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08.08.2018 | 20:31 Uhr

Kelly kommt: Ein Knaller für den Deggendorfer SC

von Roland Rappel

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Er kommt: Top-Mittelstürmer Justin Kelly wechselt vom DEL2-Meister Bietigheim Steelers zum Deggendorfer SC. − Foto: imago

Er kommt: Top-Mittelstürmer Justin Kelly wechselt vom DEL2-Meister Bietigheim Steelers zum Deggendorfer SC. − Foto: imago

Er kommt: Top-Mittelstürmer Justin Kelly wechselt vom DEL2-Meister Bietigheim Steelers zum Deggendorfer SC. − Foto: imago


Lange hat sich der Deggendorfer SC bei der Suche nach der letzten offenen Position Zeit gelassen, auch einige Absagen mussten die Verantwortlichen einstecken. Nun konnte die Lücke des Mittelstürmers in der 1. Reihe geschlossen werden – und die Verpflichtung kann sich durchaus sehen lassen: Von DEL2-Meister Bietigheim Steelers und als zweifacher "Spieler des Jahres" der Liga prämiert wechselt Justin Kelly (37) nach Deggendorf.

Die weiteren Auszeichnungen des Kanadiers: Drei Mal Topscorer, zwei Mal Center des Jahres, einmal Stürmer der Saison sowie bester Playoff-Scorer der DEL2-Geschichte.

Kelly, Mittelstürmer und Rechtsschütze, kann über 350 DEL2-Spiele in Bietigheim und Ravensburg vorweisen, dazu zwei Jahre in der DEL (Krefeld, Düsseldorf) sowie Schweiz-, Österreich- und Italien-Erfahrung. Kurzum: Ein echter Routinier, der als Spieler mit einer überragenden Technik und Übersicht gilt.

Dass sich ein Mann mit einer solchen Vita ausgerechnet für den Aufsteiger Deggendorfer SC entschieden hat, ist auch einem Umstand zu verdanken: Letzte Saison verpasste Kelly aufgrund einer Knieverletzung einen Großteil der Saison. Erst im Februar konnte der Kanadier wieder eingreifen, und schlug ein, als wäre er nie weg gewesen. Gerade in den Playoffs sorgte Kelly für Furore und erzielte 23 Punkte in 16 Spielen. Am Ende stand die Meisterschaft zu Buche.

Auch in der Saison zuvor verpasste Kelly den Großteil der Saison, er zog sich in den Playoffs 2015/16 seine zweite Gehirnerschütterung zu und musste knapp 300 Tage pausieren. Beide Gehirnerschütterungen resultierten aus gezielten Attacken seiner Gegenspieler.

Doch das alles ist Vergangenheit. Justin Kelly ist topfit und freut sich auf die neue Aufgabe in Deggendorf. "Das Feedback von Justin war durchweg positiv", berichtet DSC-Trainer John Sicinski aus seiner Heimat Kanada, in der der Coach noch bis 14. August weilt: "Wir sind sehr froh, dass er sich für uns entschieden hat. Er weiß, dass es eine sehr schwere Saison wird. Aber er will diese Herausforderung mit uns mitgehen. Er will seine Erfahrung an die jungen Spieler weitergeben."

Zu den Verletzungen weiß Sicinski, dass "diese nach meinen Informationen einfach unglücklich waren, er ist keinesfalls verletzungsanfällig. Justin ist ein Vollprofi durch und durch, er passt auf seinen Körper auf." Das spiegelt sich insbesondere darin wieder, dass er keine Verletzungen hatte, die auf schlechtes Training schließen lassen, beispielsweise muskuläre Probleme. "Wenn er fit bleibt, wird er für uns eine riesen Verstärkung", ist sich Sicinski sicher.

Mit der Verpflichtung von Justin Kelly ist die Kaderplanung abgeschlossen. Zwei Torhüter, acht Verteidiger und zwölf Stürmer umfasst das Deggendorfer Aufgebot. In der DEL2 sind allerdings nur 17 Spieler über 24 Jahre zugelassen, davon hat der DSC einen zu viel. Für Sicinski ist das nicht unbedingt ein Nachteil: "Einer muss immer draußen sitzen, aber ich sehe das nicht als Problem. So gibt es immer einen Konkurrenzkampf, und verletzte Spieler wird es immer mal geben."

Rechtzeitig vor dem Trainingsstart am 15. August kann Sicinski also auf einen vollständigen Kader zählen. Alle Spieler werden rechtzeitig in Deggendorf erwartet, so dass ab der ersten Einheit alle Spieler an Bord sind.

DER KADER Tor: Cody Brenner, Björn Linda
Verteidigung: Andreas Gawlik, Milos Vavrusa, Jan-Ferdinand Stern, Marius Wiederer, Nico Wolfgramm, Christopher Kasten, Alex Roach, Mathias Müller, Mathias Sagerer.
Sturm: Josh Brittain, Justin Kelly, Christoph Gawlik, Kyle Gibbons, Curtis Leinweber, Andrew Schembri, René Röthke, Dimitrij Litesov, Alexander Janzen, Sergej Janzen, Christoph Kiefersauer, Robin Deuschl, Samuel Senft, Johannes Brunner, David Seidl.












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