4:3-Sieg gegen Frankfurt

17 Sekunden fehlen den Straubing Tigers, doch in der Verlängerung macht Travis St. Denis kurzen Prozess

02.10.2022 | Stand 02.10.2022, 22:41 Uhr

Die Straubinger feierten nach vier Niederlagen in Serie einen knappen Heimsieg gegen Frankfurt. −Foto: Harry Schindler

Aufatmen bei den Straubing Tigers: Zwei Tage vor dem vorletzten CHL-Gruppenspiel am Dienstag in Villach haben die Niederbayern in der DEL ihre Niederlagen-Serie beendet. Gegen Aufsteiger Frankfurt gab es einen hart erarbeitenden 4:3-Heimsieg (1:1, 1:1, 1:1), der allerdings erst in der Verlängerung perfekt gemacht wurde.

Die Tigers konnten zweimal einen Rückstand wettmachen und führten im Schlussabschnitt lange mit 3:2. Doch 17 Sekunden vor dem Ende kam der Gast doch noch zum Ausgleich. In der Verlängerung dauert es dann keine Minute, ehe Travis St. Denis die Mannschaft von Trainer Tom Pokel mit dem vierten Treffer erlöste.

Die Straubinger starteten nach vier Niederlagen in Serie nervös in die Partie vor fast 4000 Zuschauern am Pulverturm. Mit einem Schuss in den Winkel schockte Dominik Bokk die Gastgeber nach sieben Minuten zudem mit dem 0:1. Die Tigers taten sich in der Folge schwer, klare Chancen herauszuspielen. Entweder der letzte Pass kam nicht an oder der Abschluss dauerte zu lange. Frankfurt agierte zielstrebiger, doch Hunter Miska war immer wieder mit Paraden zur Stelle. Drei Minuten vor der ersten Pause durften dann auch die Gastgeber jubeln. In Überzahl traf Luke Adam im zweiten Verusch zum 1:1.


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Im Mittelabschnitt machten die Niederbayern mehr für das Spiel, doch auch Frankfurt blieb bei Gegenstößen gefährlich. Richtig brenzlig wurde es für die Tigers dann, als nacheinander Ian Scheid und Cody Lampl in die Kühlbox mussten und Straubing somit 99 Sekunden doppelte Unterzahl zu überstehen hatte. Ausgerechnet in dieser Situation bot sich Mike Connolly die riesen Chance zur Tigers-Führung, doch nach einem Fehler der Frankfurter im Aufbau konnte er die Scheibe alleine vor Keeper Hildebrand nicht im Tor unterbringen. Acht Sekunden vor Ablauf der zweiten Strafzeit fing sich Straubing dann den Gegentreffer, Rylan Schwartz traf mit einem trockenen Handgelenkschuss (26.). Frankfurt verteidigte anschließend gut und macht es den Tigers schwer. Erst eine erneute Überzahl brachte den Ausgleich: JC Lipon verdeckte dem Frankfurter Torhüter die Sicht, Travis St. Denis zog ab und traf zum 2:2 (36.). Der Treffer beflügelte die Straubinger, doch mehrere gute Chancen blieben in der Folge ungenutzt.

Das Schlussdrittel begann zerfahren, doch nach einigen Minuten übernahm Straubing das Kommando und drückte auf die Führung. Doch diese gelang zunächst nicht. Nachdem der Gastgeber eine Unterzahl-Situation gut verteidigt hatte, klappte es dann zum dritten Mal an diesem Abend in Überzahl: Nach Zuspiel von Jason Akeson schoss Travis Turnbull die Niederbayern aus kurzer Distanz zum ersten Mal in Front (53.). Frankfurt antwortete mit wütenden Angriffen, doch der starke Hunter Miska hielt die Führung fest. Bis kurz vor Spielende. Frankfurt nahm 90 Sekunden vor Schluss den Keeper vom Eis, ging volles Risiko. Und das wurde belohnt. Dominik Bokk lupfte einen Abpraller 17 Sekunden vor der Sirene zum 3:3 ins Tor. Zuvor traf Straubing zweimal das verwaiste Tor nicht.

Die folgende Overtime dauerte nicht lange. Marcel Brandt bediente Travis St. Denis, der die Scheibe unter die Latte donnerte.

− red