250er-WTA-Turnier in Warschau

Kateryna Baindl nur knapp am Finale vorbei

02.08.2022 | Stand 02.08.2022, 15:03 Uhr

Kateryna Baindl aus Kolbermoor verpasste das Finale in Warschau nur knapp. −Foto: imago images

Tennisspielerin Kateryna Baindl (früher Kozlova) ist beim stark besetzten 250er-WTA-Turnier in Warschau nur knapp am Finale vorbeigeschlittert, der Halbfinaleinzug gehört aber zu ihren größten Erfolgen bislang. Die 28-Jährige Ukrainerin, die in Kolbermoor wohnt, steuert mit dem Ergebnis aber Richtung Top 100 in der Damen-Weltrangliste und bestätigte ihre gute Form der letzten Wochen.

Als Lucky Looser ins 32er-Hauptfeld

Als Nummer 139 im Ranking musste Baindl in die Qualifikation. Hier siegte sie gegen Yuliya Hatouka aus Belarus 6:4, 6:3. Obwohl sie danach das Quali-Finale gegen die Tschechin Jesika Maleckova 7:5, 4:6, 2:6 verlor, kam sie als Lucky Looser ins 32er-Hauptfeld, das von der Weltranglisten-Ersten Iga Swiatek aus Polen angeführt wurde. Baindl spielte jetzt nahezu ihr bestes Tennis und marschierte ins Halbfinale. Sie besiegte in Serie ihre Landsfrau Maryna Zanevska (WTA 99) 6:3, 6:3, die Italienerin Sara Errani (WTA 127) 6:2, 6:0 und im Viertelfinale sensationell auch Petra Martic (WTA 56) 1:6, 6:3, 6:4. Dabei hatte die 31-jährige Kroatin erst in der Woche zuvor das WTA-Turnier in Lausanne gewonnen.

Im Halbfinale scheiterte Baindl an der Rumänin Ana Bogdan (WTA 108) hauchdünn 5:7, 5:7. Die bestritt dann das Finale gegen die Französin Caroline Garcia (WTA 45), die im Viertelfinale die WTA-Erste Swiatek bezwungen hatte. Betreut wurde Baindl in Warschau von ihrem Ehemann Michael Baindl. Die Freude bei Kateryna war riesig: „Endlich kann ich ohne Schmerzen Tennis spielen, das macht Spaß.“ Jetzt geht es erst einmal gemeinsam in den verdienten Urlaub nach Barcelona, immerhin hatte Baindl zuletzt 18 Matches binnen 30 Tagen bestritten. Danach erfolgt die Vorbereitung auf die Hartplatz-Saison in den USA.

− kk


Lesen Sie dazu auch die PNP-Printausgabe vom Mittwoch, 3. August 2022 – unter anderem das Trostberger Tagblatt und den Alt-Neuöttinger Anzeiger.