Passauer strampelt in Italien
„Neidfaktor geringer“ als daheim: Darum bestreitet André Reinlein lieber internationale Radrennen

04.06.2024 | Stand 04.06.2024, 10:45 Uhr |

Mit 31 Minuten Rückstand auf den Tagessieger erreichte André Reinlein im Fassatal das Ziel. − F.: Privat

Langsam beginnt die heiße Phase der Saison für die Radsportler des RSV Passau: Die Rennen werden länger, die Berge höher. André Reinlein konnte nun mit Platz 36 (529 Finishern) beim exzellent besetzten Marcialonga im Fassatal im Trentino glänzen.

Der Freyunger Mittelschullehrer nutzte die Pfingstferien in erster Linie, um in Italien Trainingskilometer zu sammeln. 900 Kilometer legte der gebürtige Franke im Urlaub zurück, kletterte dabei nach eigenen Angaben Höhenmeter en masse auf zwei Rädern. Dennoch bestritt er am vorletzten Sonntag auch ein Rennen über 135,4 Kilometer, die er in 4:39:25 Stunden zurücklegte und damit das Ziel in Castillir des Bellamonte knapp 31 Minuten nach Tagessieger Manuel Senni (Italien) erreichte. „Internationale Rennen motivieren mich einfach am meisten. So schön es hier in Bayern ist, die Italiener und auch die Österreicher leben den Radsport noch einmal anders und das Niveau ist gerade im Rennradbereich um einiges höher, gerade was Gran Fondos angeht. Auch ist das Miteinander teilweise angenehmer,, weil der Neidfaktor geringer ist“, kommentiert Reinlein.

Als nächstes stehen für ihn vier harte Wochen auf dem Programm, denn mit dem RadRace120, einem Teamwettbewerb über zwei Tage sowie die zwei Alpenklassiker DreiländerGiro sowie dem Maratona dles Dolomites hat der Athlet des RSV Passau drei richtige Brocken aus dem Weg zu räumen.

Allerdings geht Reinlein gut vorbereitet in diese heiße Phase, wie er im Fassatal bestätigte. So führte er die zweite Gruppe über den Passo Costalunga, den ersten Anstieg des Tages und verbesserte seine Leistung auch am schwersten Anstieg, der Alpe di Pampeago. Erst am Passo Valles musste Reinlein drei Viertel seiner Gruppe ziehen lassen, um den eigenen Rhythmus weiter fahren zu können. Die höchste Stelle überquerte er dennoch um fast zwei Minuten schneller als im Vorjahr. „Ein gutes Zeichen für die Form, wenn man sich mies fühlt und trotzdem schneller ist“, stellt er schmunzelnd fest. Dass er im Laufe des Rennens aus den Top25 gefallen ist, war absehbar: „Mir war klar, dass die Kräfte beziehungsweise meine Kohlenhydratspeicher sich dem Ende neigen würden. Ich war nicht zu schnell unterwegs, es waren einfach die Strapazen der Woche“, blickt Reinlein zurück.

In seiner Altersklasse belegte Reinlein den zwölften Platz.

− red