Marathon
TV Burglengenfeld: Hille schrammt in Hamburg hauchdünn an seiner Bestzeit vorbei

02.07.2024 | Stand 02.07.2024, 6:30 Uhr |

Erik Hille finishte beim Halbmarathon in Hamburg als drittbester Deutscher. Foto: Pretzl

Beim 30.Hamburger Halbmarathon zeigte sich der Nabburger Erik Hille – startend für den TV Burglengenfeld – in starker Form und stürmte als Drittbester Deutscher mit einer Zeit von 1.06.12 Stunden ins Ziel.

Hilles Vorbereitung auf die Herbstsaison läuft nach Plan, sein lädiertes Knie vom Wien-Marathon brachte er durch gezieltes Krafttraining wieder ins Lot . Praktisch frisch vom Trainingslager in St. Moritz, wo er in drei Wochen harter Arbeit je Woche 200 Kilometer und rund 2000 Höhenmeter herunterspulte, nahm er den Hamburger Halbmarathon in Angriff. Anklingen ließ der TV-Athlet seine aufstrebende Form bereits beim Schwandorfer Landkreislauf, bei dem er auf der zweiten Etappe mit einem Schnitt von 3.05 min/km der Konkurrenz die Grenzen aufzeigte. Dass Hille zu den besten Langstreckenläufern Deutschlands zählt, zeigte er nun in der Hansestadt.

Mit über 4000 Teilnehmern und gespickt mit zahlreichen Kenianischen Profiläufern war das Feld stark besetzt. Gleich nach dem Start reihte sich Hille in der Spitzengruppe ein, doch bereits nach dem ersten Kilometer musste er die Kenianische Läufergarde ziehen lassen. Dahinter gab es allerdings keine Gruppe mehr und so musste der in Nabburg beheimatete Spitzenläufer die restlichen 20 Kilometer im Alleingang herunterackern.

Dafür konnte er sein persönliches Rennen voll durchziehen. Fast perfekt war die Temperatur um die 20 Grad und ohne Sonne, nur die 97 Prozent Luftfeuchtigkeit waren etwas kräftezehrend. Seine 5-Kilometer-Durchgangszeiten mit 15:29/15:26/15:52 und 15:53 Minuten waren entsprechen der Streckenführung, die mit mehr als 100 Höhenmetern fordernd war, fast konstant.

Nichtsdestotrotz lieferte Hille ein starkes Rennen ab und stürmte als drittbester Deutscher nach 1.06.14 Stunden ins Ziel. Damit lag er nur knapp über seiner Bestzeit von 1.04.28 Stunden. Im Gesamtfeld bedeute das Rang 14 im hochklassigen Läuferfeld, zudem durfte er sich über Silber in der M35 freuen. Zufrieden resümierte Hille: „Es war ein richtig guter Formcheck nach dem extrem kilometerintensiven Trainingslager in St. Moritz.“ Seine nächsten Ziele hat er bereits ins Auge gefasst: So geht Hille am 27. Juli in Berlin beim „10K-Citynightrun Berlin“, dem Halbmarathon bei „Kärnten läuft“ am 25. August und beim Jungfrauenmarathon mit 2000 Höhenmetern am 7. September an den Start. Dazwischen wird er sich noch bei einem zweiten Trainingslager in St. Moritz die nötige Fitness holen.

bpf