Sieg gegen Zwickau ist Pflicht

Michael Köllner geht gelassen in sein Löwen-Endspiel: „Sicher, dass ich die Mannschaft erreiche“

20.01.2023 | Stand 20.01.2023, 14:39 Uhr

Seine letzten Tage im Löwen-Gewand: Michael Köllner braucht für seine berufliche Zukunft bei 1860 München dringend einen Sieg gegen Zwickau. −Foto: imago images

Der Druck ist immens. 1860 Münchens Michael Köllner sitzt am Samstag noch auf der Trainerbank. Ausdrücklich aber vorerst nur für das wegweisende Spiel gegen Zwickau. Was passiert danach? Der Oberpfälzer selbst gibt sich unbeeindruckt.

Der unter riesigem Druck stehende Michael Köllner glaubt fest an seine Zukunft als Trainer beim TSV 1860 München. „Mir sind natürlich die Mechanismen im Fußball bekannt. Fakt ist, dass unsere letzten Spiele nicht gut waren und wir aus unterschiedlichen Gründen nicht gepunktet haben“, räumte Köllner vor seinem Endspiel in der 3. Fußball-Liga gegen den abstiegsbedrohten FSV Zwickau am Samstag (14 Uhr) ein.

„Für mich war wichtig, was in den persönlichen Gesprächen vermittelt worden ist, sowohl mit Herrn (Hasan) Ismaik am Sonntag als auch im Trainingslager mit unserem Präsidenten Robert Reisinger. Das ist für mich das Entscheidende“, sagte der 53-Jährige am Freitag weiter. Zuletzt hatte ihm Investor Ismaik ausdrücklich Rückhalt gegeben.

Köllner unter massivem Druck – trotz Tuchfühlung zu Aufstiegsrängen



Nach fünf sieglosen Spielen am Stück wächst der Druck auf Köllner jedoch immer mehr. Die „Löwen“ sind trotz dieses Tiefs vor dem Hinrundenfinale aber in Reichweite zu den Aufstiegsrängen. „Wir sind weiter top im Rennen, es bedarf aber nun einer Leistungssteigerung“, verkündete Köllner, der die Münchner seit November 2019 betreut. „Irgendwelche Szenarien“ könne man „eh nicht beeinflussen“.

Nach dem 1:3 vor einer Woche gegen den SV Waldhof Mannheim hatte die Führung des Vereins Köllner ausdrücklich erstmal nur die Partie gegen Zwickau zugesichert. „Eine ausgiebige, kritische und selbstkritische Analyse der Geschäftsführung ergab, dass Michael Köllner auch am kommenden Samstag gegen den FSV Zwickau an der Seitenlinie stehen wird“, hieß es in der Stellungnahme. „Ich erwarte eine klare Reaktion der Mannschaft und aller Akteure in der gegebenen Situation“, sagte Sportchef Günther Gorenzel.

„Man sieht schon, dass die Mannschaft willens ist“



Köllner fand die Trainingswoche seiner Mannschaft „sehr, sehr gut. Wir wollen morgen gewinnen.“ Er sei sich zu „100 Prozent“ sicher, dass sein Team gegen Zwickau „richtig guten Fußball“ spielen werde. „Man sieht schon, dass die Mannschaft willens ist.“

Köllner ist nach wie vor überzeugt, mit den „Löwen“ erfolgreich sein und auch das Aufstiegsziel erreichen zu können. „Ich bin mir sicher, dass ich die Mannschaft erreiche und wir morgen ein gutes Spiel hinlegen“, betonte der Oberpfälzer, dessen Vertrag im Sommer ausläuft.

− dpa