Zwei Frisch-Tore beim 3:1 gegen SGRRG
Deiter wechselt den Sieg ein, ist aber mit der ESV-Leistung nicht zufrieden

17.03.2024 | Stand 17.03.2024, 17:11 Uhr |

Laufduell ums Leder zwischen Freilassings Außenverteidiger Marek Brazina (rechts) und Gäste-Angreifer Felix Wieser. − Foto: Bittner

Der ESV Freilassing hat in der Fußball-Bezirksliga Ost einen spät fixierten 3:1 (1:0)-Heimsieg gegen die abstiegsgefährdete SG Reichertsheim-Ramsau/Gars eingefahren und steht damit weiterhin an der Tabellenspitze – der Aufstieg in die Landesliga bleibt also in guter Reichweite. 200 Besucher im Max-Aicher-Stadion an der Reichenhaller Straße verfolgten die Begegnung.

In einer zerfahrenen ersten Halbzeit gelang es den Grenzstädtern nicht, ihr gewohntes Spiel aufzuziehen. „Wir haben überhaupt nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Ich habe davor gewarnt, dass irgendwann so eine Phase kommt, aber wir haben am Ende dreifach gepunktet – und das ist das Positive“, resümierte ESV-Trainer Albert Deiter.

„Es basiert zu viel auf Zufall“

Nach der frühen 1:0-Führung der ganz in Blau gedressten Gastgeber durch Tim Bageritz, der von Marco Schmitzberger bedient wurde (3. Minute), passierte relativ wenig im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs. „Es basiert zu viel auf Zufall. Im Nachhinein fragt kein Mensch, wie wir die Punkte geholt haben. Deshalb sind wir glücklich, dass wir gewonnen haben. Aber die Art und Weise war nicht zufriedenstellend.“

Die Gäste aus dem Landkreis Mühldorf witterten ihre Chance, beim Tabellenführer etwas mitzunehmen, kämpften sich zurück in die Partie und setzten immer wieder Nadelstiche. Die SGRRG kam jedoch bis zur 59. Minute nicht zum Abschluss. Ein misslungener Rettungsversuch der ESV-Abwehr landete direkt vor den Füßen des am Fünfmeterraum lauernden Kapitäns Matthias Vital, der unhaltbar für Matej Markovic zum 1:1-Ausgleich abschloss. „Wir haben uns reingekämpft und mit dem Ausgleich auch belohnt“, so meinte der Co-Spielertrainer der Gäste, Alex Baumgartner.

Der Reichertsheimer Ausgleich erwies sich als Weckruf für die Gastgeber, die mit zwei Doppelwechseln (Markus Prechtl für Matej Kovac, Ivaylo Bogimilov für Dominik Krein, Tobias Frisch für Schmitzberger, Rodi Hussein für Bageritz) neue Kräfte in die Partie brachten. Und Joker Tobias Frisch brauchte gerade mal drei Minuten, um richtig warmzulaufen: Eine scharfe Flanke von Prechtl fand den Ex-Vachendorfer im Zentrum, der zum 2:1-Führungstreffer einschob. Doch damit nicht genug: In der 87. Minute erzielte Frisch nach einer tollen Einzelaktion das alles entscheidende 3:1 und sicherte dem ESV damit die Punkte.

24. März: Derby beim SV Saaldorf vor sicherlich toller Kulisse

Die Eisenbahner stehen nach diesem spät errungenen Sieg weiterhin souverän auf Platz eins und haben neun Spieltage vor Saisonende der Saison alles in der eigenen Hand. Die nächste Aufgabe dürfte ähnlich knifflig, wenn nicht sogar noch schwieriger werden: Am kommenden Sonntag (24. März/14 Uhr) gastiert die Crew von Albert Deiter nämlich beim Lokalrivalen SV Saaldorf. Dort ist auf alle Fälle mit einer größeren Kulisse als am vergangenen Samstag im Max-Aicher-Stadion zu rechnen. Experten aus beiden Lagern rechnen mit etwa 500 Fans.

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