Spitzenklasse im Speerwerfen
Jetzendorferin Irlinger kehrt mit drei Titeln von den oberbayerischen U18-Meisterschaften zurück

09.06.2024 | Stand 09.06.2024, 15:23 Uhr |
Horst Kramer

Mit ihren Leistungen im Speerwerfen ist Konstanze Irlinger eine heiße Medaillenanwärterin bei den deutschen U18-Meisterschaften Anfang Juli. Foto: Stuffer

In der Leichtathletik sind die Meisterschaftswochen angebrochen. In Rom werden derzeit die Besten Europas gesucht, in Vaterstetten wurden die besten Athletinnen und Athleten Oberbayerns bei den U18-Talenten sowie in der Hauptklasse schon gefunden.

Wieder einmal besonders erfolgreich: Konstanze Irlinger vom TSV Jetzendorf. Die U18-Athletin räumte bei ihren drei Auftritten im Münchner Osten mächtig ab und gewann jedes Mal Gold: Erst um 10.45 Uhr über 100 Meter Hürden, wo sie mit 15,23 Sekunden eine Saisonbestleistung erzielte und mit mehr als sieben Zehntel Vorsprung vor Paula Neumeier (MTV Ingolstadt) die Ziellinie querte. Danach ging es für die Jetzendorferin unmittelbar weiter zur Weitsprung-Sandgrube: Hier reichten ihr zwei gelungene Versuche zum Sieg. Im zweiten Durchgang landete Irlinger bei 5,26 Meter, im vierten bei 5,53 Meter. Beide Male hatte die Jetzendorferin (wie ihre Kameradinnen) mit Gegenwind zu kämpfen. Silber ging mit 5,23 Meter an Emilia Kurz (LAG Mittlere Isar).

Die aktuell beste deutsche U18-Athletin im Speerwerfen

Am Spätnachmittag setzte Irlinger noch einen drauf, als sie die Speerwurf-Konkurrenz klar dominierte: mit Würfen auf 45,50 Meter, 49,95 Meter und 52,22 Meter – die zweitbeste Weite, die heuer eine deutsche U18-Athletin erreicht hat. Nur eine schleuderte das 500-Gramm-Gerät in dieser Sommersaison mit 52,53 Meter etwas weiter: Irlinger selbst bei einem Wettkampf im badischen Offenburg vor vier Wochen. Dort lag sie mit ihrer Siegesweite rund zweieinhalb Meter vor der zweitplatzieten Sophie Philipp vom TSV Bayer Leverkusen. Die Jetzendorferin ist mit ihren Speerwurf-Leistungen eine heiße Medaillenanwärterin für die deutschen U18-Meisterschaften, die vom 5. bis 7. Juli in Mönchengladbach ausgetragen werden. Zuvor stehen noch die bayerischen U18-Meisterschaften (2. bis 3. Juli) in Erding an.

Geisenfelderin Scheffczik gewinnt im Stabhochsprung

Irlinger war nicht die einzige Landkreis-Sportlerin, die mit einem Titel aus Vaterstetten heimkehrte: Emilia Scheffczik vom TSV Geisenfeld gewann den U18-Stabhochsprung mit einer Höhe von 3,20 Meter, die sie im ersten Versuch überquerte – so wie auch alle vorherigen Höhen. Die junge Geisenfelderin zählt eigentlich noch zu den U16-Juniorinnen. Im Gegensatz zur Zweiten, Magdalena Reisinger (TSV Erding), für die bei 3,10 Schluss war.

Lukas Graßl vom TSV Reichertshofen verpasste nur knapp eine Medaille: Beim Diskuswurf-Wettbewerb der Männer schleuderte der U23-Sportler die Zwei-Kilo-Scheibe auf 41,74 Meter und wurde Vierter. Zu Bronze fehlten im nur 1,26 Meter. Der Titel ging an den früheren DLV-Kader-Athlet Christian Zimmermann (Kirchheimer SC) mit 53,73 Meter, der auch das Kugelstoßen mit 18,11 Meter gewann.

Erwähnenswert sind zudem die Leistungen der W40-Sportlerin Stefanie Sindel vom MTV Pfaffenhofen. Die frühere Langdistanz-Spezialistin hat vor rund drei Jahren ihre Liebe zu den Sprint-Wettbewerben entdeckt. In Vaterstetten wurde Sindel Fünfte über 400 Meter in 65,10 Sekunden – eine persönliche Bestzeit – gegen Konkurrentinnen, die alle ein Vierteljahrhundert jünger sind als sie. Über 100 Meter wurde die Pfaffenhofenerin Zweite des B-Finales in 13,97 Sekunden. In den DLV-W40-Bestenlisten rangiert Sindel damit zurzeit über 400 Meter auf Rang drei und über 100 Meter auf Platz zwölf. Die DM-Titel der Masters werden am kommenden Wochenende in Erding ausgetragen. Sindel hat für 100 Meter, 200 Meter und 400 Meter gemeldet.

Mehr als 400 Leichtathletinnen und Leichtathleten nahmen an den bayerischen Meisterschaften in Vaterstetten teil, einschließlich der rund drei Dutzend Gäste aus anderen BLV-Bezirken und Bundesländern.

PK