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Gesundheitsamt gibt grünes Licht | 19.07.2020 | 06:00 Uhr

1000 Teilnehmer, Medaillen-Selbstbedienung: So sieht der Altöttinger Halbmarathon 2020 aus

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Solche Bilder wie im vergangenen Jahr wird es heuer wohl nicht geben. Der Start findet in Etappen statt, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Auch eine Stimmungsmeile wird nur in reduzierter Form organisiert. −Foto: Kleiner

Solche Bilder wie im vergangenen Jahr wird es heuer wohl nicht geben. Der Start findet in Etappen statt, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Auch eine Stimmungsmeile wird nur in reduzierter Form organisiert. −Foto: Kleiner

Solche Bilder wie im vergangenen Jahr wird es heuer wohl nicht geben. Der Start findet in Etappen statt, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Auch eine Stimmungsmeile wird nur in reduzierter Form organisiert. −Foto: Kleiner


Mehrere Szenarien standen im Raum, wie und ob der Altöttinger Halbmarathon in diesem Jahr durchgeführt werden kann. Nun steht fest: Die Wahl ist auf eine abgespeckte Version gefallen. Vom Gesundheitsamt Altötting hat Organisator Günther Vogl am Freitag die offizielle Erlaubnis bekommen, am 13. September 1000 Teilnehmer auf die Strecken zu schicken.

Es wird einen 21,1-Kilometer-Lauf und einen Sechs-Kilometer-Lauf geben. Ein Hobbylauf kann nicht angeboten werden, sagt Vogl. Auch eine Siegerehrung muss ausfallen. Medaillen gibt es aber dennoch – und zwar für alle Teilnehmer. Sie liegen im Ziel bereit, und jeder Läufer darf sich eine nehmen.

Vogl weist darauf hin, dass sich maximal 1000 Läufer anmelden können. Danach wird das Anmeldeportal geschlossen. Es gibt keine Nachmeldungen. Der Anmeldeschluss wird um eine Woche auf 30. August vorverlegt. So haben die Organisatoren Zeit, die Startnummern per Post zu verschicken. Die Meldegebühren werden, anders als ursprünglich geplant, nicht erhöht, "weil wir beim Service leider Abstriche vornehmen müssen", erklärt Vogl.

Strenge Vorgaben für einen sicheren Ablauf

Um eine Genehmigung für den Lauf zu bekommen, musste Vogl ein ausführliches Hygienekonzept erarbeiten. Dabei habe er sich viele Gedanken gemacht und an den Regeln anderer Läufe orientiert, sagt er. Das Konzept sieht unter anderem vor, dass im Aufwärmbereich eine Maske getragen werden muss. Beim Lauf selbst darf die Bedeckung abgenommen werden. Im Zielbereich muss sie dann wieder aufgesetzt werden. Personal wird überwachen, ob alle Regeln eingehalten werden. Statt eines Massen- gibt es einen fliegenden Start. "Eine Stunde wird es schon dauern, bis alle Läufer gestartet sind", vermutet der Altöttinger. Darum sei es auch nicht möglich, den Hobbylauf dazwischen zu schieben.

Die Versorgungsstationen im Wald werden auf zwei reduziert. Für die Sechs-Kilometer-Läufer gibt es keine Verpflegung. Wasser wird in abgepackter Form ausgegeben. Zum Lauf sollen keine Begleitpersonen mitgebracht werden, Duschen und Umkleiden gibt es nicht, und auch die Stimmungsmeile wird nur in reduzierter Form aufgebaut. Musikbands werden voraussichtlich rund um den Kreisel der Burghauser Straße spielen. So sollen die Läufer auf den letzten Kilometern angefeuert werden. Vogl hat auch die Auflage bekommen, keine Zuschauer anzulocken, darum ist ein Unterhaltungsprogramm im Stadtzentrum nicht umsetzbar.

Das Konzept sei so durchgegangen, wie Vogl es dem Gesundheitsamt vorgeschlagen hat, freut er sich. Auf der Facebook-Seite des Laufs mit knapp 1200 Fans, auf der Günther Vogl die Nachricht, dass der Lauf stattfinden kann, am Freitagmorgen zuerst verbreitet hat, gibt es indes auch kritische Kommentare. Ehe man einen Lauf mit so strengen Vorgaben organisiert, wäre es sinnvoller gewesen, das Event heuer bleiben zu lassen, so einige Aussagen. "Natürlich gibt es Gründe, warum man es macht. Aber in diesem Jahr wäre die Vernunft der Sieger gewesen", äußert sich beispielsweise ein Läufer aus dem Landkreis Freising. − jor/red












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