Vier Runden vor Vorrunden-Ende

Etappenziel der Ringer ist nah: SV Wacker Burghausen gewinnt beim SC Siegfried Kleinostheim 17:4

22.11.2022 | Stand 22.11.2022, 15:17 Uhr

Seine erste Bundesliga-Saison bestreitet Wackers Magomed Kartojew (rechts) – und wusste auch beim Kampf in Kleinostheim mit einem 1:0-Punktsieg zu überzeugen. −Foto: Zucker

Die Ringer des SV Wacker Burghausen sind in der Bundesliga Ost nicht zu stoppen und feierten beim SC Siegfried Kleinostheim mit einem 17:4 den zehnten Sieg im zehnten Kampf. Damit sind sie vier Runden vor dem Ende der Vorrunde dem Etappenziel, als Tabellenerster in die Play-offs im Januar einzuziehen, einen weiteren Schritt nähergekommen.

Vor rund 500 Zuschauern boten beide Rivalen eine namhafte Staffel auf und reizten das Maximum von 28 Mannschaftspunkten restlos aus. Das Burghauser Trainerteam um Chef Eugen Ponomartschuk nahm einige taktische Umstellungen vor, die allesamt voll aufgingen. So konnten alle knappen Duelle gewonnen werden.

Fabian Schmitt brachte Burghausen mit einem Pflichtsieg gegen Lewin Gündling bereits in der ersten Runde mit 4:0 in Front. Im Schwergewicht musste sich Erik Thiele dem amtierenden EM-Dritten Daniel Ligeti aus Ungarn zwar mit 1:6 geschlagen geben, zeigte jedoch eine starke Vorstellung. Auch in der Gewichtsklasse bis 61 kg war ein Kampf der Extraklasse geboten. Der deutsche Spitzenringer Niklas Stechele musste Wackers amtierendem Europameister Vladimir Egorov knapp mit 1:2 den Vortritt lassen.

Im Halbschwergewicht zeigte Nikolosz Kakhelashvili gegen den ehemaligen Europameister Pascal Eisele, der normalerweise eine Kategorie tiefer antritt, eine konzentrierte Vorstellung und feierte – auch dank des Gewichtsvorteils – einen ungefährdeten 4:0-Punktsieg. Zum Abschluss des ersten Abschnitts konnte Burghausens Neuzugang Christopher Kraemer gegen den WM-Fünften Krisztian Kecskemeti seine ausgezeichnete Form einmal mehr bestätigen und gab dem Spitzenmann aus Ungarn mit 3:1 das Nachsehen.

Geschlaucht vom Gewicht abtrainieren trat Akhmed Magamaev auf Seiten der Gäste bis 86kg gegen Christoph Henn an – und gewann trotz dieses Handicaps mit 6:1. Im freien Stil bis 71 kg wusste der junge Wackerianer Magomed Kartojew, der seine erste Bundesliga-Saison bestreitet, mit einem weiteren beherzten Aufritt gegen den versierten Ilir Sefai zu gefallen. Verdienter Lohn war ein 6:4 nach Punkten. Bis 80kg der Klassiker musste sich U23-Weltmeister Idris Ibaev dem U23-Vizeweltmeister des SC, Alexandrin Gutu, nach drei Durchdrehern in Folge wie schon in der Vorrunde geschlagen geben – diesmal mit 3:7.

− rh

Mehr dazu lesen Sie in der PNP-Printausgabe am 22. November – unter anderem im Burghauser Anzeiger.