7,89 Meter reichen nicht
„Krasses Niveau“: Bitterer EM-Abend für Weitspringer Maximilian Entholzner – sechs Zentimeter fehlen zum Finale

09.06.2024 | Stand 09.06.2024, 12:51 Uhr |

„Krasses Niveau“ in Rom: Starke 7,89 Metern reichten Maximilian Entholzner nicht zum Einzug ins Finale. − Foto: imago images

Nach seinem zweiten Versuch in der Qualifikation stand Maximilian Entholzner mit einem Bein im Finale der Leichtathletik-Europameisterschaften in Rom. Mit 7,89 Metern lag der Weitspringer aus Kößlarn (Landkreis Passau) unter den zwölf besten europäischen Springern – doch am Ende sollten doch ein paar Zentimeter fehlen.

Bei den letzten beiden Titelkämpfen reichte Entholzners Weite problemlos für das Finale. In Berlin genügten 7,67, in München 7,76 Meter. Sogar bei der Olympiade in Tokio war man mit „nur“ 7,96 Metern im Finale. In Rom öffneten nach dem dritten und letzten Durchgang erst 7,95 Meter das Tor zum großen Showdown. Maximilian Entholzner landete mit 7,89 Metern auf dem 16. Platz, verfehlte das kleine Finale um sechs Zentimeter.

„Natürlich ist das bitter“, haderte der gebürtige Kößlarner (LG Stadtwerke München, bis 2023 LAC Passau) mit dem „krassen Niveau“ in Rom. „Ich mache mir jedoch keine Vorwürfe, ich bin gut gesprungen, habe leider das Brett nicht optimal getroffen“. Im ersten Versuch (7,76 m) musste er deutlich das Tempo raus nehmen, nachdem er eine Anlaufmarke um zwei Fuß überlaufen hatte. Im zweiten Durchgang „verschenkte“ der dreifache deutsche Meister 17 Zentimeter am Brett, ähnlich beim letzten Satz auf 7,75 Meter (-1,2 m/s). Direkt qualifizierten sich in Rom neun Athleten mit Sprüngen über die Acht-Meter-Marke für das Finale. Darunter auch die zwei weiteren deutschen Starter. Luka Herden (LG Brillux Münster) setzte mit 8,08 Metern den zweitbesten Sprung seiner Karriere in die Sandgrube. Zittern musste Simon Batz (MTG Mannheim), der in Runde drei die acht Meter (8,03 m) übertraf.

Der Traum von der Teilnahme an den Olympischen Spiele in Paris kann sich Entholzner nicht mehr erfüllen. Dafür wäre zumindest die Teilnahme am EM-Finale notwendig gewesen, um ausreichend Weltranglistenpunkte zu sammeln. Er wird mit seinen Kräften in der weiteren Saison haushalten müssen. In der Qualifikation spürte er wieder seine lädierte Hüfte. Der 29-Jährige konzentriert sich auf die DM Ende Juni in Braunschweig und ein hochwertiges Meeting in Spanien.

− khb