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Deggendorfer in Ingolstadt suspendiert | 19.07.2020 | 15:12 Uhr

Viel Kritik und ein prominenter Fürsprecher: Die Reaktionen auf den Pielmeier-Eklat

von Alexander Petri

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Ohne Zukunft in Ingolstadt: Timo Pielmeier wird aller Voraussicht nach nie mehr für die Panther zwischen den Pfosten stehen. −Foto: Lüger

Ohne Zukunft in Ingolstadt: Timo Pielmeier wird aller Voraussicht nach nie mehr für die Panther zwischen den Pfosten stehen. −Foto: Lüger

Ohne Zukunft in Ingolstadt: Timo Pielmeier wird aller Voraussicht nach nie mehr für die Panther zwischen den Pfosten stehen. −Foto: Lüger


Die Meldung um die Suspendierung des Deggendorfers Timo Pielmeier (31) hat viel Aufmerksamkeit erregt. Der langjährige Torhüter gehört ab sofort nicht mehr zum Kader, weil er als einziger ERC-Profi den von der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) geforderten 25-prozentigen Gehaltsverzicht infolge der Corona-Krise nicht akzeptiert hat. "Wir sind darüber sehr enttäuscht und sehen auf dieser Basis keine Möglichkeit, ihn als Teil unseres Teams wieder aufs Eis zu schicken", wird Ingolstadts Geschäftsführer Claus Liedy in der Klubmitteilung zitiert.

Wenige Tage zuvor erst hatte sich Stürmer Austin Ortega mit den Eisbären Berlin aus demselben Grund auf eine Auflösung seines bestehenden Vertrags verständigt. Am Freitag gab nun der finnische Erstligist TPS Turku die Verpflichtung des 26 Jahre alten US-Amerikaners bekannt. Wie es mit Pielmeier weitergeht, ist offen.

In den sozialen Netzwerken wird über die Suspendierung des Deggendorfers äußerst lebhaft und kontrovers diskutiert. Viele Fans begrüßen die Entscheidung des Klubs. "Richtig so! Arrogantes und geldgeiles Verhalten muss bestraft werden!", schreibt ein Nutzer bei Facebook. "Bei so einem Spieler hätte ich auch mehr Loyalität zum Verein erwartet", "Der erste Torhüter, der sich ins Abseits gestellt hat" oder "In schweren Zeiten kommt der wahre Charakter zum Vorschein" lauten ähnliche Stimmen.

Zahlreiche Anhänger äußern jedoch auch Verständnis für Pielmeiers Verweigerungshaltung und solidarisieren sich mit dem Schlussmann. "Ich möchte mal die Leute sehen, die hier über Timo schimpfen, wenn man ihnen 25 Prozent vom Lohn streichen würde", postet ein Panther-Fan. "Ich finde die Haltung von Pielmeier richtig und nachvollziehbar. Er soll 100 Prozent arbeiten, also hat er auch 100 Prozent bezahlt zu werden", schreibt ein anderer. Vielmehr sei das Vorgehen der Liga inakzeptabel: "Diese Vorgabe der DEL ist eine Frechheit" und "Das ist nix anderes als Erpressung durch die Liga!", so der Tenor.

Ein Meinungsbeitrag aus Nordamerika hat bei Facebook besonderes Aufsehen erregt. Absender ist der ehemalige Panther-Sportdirektor Giacinto "Jim" Boni, der Pielmeier 2013 vom EV Landshut zu den Panthern geholt hatte. Mit "Abscheu" und "Kopfschütteln" habe er die Mitteilung des ERC gelesen, schrieb der 57-jährige Italo-Kanadier. "Es gibt keinen Anlass, jemanden zu opfern, der für seine Rechte einsteht. (...) Dieser Junge ist der Hauptgrund dafür, dass diese kleine Stadt den Meistertitel gewonnen hat!", so Boni weiter. Seinen Beitrag beschließt er mit einem Angriff auf den ERC-Beiratsvorsitzenden Jürgen Arnold, mit dem er im Januar 2014 im Streit auseinandergegangen war und offenbar noch eine Rechnung offen hat: "Ich kenne Timo gut, er ist ein großartiger Teamplayer und ein toller Mensch. Und er hat wesentlich mehr Klasse als die Person, welche die Organisation führt. Kopf hoch, Timo Pielmeier!"












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