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HEIMATSPORT-JAHRESRÜCKBLICK | 31.12.2021 | 13:45 Uhr

Corona und kein Ende: Wie der Sport 2021 mit Virus leben lernte – und warum die Zukunft trotzdem ungewiss ist

von Michael Duschl,Sebastian Lippert

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Sport unter Auflagen: An gewisse Regeln haben sich Amateursportler wie Zuschauer gewöhnt bzw. gewöhnen müssen. −Foto: Michael Sigl

Sport unter Auflagen: An gewisse Regeln haben sich Amateursportler wie Zuschauer gewöhnt bzw. gewöhnen müssen. −Foto: Michael Sigl

Sport unter Auflagen: An gewisse Regeln haben sich Amateursportler wie Zuschauer gewöhnt bzw. gewöhnen müssen. −Foto: Michael Sigl


Das Jahr 2021 war emotional, manchmal zermürbend, aber vor allem: besonders, auch in sportlicher Hinsicht. In diesen Tag blicken die Passauer Neue Presse und Ihre Heimatausgaben auf die regionalen Sport-Highlights des Jahres zurück. In Serie präsentiert heimatsport.de die Auszüge. Teil 4: Wie Corona das Sportjahr prägte - und wie die Vereine lernten, damit umzugehen.

Unter Hochdruck forscht die weltweite Wissenschaft seit bald zwei Jahren zur Krankheit COVID-19. Entdeckt Mutationen, entwickelt Impfstoffe und Medikamente. Dass Corona auch Sportgeräte infiziert, kann auch ohne wissenschaftlichen Befund ausgeschlossen werden – und doch legte die Pandemie den Sport 2021 monatelang lahm. Erst ab Mai erlaubte die Bayerische Staatsregierung flächendeckend gemeinsamen Sport, das "Wie-früher-Gefühl" stellte sich erst zur zweiten Jahreshälfte ein. Beispielsweise wurde am 23. Juli nach 265 Tagen Zwangspause wieder ein Meisterschaftsspiel im Fußballkreis Niederbayern Ost angepfiffen. Eine Rolle spielten das Coronavirus und die daraus resultierenden Einschränkungen dennoch immer: ein Protokoll zum Jahr 2021, auf das wir alle gern verzichtet hätten.

15. Januar: Die 26 deutschen Eishockey-Oberligisten dürfen trotz Lockdown als Profisportler ohne Zuschauer spielen und vereinbaren, dass eine Quarantäne-Anordnung für eine Mannschaft mit dem vorzeitigen Aus in den Playoffs einher geht. Die Regel kam im März zur Anwendung und bedeutete für den Deggendorfer SC im Viertelfinale das sofortige Saisonende, weil ein Spieler des Kaders positiv auf die britische Mutation des Coronavirus (Delta) getestet wurde.

15. Januar: Während der Busfahrt nach Weiden erfährt ein Spieler der Passau Black Hawks, dass ein Arbeitskollege positiv getestet wurde. Die Hawks reisen zwar nach Weiden, allerdings findet das Spiel nicht statt. Man verständigt sich mit dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) und dem Gegner auf eine Vorsichtsmaßnahme und verlegt das Spiel.

19. Februar: Als dritte Hallensportart ziehen die bayerischen Handballer einen Schlussstrich und beenden die unterbrochene Saison mit sofortiger Wirkung. Zuvor haben bereits der Bayerische Volleyball-Verband (26. Januar) und der Bayerische Tischtennisverband (12. Februar) das vorzeitige Saisonende ausgerufen.

28. Februar: Immer mehr Menschen werden gegen das Coronavirus geimpft, im Breitensport wirkt sich diese Tatsache allerdings im Februar nicht positiv aus. Die Politiker kündigen zwar Lockerungen an, der organisierte Amateursport muss sich allerdings weiterhin gedulden. Wenngleich er viele Unterstützer findet: Knapp 30000 Bayern unterschreiben eine Petition an den Landtag, die die sofortige Öffnung der Sportanlagen fordert. Nur: Die Coronazahlen erlaubten frühestens Mitte März Öffnungen für den Individualsport, kündigt Ministerpräsident Markus Söder am Aschermittwoch (17. Februar) an.

3. März: Vor einem Bund-Länder-Gipfel befragt die PNP Vertreter*innen von sechs Sportarten nach ihren Forderungen an die Politik. Antwort im Einklang: Es brauche endlich eine vernünftige Perspektive. Eine Beschlussvorlage stellt die Rückkehr von Sport in kleinen Gruppen in Aussicht.

20. März: Vorteil Tennis: Als eine der ersten Sportarten arbeitet der Bayerische Tennisverband (BTV) den Fahrplan für die Sommersaison aus und terminiert Spiele. 1625 Teams aus 230 Vereinen wurden für die Anfang Juni beginnende Spielzeit gemeldet.

29. März: 17 bayerische Bayern- und Landesligisten fordern den Bayerischen Fußball-Verband auf, die unterbrochene Saison 19/21 sofort für beendet zu erklären. Tags darauf reagiert der BFV und setzt sich selbst ein Ultimatum: Sollte am 3. Mai bayernweit noch immer kein Mannschaftstraining erlaubt sein, wird erstmals in der Geschichte eine Saison abgebrochen.

28. April: Kinder und Jugendliche unter 14 dürfen wieder auf die Sportanlagen. Unter freiem Himmel ist das Training in Fünfer-Gruppen erlaubt.

