1:0 gegen Dänemark

Cool nach Feuer-Schreck: Eishockey-Team mit Riesenschritt Richtung Viertelfinale

19.05.2022 | Stand 18.07.2022, 9:59 Uhr

Er trifft zum Tor des Tages: Marc Michaelis überwindet Dänemarks Goalie Sebastian Dahm zum 1:0. −Foto: Martin Meissner / AP/ dpa

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat den Schreck nach einem Feuer in der „Helsingin Jäähalli“ schnell verarbeitet und das Tor zum Viertelfinale bei der WM in Finnland weit aufgestoßen.

Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm bezwang Dänemark in Helsinki nach 100-minütiger Verspätung mit 1:0 (0:0, 1:0, 0:0). Durch den dritten Sieg in Folge verdrängte Deutschland den Weltranglistenzehnten von Platz drei in der Gruppe A.

„Der Anfang war schwer, aber nach ein, zwei Wechseln ist man wieder drin“, sagte Torschütze Marc Michaelis bei Sport1: „Das war sehr wichtig für den weiteren Turnierverlauf.“

Michaelis (33.) im Powerplay erzielte in der vor der Partie für knapp eineinhalb Stunden geräumten Halle das Tor für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Das DEB-Team, für das es bereits am Freitag (15.20 Uhr/Sport1 und MagentaSport) gegen Italien weiter geht, hatte zuvor 3:2 gegen Frankreich und 2:1 gegen den Olympia-Dritten Slowakei gewonnen und zum Auftakt 3:5 gegen Titelverteidiger und Rekordweltmeister Kanada verloren.

Die deutschen Spieler warteten nach der Räumung, die knapp 35 Minuten vor dem geplanten Spielbeginn stattgefunden hatte, zunächst in voller Ausrüstung und teilweise in Schlittschuhen vor der Halle. Nach einer Stunde durfte die Mannschaft zurück in die Kabine in der anliegenden Trainingshalle.

„Das hat uns mental nicht groß beschäftigt. Es ist aber auch klar, wenn du eine Stunde rumsitzt, dass du nicht die gleiche Vorbereitung hast wie sonst“, sagte Kapitän Moritz Müller bei Sport1: „Aber da musst du Profi sein und dich auf das konzentrieren, was wichtig ist, das Spiel.“ Der Weltverband IIHF bestätigte den Brand, „alle seien in Sicherheit“, es gebe „keine Verletzte“.

− sid