Jubel im Ziel auf der Kurzdistanz
Viktoria Fürst feiert ersten Triathlon-Sieg: Pemflingerin gewinnt in Obernzenn

13.06.2024 | Stand 13.06.2024, 14:30 Uhr |
Thomas Mühlbauer

Jubelnd im Ziel: Viktoria Fürst Foto: Werner Schmidt

Viele Sportler sind dafür bekannt, ihre Wettkampfsaison fast minutiös zu planen und das tägliche Training danach auszurichten. Genauso ist es auch bei Viktoria Fürst aus Pemfling. Nach ihrem ersten Start im Mai in Jesolo, wäre nun der Audi-Triathlon in Ingolstadt angestanden, bei dem zugleich die Bayerischen Meisterschaften ausgetragen werden sollte.

Doch das starke Hochwasser der Donau ließ in Oberbayern keine Austragung zu. Noch am Sonntag standen Teile der Wettkampfstrecke unter Wasser. Als neuer Wettkampftermin ist nun der Sonntag, 22. September, geplant.

So stand Viktoria Fürst, die ursprünglich in Ingolstadt starten wollte, vor der Frage: Entweder einen alternativen Wettkampf suchen oder die Füße hochlegen?

Fürst, die für den ASV Cham startet und eine Profilizenz ihr eigen nennt, entschied sich für Ersteres. Sie wollte ihre Form überprüfen und meldete kurzerhand bei einem Triathlon in Mittelfranken für die Kurzdistanz. „Ich bin bei meiner Suche auf Obernzenn gestoßen und es waren zum Glück noch Plätze frei“, berichtete Fürst unserer Zeitung.

Insgesamt waren auf dem Rundkurs 700 Höhenmeter zurückzulegen. Auf Fürst warteten 1,5 Kilometer Schwimmen, 38,5 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen.

Und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen, denn am Ende erreichte sie nach 2:24:00 Stunden das Ziel – gleichbedeutend mit dem ersten Platz bei den Frauen, im Gesamtranking waren 22 Männer schneller als die Pemflingerin. „Ich bin mehr als zufrieden, es ist super gelaufen“, sagte Fürst der Sport-Redaktion.

Nachdem die Sportlerin niemanden von ihrem Start erzählt hatte, war es etwas entspannter: „Wir sind am Sonntag in der früh angereist und ich habe mich top gefühlt. Zudem wusste keiner, dass ich hier starte und so konnte ich mich nur auf mich konzentrieren. Das war ein etwas anderes Gefühl. Auch schon in der Vorbereitung darauf.“

Und nachdem sie in Jesolo einen Fehler bei der Startposition begangen hatte, machte sie es diesmal viel besser. Beim Schwimmstart stand sie mit in der ersten Reihe. Wie wertvoll das war, beschrieb Fürst hinterher: „Ich bin richtig gut mitgeschwommen und kam so als zweite Frau nach 26:23 Minuten aus dem Wasser.“ Auf der Radstrecke spielte sie dann ihre große Stärke aus. Für die 38,5Kilometer benötigte sie 1:10 Stunden. Der Rundkurs, der sieben Mal absolviert werden musste, verlange der Oberpfälzerin alles ab: „Die Strecke war schon anspruchsvoll mit ihren Anstiegen und den zahlreichen Kurven.“

Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 32,8 km/h unterstrich Viktoria Fürst aber ihre gute Form. Beim Wechsel vom Rad auf die Laufstrecke – nun als Gesamtführende – klappte ebenfalls alles perfekt. Für die abschließenden zehn Kilometer benötigte Fürst 46:42 Minuten. Die Strecke führte dabei teilweise auch über Schotter und es gab immer wieder Bodenunebenheiten, die Fürst umkurven musste. Am Ende wollte es die Pemflingerin noch einmal richtig wissen: „Ich habe in der Schlussphase noch einmal alles rausgeholt und bin dann wirklich mit meinem Maximalpuls gelaufen.“ Als Erste überquerte sie die Ziellinie und feierte damit auch ihren ersten Erfolg als Profitriathletin. Doch Fürst weiß den Erfolg gut einzuordnen: „Das war ein schönes Gefühl, ich bin froh, dass alles so gut geklappt hat. Meine Leistung wird immer besser und die Saison ist noch lange.“

Insgesamt starteten in Obernzenn 62 Männer und 15 Frauen. Die ersten drei Frauen. 1. Viktoria Fürst (ASV Cham) 2:24 Stunden; 2. Theresa Griesbach (La Carrera TriTeam Rothsee) 2:27:42 Stunden, 3. Christina Müller (Powerbärs Rednitz Hembach) 2:34:19.