18. Mai: Die bayerischen Amateurfußballvereine haben sich eindeutig (71,14 Prozent) für eine Corona-Saison 19/21 mit Absteigern ausgesprochen. Erstmals in der Geschichte des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) wird eine Saison vorzeitig abgebrochen und nach dem neu eingeführten Paragrafen 93 (Quotientenregel) gewertet. Einige Vereine trifft das besonders hart: Quotientenopfer wie der SV Perlesreut (Bezirksliga Ost) rutschen in der Tabelle nach unten und steigen wegen einer schlechteren Punkte/Spiele-Quote ab.

Am 21. Mai endete ein sechsmonatiger Lockdown

21. Mai: Ein mehr als sechs Monate andauernder Lockdown (seit 2. November 2020) endet. Die Bayerische Staatsregierung erlaubt Kontakttraining draußen für maximal 25 Personen gleichzeitig (bei einer 7-Tages-Inzidenz kleiner 100) sowie kontaktfreies Indoor-Training. Zuvor war lediglich kontaktfreies Training zu zweit (100 oder mehr) oder zu fünft (kleiner 100) möglich.

25. Mai: Der Bayerische Football-Verband sagt wie ein Jahr zuvor die Saison ab. Die bisherigen Lockerungen reichten für einen geregelten Spielbetrieb nicht aus. Das "Ei" fliegt im Jahresverlauf nur bei Freundschaftsspielen durch die Luft.

7. Juni: Die Normalität im Amateursport kehrt zurück, weil dieser ab sofort ohne jegliche Gruppenbeschränkung gestattet ist. Heißt: Wettkämpfen und Spielen steht außer den Inzidenz-Schwellenwerten nichts mehr im Weg. Diesen Tag sehnten die Breitensportler lange herbei.

15. Juni: Im Amateurfußball finden die ersten Testspiele statt.

23. Juli: Die Saison im bayerischen Amateurfußball beginnt. Für 1,2 Millionen Kicker in rund 4500 Vereinen rollt der Ball wieder Woche für Woche. Bis weit in den November hinein größtenteils ohne größere Probleme und Ärger.

23. August: Der Klammergriff um den Sport löst sich noch mehr. Sport im Freien wird unabhängig von Inzidenz-Werten. Zuschauer brauchen keinen negativen Test mehr vorzuweisen, mehr als 1500 dürfen sie weiterhin nicht sein. Indoor werden Ungeimpfte und Nicht-Genesene an die Kandare genommen, für Sport in geschlossenen Räumen brauchen sie inzidenzabhängig (35) einen Test.

25. August: Die Spvgg Hacklberg und der SV Schalding-Heining sagen den beliebten Sonnenland-Cup frühzeitig ab. Eine geregelte Austragung sei nicht planbar. Ein erstes Indiz für einen weiteren anstrengenden Winter...

6. Oktober: Das Kabinett beschließt, bei Anwendung einer 3G-Plus-Regel die Sportstätten bis zur Kapazitätsgrenze zu öffnen. Neben Bundesligisten wie dem FC Bayern München zeigen sich auch die größten Eishockey-Klubs des Bezirks offen für die 3G-Lösung.

9. November: Der Freistaat führt die Corona-Ampel ein, vielerorts springt sie auf Rot. Die Folge: Indoorsport nur noch mit 2G und das ab 12 Jahren. Die Regierung bessert nach – übergangsweise werden 17-Jährige und Jüngere zu 2G zugelassen. Der Bayerische Handball-Verband erleichtert Spielverlegungen.

25. November: Bayern schärft nach: Bei einer Inzidenz über 1000 werden Sportstätten für mindestens fünf Tage geschlossen. Stadien von Profivereinen dürfen maximal 25 Prozent ihrer Kapazität ausgelastet werden. Es gilt die 2G-Plus-Regel, innen wie außen, auch für Zuschauer. Der Bayerische Fußball-Verband ruft die Winterpause aus, nicht aber für die Regionalliga, was bei den Vereinen auf heftige Kritik stößt.

30. November: Der Bayerische Fußball-Verband sagt alle Hallenmeisterschaften ab, im zweiten Jahr in Folge.

2. Dezember: Der Bayerische Volleyball-Verband ruft eine Saisonpause aus.

4. Dezember: Fans müssen draußen bleiben: Geisterspiele im Profifußball werden wieder Realität. Kurioserweise gilt das nicht für die Eishockey-Oberliga Süd, weil darin nur bayerische Mannschaften zueinander in Konkurrenz stehen.

16. Dezember: Die Staatsregierung lockert. Outdoorsport findet ab sofort unter 2G statt, ein zusätzlicher Test entfällt. In Innenräumen ersetzt eine Booster-Impfung (ab dem 15. Tag) die Zusatz-Test-Pflicht. Kinder und Jugendliche, die regelmäßig getestet werden, dürfen am Sport teilhaben.

Heute: Wie geht es weiter? Der stetige Fortschritt der Wissenschaft macht Hoffnung auf ein sportlicheres neues Jahr. Allerdings gilt die 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung mindestens bis 15. Januar: Auch 2022 nimmt COVID-19 den Sport wohl an die Kandare.

Lesen Sie hier die bisher erschienenen Teile unseres Jahresrückblicks:
Teil 1: Auf zehn Quadratmetern zum Ironman auf Hawaii: Armin Reifs ungewöhnlicher Weg ins Triathlon-Paradies
Teil 2: Maximilian Entholzner und sein Sprung durch die Schallmauer: Passauer sorgt international für Furore
Teil 3: Der Knall vom 5. März: Wie eine Pressekonferenz des Deggendorfer SC in die Vereinsgeschichte einging












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