Schwimmen
Nach Erfolgen bei „Süddeutscher“ fahren drei SCS-Schwimmer nach Berlin

22.05.2024 | Stand 22.05.2024, 13:00 Uhr

Erstmals geht ein Süddeutscher Meistertitel an den Schwimmclub Schwandorf: Heike Lanzl siegt bei den Meisterschaften über ihre Paradestrecke 50 m Rücken, Aleksei Malikoski holt Bronze über 50 m Schmetterling. Foto: Simone Aschenbrenner

Am 22. Mai starten in Berlin die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften, für die sich erstmals Schwimmer des SC Schwandorf qualifiziert haben. Den letzten Grundstein dazu legten sie bei den 72. Süddeutschen Meisterschaften der Offenen Klasse und den Jahrgangsmeisterschaften 2005 bis 2011.

Im Sportbad in Ingolstadt gingen rund 1000 Schwimmer aus Bayern, Baden-Württemberg, dem Saarland, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen an den Start. Nach neun Jahren – 2015 hatte sich Johannes Hauser über 50 m Brust als bislang einziger Schwimmer vom SC Schwandorf qualifiziert – schafften es mit Helena Gäntzle (50, 100 und 200 m Freistil), Heike Lanzl (50 m Rücken, 50 m Freistil), Aleksei Malikoski (50 m Schmetterling, 50 m Freistil, 100 m Freistil) und Anna Schwöd (50 m Brust) sowie Emma Knerer und Pauline Heimrath (beide komplettierten die Staffel über 4 x 200 m Freistil) gleich sechs Schwimmer zu den „Süddeutschen“: schon das ein neuer Meilenstein in der SCS-Erfolgsgeschichte,

Gleich zum Auftakt gelang dem Schwimmclub Schwandorf in Person von Heike Lanzl der nächste große Paukenschlag. Wie vor dem Wettkampf von ihrem Trainer Tobias Schwendner ausgemalt, „wiederholte“ sie ihren Erfolg von Juli, als sie auf der gleichen Strecke im gleichen Schwimmbad auf der gleichen Bahn ebenfalls mit der viertschnellsten Meldezeit vom Start weg einen Vorsprung herausschwamm und diesen bis zum Ende nicht mehr abgab, womit sie Bayerische Jahrgangsmeisterin geworden war. Nur sollte der Erfolg diesmal eine Hausnummer größer sein, da es gegen die schnellsten Schwimmerinnen aus ganz Süddeutschland ging, wodurch sie sich auf ihrer Paradestrecke zur Süddeutschen Jahrgangsmeisterin krönte. Mit ihrer neuen Bestzeit von 32,16 Sekunden schwamm sie zudem neuen Vereinsrekord und war um fast 1,5 Sekunden schneller als noch im Juli an gleicher Stelle.

Auch Aleksei Malikoski konnte bei den Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften seinen Erfolg von der „Bayerischen“ wiederholen. Auf seiner Hauptstrecke 50 m Schmetterling schwamm das Sprint-Ass in persönlicher Bestzeit und mit neuem Vereinsrekord von 27,78 Sekunden genau wie schon im Juli auf Platz drei und durfte sich über die Bronzemedaille im Jahrgang 2009 freuen.

Einen richtig guten Eindruck hinterließen auch die Kraul-Spezialistin Helena Gäntzle und die Brust-Spezialistin Anna Schwöd bei ihren Starts, wobei sie jeweils auf Bestzeit-Niveau unterwegs waren und sich gegen die hochkarätige Konkurrenz mehr als ordentlich behaupteten. Allein die Qualifikation war für beide ein riesiger Erfolg und die Belohnung für die aufopferungsvolle Trainingsarbeit mit bis zu sieben Einheiten pro Woche.

Über 4 x 200 m Freistil schickte der Schwimmclub mit Anna Schwöd, Pauline Heimrath, Emma Knerer und Helena Gäntzle eine fulminante Staffel an den Start. In 9:49,63 Minuten blieben die Mädels über zehn Sekunden unter der erforderlichen Quali-Zeit und stellten mit dieser Zeit einen neuen Vereinsrekord auf. Hervorzuheben ist die Durchgangszeit von Pauline Heimrath, die in 2:25,33 Minuten klar schneller unterwegs war als ihre bestehende Einzel-Bestmarke.

Mit der „Süddeutschen“ endete auch der Zeitraum, in dem man sich für die gestern beginnenden Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin qualifizieren konnte. Ausschlaggebend dafür war, einen Platz in der DSV-Bestenliste zu belegen, der für die Teilnahme an den Deutschen berechtigt – je nach Jahrgang und Wettkampfstrecke muss man in den Top 10 bis Top 35 sein. Nach Auswertung der letzten Wettkämpfe stand fest, dass der Schwimmclub Schwandorf erstmalig in seiner zehnjährigen Vereinsgeschichte an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften teilnehmen wird. Mit Heike Lanzl (50 und 100 m Rücken), Aleksei Malikoski (50 m Schmetterling) und Anna Schwöd (100 und 200 m Brust) lösten gleich drei Aktive ihr Ticket nach Berlin.