Regionalliga Bayern
Gelb-Rot für Gallmaier, 0:2 in Bamberg: Schalding blickt Zitter-Endspurt entgegen

20.04.2024 | Stand 20.04.2024, 21:03 Uhr |

Aufrappeln ist gefragt bei Markus Gallmaier und dem SV Schalding. − Foto: Lakota

Der SV Schalding hat den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz in der Fußball-Regionalliga Bayern verpasst. Am Samstagnachmittag unterlagen die Kicker aus dem Passauer Westen im Duell der Relegationsplatz-Inhaber beim FC Eintracht Bamberg 0:2 (0:0) und blicken einem nervenaufreibenden Endspurt um den Klassenerhalt im bayerischen Fußball-Oberhaus entgegen. Die zweite Hälfte mussten die Schaldinger in Bamberg in Unterzahl bestreiten. Markus Gallmaier hatte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte Gelb-Rot gesehen.

Niemand kann sagen, wie es gelaufen wäre, hätten die Schaldinger auch die zweite Spielhälfte komplett bestreiten können. Tatsache ist: Gegen zehn Grün-Weiße erarbeiteten sich die Bamberger Räume – und mit fortschreitender Spieldauer auch ein Übergewicht auf dem Feld. In der ersten Hälfte, in der auf beiden Seiten die Vorsicht regierte, hatte sich jedenfalls keine der beiden Mannschaften einen entscheidenden Vorteil verschaffen können. Nachdem Gallmaier bereits nach einer knappen halbe Stunde wegen eines Foulspiels Gelb gesehen hatte, pfiff Schiedsrichter Jonas Krzyanowski eine Aktion des SVS-Stürmers als Unsportlichkeit ab: Gelb-Rot wegen einer Schwalbe. „Markus hat gesagt, es hat einen Kontakt gegeben, aber Schiedsrichter und Linienrichter waren sich einig“, sagt SVS-Teammanager Jürgen Fuchs über Szene. Wie auch immer: Gegen einen Gegner in Unterzahl hatten die Bamberger den numerischen Vorteil für sich – und eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff war es passiert: Ein weite Flanke segelt von links in den Schaldinger Strafraum, findet Nico Baumgartl als Abnehmer, und der Mittelfeldspieler schießt zum 1:0 für die Oberfranken ein (61.). Schalding versucht, sich nicht beeindrucken zu lassen und sucht den Weg nach vorn. Nicht immer wirkt die Abwehr der Hausherren sattelfest, schon in der ersten Halbzeit hatte sich Schalding die eine oder andere Freistoßsituation erarbeitet. Und gerade hat Fabian Schnabel einen ruhenden Ball aus 30 Metern knapp neben das Bamberger Tor gesetzt, fällt quasi im direkten Gegenzug das 0:2: Der agile Philipp Hack kann sich durchsetzen, leitet auf Luca Ljevsic weiter, der lässt Max Böhnke im Schaldinger Tor keine Chance (64.). SVS-Coach Stefan Köck reagiert, bringt mit David Vogl für Nico Ott und Jonas Goß für Johannes Stingl zwei frische Kräfte, die auch gleich Betrieb machen. Schalding kann sich zeitweise sogar einnisten in der Bamberger Hälfte, holt binnen vier Minuten drei Eckbälle heraus. Richtige Chancen ergeben sich nicht. Und dann ist Schluss im Fuchsparkstadion, mit hängenden Köpfen machen sich die Schaldinger vom Feld. „Irgendwann müssen wir punkten“, sagt Teammanager Fuchs. „Wir wissen alle, was wir hintenraus für ein Programm haben, und wir stehen immer noch unter dem Strich“, stellt er fest. Vier Spiele bleiben noch, die Sache zu korrigieren.