„Die positiven Dinge nehmen wir mit“
Obinger Markus Reiterberger und BMW-Langstrecken-Team scheiden nach anfänglicher Führung aus

12.06.2024 | Stand 12.06.2024, 15:50 Uhr |

Da sah es noch gut aus: In Spa lagen Markus Reiterberger (Nummer 37) und das BMW-Langstrecken-Team lange Zeit im Vorderfeld, ehe das vorzeitige Aus erfolgte. − Foto: BMW Motorrad Motorsport

Motorradrennfahrer Markus Reiterberger und das BMW Motorrad World Endurance Team haben auf der Ardennen-Achterbahn in Spa-Francorchamps (Belgien) eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Zusammen mit seinen Teamkollegen Sylvain Guintoli und Ilya Mikhalchik kämpfte der Obinger mit der BMW M 1000 RR aussichtsreich ums Podest. Doch nach vier – von insgesamt acht – Rennstunden musste das Team vorzeitig aufgeben. Das Rennen in Belgien markierte die zweite Runde der FIM Endurance World Championship 2024 (FIM EWC). Beim Saisonauftakt in Le Mans im April hatte das BMW-Team den zweiten Platz belegt.

Von Startplatz 4 stürmte Reiterberger gleich in den ersten Kurven an die Spitze. In den folgenden Stunden fuhren er, Guintoli und Mikhalchik mit der Startnummer 37 konstant in der Führungsgruppe. Doch in der vierten Rennstunde erfolgte der Rückschlag. Guintoli verlor auf Rang 3 liegend aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über das Motorrad und kam zu Sturz. Der Franzose konnte zur Box zurückfahren, und das Team gab alles, um die Maschine im Rennen zu halten. Tatsächlich konnte Guintoli wieder auf die Strecke gehen, da jedoch Öl austrat, kam er noch zweimal zur Box. Schließlich entschied das Team, das Motorrad aus Sicherheitsgründen abzustellen. Die dritte Runde der FIM EWC 2024, das 8-Stunden-Rennen im japanischen Suzuka, wird am 21. Juli ausgetragen.

Bei Reiterberger herrschten anschließend gemischte Gefühle: „Der Start ins Rennen war wirklich gut, ich konnte in den ersten Runden richtig pushen. Das Bike war gut, und ich war in der Führungsgruppe. Leider kam das vorzeitige Aus. Das war sehr schade, denn ich denke, das Podium wäre auf alle Fälle drin gewesen“, bedauerte er. „Aber es ist, wie es ist. Wir gewinnen und verlieren zusammen als Team.“ Mut macht ihm: „Wir waren das ganze Wochenende über schlagkräftig, waren immer gut dabei. Wir haben ein klasse Teamwork an den Tag gelegt, und die positiven Dinge nehmen wir mit.“

Sieger des Acht-Stunden-Rennens in Belgien wurde das Team Yart Yamaha, das insgesamt 35 Punkte einheimste. Dahinter folgten Yoshimura Sert Motul (Suzuki/27) sowie die drei Honda-Teams Tati Team Beringer Racing (21), TSR France (21) und Honda Viltais Racing (20). Das BMW-Team sammelte für den 4. Platz im Qualifying zwei Punkte. In der WM-Gesamtwertung führt Yoshimura Sert Motul mit 88 Punkten noch um einen Zähler vor Spa-Sieger Yart Yamaha (87). Zum Rest des Feldes gibt’s bereits einen größeren Abstand. Knapp hinter dem Tati Team Beringer (Honda/54) folgt das BMW-Team (53), Fünfter ist das Team Bolliger Switzerland (Kawasaki/43).

− red/who