Nach dem Hochwasser
Absagen, aber auch Solidarität von den Nachbarvereinen: So ist die Lage bei den Tennisklubs der Region

07.06.2024 | Stand 07.06.2024, 17:08 Uhr |

Noch Anfang der Woche standen die Plätze beim TC Pfaffenhofen komplett unter Wasser. Foto: TCP

Nach der Pfingstpause geht die Tennissaison an diesem Wochenende weiter. Doch nicht überall in der Region ist nach dem verheerenden Hochwasser der Spielbetrieb tatsächlich möglich. Besonders heftig erwischt hat es den TSV Reichertshofen. Auch beim TC Pfaffenhofen ist an ein Match nicht zu denken.

„Unsere Plätze standen bis Dienstag unter Wasser“, sagt Sabine Nitz. Die TCP-Abteilungsleiterin richtet „einen großen Dank an die vielen Helfer, die in den letzten Tagen den Schlamm abgetragen haben. Das zeigt den tollen Zusammenhalt im Verein.“ Eine externe Firma werde die Plätze an diesem Wochenende inspizieren „und dann sehen wir, was kaputt gegangen ist.“ Wenn alles optimal läuft, hofft sie, die Courts am kommenden Mittwoch wieder freigeben zu können. Die meisten Spiele des TCP am Wochenende können trotzdem stattfinden, da die Pfaffenhofener auf umliegende Anlagen – zum Beispiel in Geisenfeld, Reichertshausen, Scheyern und Paunzhausen – ausweichen können. „Dafür sind wir dankbar“, sagt Nitz. Verschoben wird das Spiel der ersten Mannschaft des TCP (Landesliga 2), denn auch die Plätze beim TC Schrobenhausen sind nicht bespielbar.

Noch schlimmer erwischt hat es den TSV Reichertshofen. „Anfang der Woche stand die Anlage noch einen halben Meter unter Wasser. Das ist zwar mittlerweile weg, aber die Plätze sind total aufgeweicht“, sagt die stellvertretende TSV-Abteilungsleiterin Christina Wanninger. An diesem Wochenende ist beim TSV kein Spiel möglich und auch für das darauffolgende sieht sie schwarz. Wanninger ist aber zuversichtlich, dass die TSV-Teams die Saison zu Ende spielen können, denn wie der Bayerische Tennis-Verband bekannt gibt, können vom Hochwasser betroffene Vereine Heimspiele bis zum 28. Juli nachholen.

„Katastrophal“, nennt Yvo Panak, Mannschaftsführer des Herren-Bayernliga-Teams den Zustand der Plätze bei der MBB SG Manching. Auch wenn ein Auswärtsspiel ansteht: Dass er mit seinen Mannschaftskollegen am Sonntag (10 Uhr) bei ATV Frankonia Nürnberg antreten muss, kann er nicht nachvollziehen, schließlich konnte sich seine Mannschaft praktisch nicht vorbereiten. „Wir hoffen, dass am Tag vor dem Spiel zumindest ein Platz wieder geöffnet werden kann“, erklärt er. Ähnliches gilt für die Zweitliga-Damen des Klubs, die beim TC Luitpoldpark München antreten müssen. Ob und wie es kommende Woche weitergeht, mag Panak nicht vorhersagen.

Obwohl das Rohrbacher Sportzentrum noch bis vor wenigen Tagen unter Wasser stand, kann dort am Wochenende wieder gespielt werden. Bei mehreren Arbeitseinsätzen haben die Rohrbacher in dieser Woche den Schlamm von ihren Courts entfernt. „Drei unserer sieben Plätze sind bespielbar. Von unseren vier Heimspielen können drei stattfinden“, erklärt Abteilungsleiter Patrick Ermert. Er ist optimistisch, dass bis zum kommenden Wochenende wieder alle Plätze verfügbar sind. Einen Dank richtet der TCR-Abteilungsleiter an den TC Geisenfeld, der den Rohrbachern angeboten hat, ihre Heimspiele auf seiner Anlage auszutragen. Im Übrigen muss die Auswärtspartie der Rohrbacher Herren 40 beim TC Allershausen ausfallen, weil dort die Plätze unter Wasser stehen.

enc