Relegations-Schlamassel
Liga-Zugehörigkeit der SG Regensburg II-Handballer bleibt weiter vage – Kritik am BHV

01.06.2024 | Stand 01.06.2024, 13:36 Uhr |

SG-Vorständin Kerstin Riedmüller kritisiert die Kommunikation des BHV. Foto: Verein

Die künftige Ligen-Zugehörigkeit von den Handballern der SG Regensburg II zieht sich wohl hin.

SG-Vorständin Kerstin Riedmüller klagt: „Die Dauer bis das entschieden ist, bringt uns an die Belastungsgrenze.“ Sollte die Relegation neu angesetzt werden, stünde die komplette Mannschaft nicht mehr zur Verfügung. Kürzlich hat sich ein Trio dem Lokalrivalen ESV 1927 angeschlossen. Außerdem sei nach dem Rücktritt von Coach Heiligtag die Suche für den Nachfolger blockiert. Potenzielle Kandidaten würden nur eine Landesliga-Mannschaft trainieren wollen, zudem könnten sich manche Spieler womöglich ebenfalls nicht mit der Bezirksoberliga anfreunden und wechseln. Gleichzeitig kritisiert Riedmüller die Kommunikation des Bayerischen Handballverbands (BHV): „Die erste Entscheidung haben wir aus der Bild-Zeitung erfahren!“ Doch was war passiert?

Siebenmeter-Werfen statt Auswärtstrorregel



Eigentlich wäre der Unterbau der Bayernliga-Adler Anfang Mai abgestiegen: In der Relegation gegen den FC Bayern München zog die Mannschaft nach der 26:35-Heimniederlage und dem 31:26-Auswärtsieg den Kürzeren. Die Oberbayern hatten zuvor zwei Entscheidungsspiele innerhalb der Südstaffel gegen den punktgleichen TSV Niederraunau bestritten. Der FC Bayern hatte das Heimspiel mit 30:24 gewonnen, im Rückspiel stand es nach 60 Minuten 39:33. Den Regularien zufolge geben die auswärts mehr erzielten Treffer den Ausschlag. Nun kam es zu einer folgenschwere Panne: Ein eigens vom BHV eingesetzter Funktionär war sich dem nicht bewusst und setzte ein Siebenmeter-Werfen an, das Niederraunau für sich entschieden hat, die sich damit in der Relegation gegen die SG Regensburg II wähnten.

Niederraunauer Einspruch hat Erfolg



Der Verband entschied jedoch das Siebenmeter-Werfen nicht zu werten und winkte die Münchner durch. Niederraunau legte daraufhin erfolgreich Einspruch beim Bezirkssportgericht ein, den nun das Verbandssportgericht kassierte. Unterdessen hatte sich die SG die Hoffnung gemacht, dass der Verband alle drei Vereine in der Landesliga spielen lässt. Womöglich geht jetzt Niederraunau in die nächste Instanz.

owi