2. Handball-Bundesliga der Frauen
Nicht der Tag der Bunkerladies: ESV 1927 Regensburg verliert in Leipzig

12.05.2024 | Stand 12.05.2024, 22:09 Uhr |
Gerd Winkler

Alle Ansagen von Coach Bernhard Goldbach halfen am Ende nichts. das Spiel in Leipzig ging verloren. Foto: Brüssel

Aller guten Dinge sind drei ist es in Sachen HC Leipzig für die Handballfrauen von Zweitligist ESV 1927 Regensburg nicht geworden. Im November 2021 entführten die Bunkerladies in ihrer Premierensaison im Unterhaus mit einem 35:30 die Punkte aus Sachsen, ein Jahr später im Dezember neuerlich mit einem 29:26 – am Sonntagnachmittag musste sich die Mannschaft von Trainer Bernhard Goldbach erstmals in der Sporthalle Brüderstaße beugen. Vor 425 Zuschauern mit 25:33 (11:18).

Nach zuvor fünf ungeschlagenen Spielen sind die Oberpfälzerinnen von Platz drei auf Rang fünf abgerutscht. Einen Zähler hinter Leipzig und Nürtingen, die punktgleich sind. Zum Heimausklang 2023/24 bekommt der Anhang am Samstag den frischgebackenen Zweitliga-Meister Frisch Auf Göppingen zu sehen. Vorige Saison hatte der ESV den Schwaben mit zwei Siegen letztlich den Gang in die Bundesliga vermiest.

In Leipzig war die Startsechs identisch mit der eine Woche zuvor beim 36:32-Erfolg in Harrislee: Unter anderem mit Franzi Peter und Carolin Hübner auf den Halbpositionen sowie auf Rückraum Mitte Lisa Fuchs. Die Ballverteilerin erzielte den ersten Treffer der Partie, es war zugleich die einzige Führung der Bunkerladies. Von nun an legten die Sachsen vor, durch das Tor von Franzi Peter zum 5:5 (12.) konnten die Gäste letztmals egalisieren. Zwischenzeitlich hatte der ESV zwei Zeitstrafen (6.) binnen 27 Sekunden für Marleen Kadenbach und Fuchs schadlos überstanden.

Eine Schlüsselszene ereignete sich in der 21. Minute: Eine Leipzigerin traf den Kopf von Steffi Lukau so heftig, dass die bis dahin starke Torfrau mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausschied (20.). Die Aktion wurde jedoch nicht sanktioniert, stattdessen musste Kadenbach wegen eines vermeintlichen Fouls für zwei Minuten die Platte verlassen.

In den Minuten vor und nach der Halbzeit nahm die Niederlage Formen an. Zunächst ging ein Überzahlspiel mit 1:2 zum 10:16 (29.) verloren, zwei Ballgeschenke münzte Leipzig zum Pausenstand von 18:11 um. In den fünf Minuten nach dem Seitenwechsel blieb die Partie torlos, ehe der deutsche Rekordmeister auf 22:12 (37.) davonzog. Die Entscheidung war gefallen.

„Heute ist so rein gar nix für uns, sondern gefühlt alles gegen uns gelaufen“, bedauerte der sportlich Leiter Robert Torunsky das Zustandekommen der siebten Niederlage in der Fremde. „Das hat sich schon irgendwie beim Aufwärmen abgezeichnet, als Theresa Lettl einen Kopftreffer gekriegt hat.“ Die Abpraller seien beim Gegner gelandet und alle 50/50-Entscheidungen zugunsten von Leipzig ausgefallen. Überdies hätten die Leistungsträger ihr gewohntes Niveau nicht erreicht, durch das Kollektiv sei das nicht aufzufangen gewesen.

owi