Biathlon-DM in Ruhpolding
Preuß und Nawrath schnappen sich die ersten Titel in der Chiemgau-Arena

09.09.2023 | Stand 12.09.2023, 16:12 Uhr |

Sie holten sich die Top-Plätze bei den Deutschen Meisterschaften in Ruhpolding: Vizemeister Matthias Dorfer (von links), Titelgewinner Philipp Nawrath und der drittplatzierte Benedikt Doll. −Foto: Hohler

Glänzender Start für die Deutschen Biathlon-Meisterschaften in Ruhpolding: Vor der imposanten Kulisse von über 2000 Zuschauern in der Chiemgau-Arena wurden die verkürzten Einzelläufe (hier gibt es nur 45 Sekunden Zeitaufschlag je Schießfehler) der Männer und Frauen ausgetragen – und dabei holte sich auf der 15-km-Strecke der Männer gleich einmal Philipp Nawrath (SK Nesselwang) vom Stützpunkt Ruhpolding den Titelgewinn. Auch bei den Damen gab’s einen Heimsieg für den Stützpunkt: Hier setzte sich Franziska Preuß (SC Haag) durch.

„Die Erleichterung ist sehr groß. Ich war wirklich sehr angespannt, und es hat sich angefühlt, als hätte ich noch nie einen Wettkampf gehabt“, sagte Preuß, die zuletzt im Januar im Weltcup ein Rennen bestritten hatte: „Man merkt das schon echt, wenn man mal so lange raus war. Fürs erste Mal bin ich echt zufrieden, auch wenn es echt zäh war.“ Neben dem Titel für Preuß gab es weitere Top-Leistungen für den Stützpunkt: Zweite wurde Julia Kink (WSV Aschau). Auch Lisa Spark vom SC Traunstein als Vierte, Stefanie Scherer (SC Wall) als Sechste, Johanna Puff (SC Bayrischzell) als Siebte und Marion Wiesensarter (SV Oberteisendorf) als Neunte schafften es noch in die Top Ten.

Dorfer Zweiter, Doll Dritter

Hinter Nawrath landete sein Stützpunktkollege Matthias Dorfer (SV Marzoll) und verwies somit Benedikt Doll (SZ Breitnau) auf Rang 3. Erfreulich zudem aus Sicht des Stützpunkts: Johannes Donhauser (SC Ruhpolding) wurde Vierter, Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl) Sechster. Entsprechend groß war die Freude bei Nawrath. Schließlich hatte er erst eine Verletzungspause hinter sich. Im Mai hatte er sich am Sprunggelenk verletzt und einen Bänderriss sowie eine Fraktur im Bereich des Mittelfußes hinnehmen müssen. „Ich bin glücklich. Das zeigt, dass nicht immer das absolut volle Training das Beste ist.“

Vizemeister Dorfer war ebenfalls zufrieden: „Für den Einstieg in die Wettkämpfe war das schon recht gut. In den letzten Jahren hatte ich im ersten Rennen meist mehr Probleme.“ Nur um 2,4 Sekunden hinter Doll verfehlte Donhauser die Bronzemedaille. „Ich habe in den letzten Jahren viel ins Schießen investiert, das zahlt sich allmählich aus“, freute sich der 29-Jährige. Dennoch seien Schieß- und Laufleistung diesmal „nicht ganz optimal“ gewesen: „Ich bin auch ein wenig zu schnell angegangen, das hat mir zum Schluss etwas den Zahn gezogen.“

Sprints am Samstag, Verfolgungsrennen am Sonntag

Am Samstag, 9. September, stehen die Sprints der Frauen (7,5 km) um 11 Uhr und der Männer (10 km) um 13.30 Uhr auf dem Programm. Das Rennen der Damen wurde vor das der Männer gelegt. „Dies soll den Damen nach dem Freitags-Wettkampf helfen mit der Hitze umzugehen und ihren Wettkampf in der zumindest etwas weniger warmen Tageszeit auszutragen“, hieß es dazu seitens der Verantwortlichen. Am Sonntag, 10. September, folgen die Verfolgungsläufe: um 11 Uhr bei den Männern (12,5 km), um 13.30 Uhr bei den Frauen (10 km).

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