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Online-Kongress | 02.12.2020 | 15:06 Uhr

FIL-Präsident nimmt emotional Abschied – Königssee-Eisröhre: Seekurve heißt jetzt Sepp-Fendt-Kurve

von Hans-Joachim Bittner

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Sepp Fendt vor dem kompletten Medaillensatz der Olympischen Winterspiele 1976 von Innsbruck im kleinen FIL-Museum im Berchtesgadener Nonntal. Jene in Silber gewann er vor nun bald 45 Jahren. −Foto: Bittner

Sepp Fendt vor dem kompletten Medaillensatz der Olympischen Winterspiele 1976 von Innsbruck im kleinen FIL-Museum im Berchtesgadener Nonntal. Jene in Silber gewann er vor nun bald 45 Jahren. −Foto: Bittner

Sepp Fendt vor dem kompletten Medaillensatz der Olympischen Winterspiele 1976 von Innsbruck im kleinen FIL-Museum im Berchtesgadener Nonntal. Jene in Silber gewann er vor nun bald 45 Jahren. −Foto: Bittner


Zum Abschied gab’s Standing Ovations: Nach 26 Jahren an der Spitze der FIL und 35 Jahren in der FIL-Exekutive verabschiedete sich Präsident Josef Fendt bescheiden im Rahmen eines Online-Kongresses via emotionaler Abschiedsrede. Dabei erinnerte er seinen Nachfolger Einars Fogelis (Lettland), der kurz zuvor zum erst dritten FIL-Chef in der 63-jährigen Geschichte des Rennrodel-Weltverbandes gewählt wurde, an das wichtigste Ziel der Zukunft: "Das Rennrodeln als olympischen Sport zu erhalten muss oberste Priorität besitzen." Seit den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer führte Fendt den Weltverband zunächst kommissarisch, weil Bert Isatitsch im Februar überraschend verstorben war. Offiziell gewählt wurde Fendt beim Kongress im Juni des gleichen Jahres in Rom.

Einst selbst Spitzen-Rennrodler – Olympia-Silber 1976 in Innsbruck, 1970 und 1974 Weltmeister – bekleidete Fendt in seiner Karriere fast alle Funktionen und Ämter: Vom Aktiven über den Trainerjob, vom Jury- und Technisch Delegierten bis letztlich an die Spitze der FIL. Am 16. Juni wäre ohne Corona-Krise der erste Tag im "sportlichen Ruhestand" des 73-Jährigen gewesen. In seiner Amtszeit hatte Fendt den Rennrodel-Weltverband professionalisiert und auf solide finanzielle Beine gestellt. Die Aufnahme des Team-Wettbewerbs ins olympische Programm seit den Winterspielen 2014 im russischen Sotschi, langjährige Sponsoring-Partnerschaften, gesteigerte TV-Präsenz und vieles mehr sind das Verdienst von Sepp Fendt.

Der heimische Sportfunktionär wird im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ebenfalls sehr geschätzt, ist Mitglied der Kommission "Sport und Umwelt" und brachte in der Vereinigung der Internationalen Wintersport-Verbände (AIOWF) seine Kompetenz und Ideen ein. IOC-Präsident Dr. Thomas Bach überraschte seinen "langjährigen Weggefährten und Freund" Josef Fendt nicht nur mit einer sehr persönlichen und bewegenden Videobotschaft, sondern auch mit der Auszeichnung des Olympischen Ordens während des Online-Kongress – diese höchstmögliche IOC-Ehrung konnte vorerst freilich nur virtuell verliehen werden. In geheimer Abstimmung hatten die Mitgliedsverbände des Weltverbandes im Vorfeld zudem den Weg bereitet, den Berchtesgadener noch während des Kongresses zum FIL-Ehrenpräsidenten zu ernennen.

Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) ließ sich mit seinem Vorstandsvorsitzendem Thomas Schwab etwas ganz Besonderes einfallen. Ab dieser soeben begonnenen Saison trägt die Seekurve – jene zwischen Kehlsteinkurve und Echowand kurz vor dem Ziel – der ältesten Kunsteisbahn der Welt am Königssee den Namen "Josef-Fendt-Kurve". Symbolisch wurde dem scheidenden FIL-Präsidenten die entsprechend personalisierte Namenstafel überreicht.
Mehr über Sepp Fendt lesen Sie in der PNP-Printausgabe vom Mittwoch, 2. Dezember 2020 – unter anderem im Reichenhaller Tagblatt, Freilassinger Anzeiger, Burghauser Anzeiger und in der Südostbayerischen Rundschau.












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