rein dürfen, wäre das sicher machbar. Vielleicht auch noch zum Beginn der Saison. Aber alles, was über November hinausgeht, wäre wirtschaftlich nicht mehr machbar." DSC-Boss Artur Frank befürwortet Liga-Heimspiele mit weniger Fans nur dann, wenn entsprechende Subventionen fließen.

"Wir bekommen vom Verband keine verwertbaren Informationen"

Abseits davon wird weiter im Trüben gefischt. "Wir bekommen vom Verband keine verwertbaren Informationen", beklagt Artur Frank, und das nicht zum ersten Mal. Das Webinar am Montag habe daher als "Findungstreffen" gedient, erklärt der Geschäftsführer der DSC GmbH. Einer der Anlässe war, dass der Bundestag ein 200 Millionen Euro schweres Hilfspaket für den deutschen Profi-Sport verabschiedete. Von den Geldern profitieren Basketballer, Handballer, Volleyballer und auch die Drittliga-Klubs der Fußballer. Die Eishockey-Oberliga geht allerdings leer aus. "Ich kann nicht verstehen, wieso man die 3. Liga Eishockey anders behandelt als die 3. Liga Fußball. Wir haben viele Angestellte und leisten eine riesen Jugendarbeit. Das kostet alles richtig Geld! Der DEB müsste eigentlich mit Hochdruck daran arbeiten, dass die Oberliga Planungssicherheit bekommt", betont Frank.

Ein Blick in die Stellungnahmen des DEB-Präsidenten Franz Reindl sowie des Sportdirektors Stefan Schaidnagel lässt erahnen, weshalb die Oberligisten sich vergessen fühlen. Reindl und Schaidnagel betonen in den schriftlichen Pressestatements auf der Verbands-Website, wie wichtig die Finanzspritze fürs deutsche Eishockey sei. Immerhin die Landesverbände werden kurz erwähnt. Aber von der Oberliga und deren Nöten? Kein Wort. Dabei müsste der DEB an der Oberliga größtes Interesse haben: Dem Vernehmen nach zahlten die Klubs vergangene Saison 600000 Euro an Abgaben. "Wir Oberligisten sind der größte Zahler des DEB", betont Artur Frank. Dies wolle man nun mit weiteren Zahlen untermauern und dem DEB demnächst ein Portfolio präsentieren. "Wir werden die Fakten zusammentragen, um dem DEB einen Überblick zu verschaffen", sagt Frank.

Lesen Sie mehr dazu HIER auf PNP Plus. Der Text erschien bereits am Mittwoch im Sportteil der Heimatzeitung (Niederbayern).












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