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Ingolstädter Triathlon fällt ins Wasser: Veranstaltung wegen Überschwemmungen abgesagt

04.06.2024 | Stand 04.06.2024, 16:35 Uhr |

Der Ingolstädter Baggersee (links) ist komplett von der Donau überschwemmt, ebenso der Jugendzeltlagerplatz (oben rechts), der am Renntag die Wechselzone des Triathlons beherbergt. Auf den Beachvolleyballfeldern (vorne) des MTV ist nur Wasserball möglich. Foto: Hauser

Die Laufstrecke größtenteils unter Wasser, auch der Baggersee als Schwimmstrecke ist mit Donauwasser geflutet. Bei den Bildern ist klar, dass an eine Austragung des Ingolstädter Triathlons am kommenden Sonntag nicht zu denken ist.



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Die Organisatoren sagten das regionale Sportgroßereignis mit mehr als 2500 Athletinnen und Athleten am Dienstagmorgen dann auch offiziell ab. Anders als zunächst angenommen und vorhergesagt, stieg die Donau in Ingolstadt auch am Montag und Dienstag weiter kräftig an. In den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages überschritt der Fluss laut Hochwassernachrichtendienst die sechs Meter, am frühen Nachmittag war dann Meldestufe vier (6,20 Meter) erreicht. Neben dem Naherholungsgebiet am Baggersee waren dadurch weitere bewohnte Gebiete betroffen.

Organisatoren danken Hilfskräften in Hochwassergebieten



Die für den Ablauf des Triathlons nötigen Einsatzkräfte und Helfer werden in der Region ohnehin gerade dringend woanders gebraucht. Rennleiter Gerhard Budy weiß das natürlich. Viele aus seinem Team und Unterstützerkreis sind auch privat von den Fluten betroffen. Der Dank gelte allen, „die seit dem Wochenende unermüdlich Tag und Nacht im Einsatz sind“, sagte Budy. „Dieses Engagement verdient größtmöglichen Respekt.“

An einer Absage führte letztlich kein Weg vorbei. „Es war auch keine Option, in diesen Tagen irgendetwas anders, wie einen Bike&Run, zu veranstalten oder örtlich auszuweichen“, sagte Budy im Gespräch. „Das ist nicht mein Ding, das mit Gewalt durchzuziehen.“

Absage wird ausdrücklich gelobt



Die Reaktionen aus der Triathlonszene und seinem Umfeld bestätigen ihn komplett. Auf allen Sozialen Kanälen, auf denen die Absage auftauchte, wurde der Schritt mit Blick auf die Notlage vieler Menschen in der Region ausdrücklich gelobt. Tenor: Alles habe seine Zeit, und jetzt sei nicht die für einen sportlichen Wettkampf im Hochwassergebiet. Neben Zustimmung gab es auch aufmunternde Nachrichten. Das zeige auch „den starken Zusammenhalt in der Triathlon-Community“, findet der Veranstalter.

Als Sportler wisse er aber natürlich auch, dass „nach monatelanger Vorbereitung“ mit Trainingsplan und einem festen Rennkalender durchaus Enttäuschung bei den Teilnehmern herrsche. Immerhin sollte es auf der Mitteldistanz um die bayerische Meisterschaft gehen. In vier Wochen steht der Langdistanzklassiker beim Challenge Roth an, für den der Ingolstädter Triathlon stets eine Bühne für den Formtest einzelner Athleten war. „Aber Sicherheit und Wohl aller Beteiligten haben für uns oberste Priorität“, betont der Rennleiter.

Ausweichtermin soll baldmöglichst verkündet werden



Baldmöglichst möchte Budy verkünden können, wann das Rennen nachgeholt wird. „Es wird auf alle Fälle einen Ausweichtermin noch in diesem Jahr geben“, versichert er. Man sei nach der Absage der Wettbewerbe bereits in weiterem Kontakt mit den Behörden, um das Datum fixieren zu können. „Dazu sind viele Abstimmungen nötig“, sagt Budy und bittet noch um etwas Geduld, bevor der Termin zusammen mit weiteren Informationen bekannt gegeben werden könne. Noch in dieser Woche soll es aber möglich sein.

Fix ist auf alle Fälle schon der Renntag im nächsten Jahr, den sich jeder notieren kann: 1. Juni 2025 – mit Wasser dann hoffentlich nur im Baggersee.

DK