Wertung für die Gäste

Weil die Gemeinde das Licht ausknipst: Kurioser Spielabbruch bei Tischtennis-Match in Triftern

23.01.2023 | Stand 23.01.2023, 16:50 Uhr
Michael Scherer

−Foto: Symbolbild imago images

Mit Strom-Ausfällen ist es so eine Sache: Mal ist es ein Kurzschluss, mal fliegt der FI-Schalter aus unbekanntem Grund heraus – und in den allermeisten Fällen lässt sich die Ursache beheben. Völlig anders liegt die Sache aber im Falle der Tischtennis-Spieler des TSV Triftern: Die 1. Mannschaft stand am Samstagabend in einer stockfinsteren Halle, weil die Gemeinde den Saft pünktlich um 22.30 Uhr abschaltete, die TT-Abteilung darüber aber nicht informiert wurde.

Zugegeben, an einem Samstag um 19.30 Uhr mit einem Tischtennis-Match in der Bezirksliga zu beginnen, ist nicht gerade Standard. Zumal die TSV-Cracks bei ihren bisherigen Saisonspielen an Samstagen stets um 18.30 Uhr an die Platten gingen. Doch gegen die SVG Ruhstorf nahmen die Akteure die Schläger erst 60 Minuten später als sonst üblich in die Hand.

Und dann ging‘s auch noch hoch her: Zwei der drei Anfangsdoppel wurden erst im 4. Satz entschieden und von den folgenden sieben Einzeln gingen ein Match in den 4. und sogar vier Spiele in den fünften Satz – das dauert.

Die Gastgeber führten so 7:5, als sich die Trifterner Mensur Bektasevic und André Heerd anschickten, gegen Carlo Naumann und Andreas Gaisbauer die entscheidenden Punkte zum Sieg holen zu wollen – doch dann ging nix mehr. Licht aus, kein Spot an, alle Tischtennis-Spieler standen im Dunkeln. „Die Gemeinde Triftern hat als Eigentümer der Halle eine automatische Abschaltung um 22.30 Uhr eingestellt, ohne die TT-Abteilung des TSV zu informieren“, klärte Egon Reiter vom TSV Triftern auf. Mit einer fatalen Folge: Gemäß Wettspielordnung müssen die restlichen vier Spiele kampflos für die Gäste aus Ruhstorf gewertet werden, so dass am Ende für den TSV Triftern eine völlig unverschuldete 7:9-Niederlage zu Buche steht. Zum Glück wird‘s für den TSV in der Bezirksliga nicht „dunkel“, die Rottaler stehen nach dieser Niederlage auf Rang 5 – ein kleines Licht im Dunkeln.