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Sie sind Zweitliga-Spitze, aber...  |  20.02.2022  |  12:00 Uhr

Lieber Spaß als Ernst: Dingolfings Überfliegerinnen wollen gar nicht in die erste Liga

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Siegtänzerinnen: Nach dem Erfolg in Bad Soden lassen die TVD-Ladies die Zöpfe fliegen. −Foto: ki

Siegtänzerinnen: Nach dem Erfolg in Bad Soden lassen die TVD-Ladies die Zöpfe fliegen. −Foto: ki

Siegtänzerinnen: Nach dem Erfolg in Bad Soden lassen die TVD-Ladies die Zöpfe fliegen. −Foto: ki


Acht Siege in Folge haben sie zuletzt eingefahren, vor einer Woche den Tabellenführer aus Altdorf mit 3:0 aus der Halle geschossen und sich selbst an die Spitze der 2. Bundesliga katapultiert: Mit ihrem Höhenflug überraschen die Dingolfinger TV-Volleyballerinnen sogar sich selbst. Sie kennen aber auch ihre Grenzen.

Es ist ja nicht so, dass Toni Kiebler (67) nicht schon einiges erlebt hätte in seinem geliebten Volleyballsport. Trainer, Abteilungsleiter, Vereinsvorstand, Pressemann, gute Seele – seit 1976 gibt’s kaum ein Spiel beim TV Dingolfing, das Toni Kiebler nicht in irgendeiner Funktion begleitet hätte. Er hat Auf- und Abstiege erlebt, Talente kommen und gehen gesehen – und seine Frau beim Volleyball kennengelernt, wie er mit einem Schmunzeln feststellt. Es will deshalb schon was heißen, wenn Kiebler, der Dingolfinger Mister Volleyball, geradezu ein Füllhorn an Komplimenten ausschüttet über die aktuelle Damen-Mannschaft des Vereins, die seit dem vergangenen Wochenende die Tabelle der 2. Bundesliga anführt. "So einen Teamgeist, so einen Trainingsfleiß habe ich selten gesehen", sagt Kiebler.

Acht Siege in Folge hat die Mannschaft von Trainer Andreas Urmann zuletzt eingefahren mit dem jüngsten Gipfelsturm als Höhepunkt, als Sonja Schweiger und Co. mit einem 3:0 den Tabellenführer TV Altdorf stürzten und die 200 Zuschauer in der Höll-Ost zu Begeisterungsstürmen hinrissen. Den Chef verwundert nichts mehr. War vor der Saison noch von einem "vorderen Tabellenplatz" als Ziel die Rede gewesen, hat der Höhenflug der vergangenen Wochen alle Prognosen über den Haufen geworfen. "Unser großer, ausgeglichener Kader hat uns ein paarmal sehr geholfen", stellt Kiebler fest. Den Rest macht das Stimmungshoch, in dem vieles von selbst geht. Nicht auszudenken, wenn die Dingolfinger Überfliegerinnen auch nach dem letzten Spieltag ganz oben stünden. Doch Kiebler winkt ab. "Wir werden nicht aufsteigen", sagt der Vorstand. Er verweist auf die ehrenamtlichen Strukturen im Verein, die ein Erstliga-Spielbetrieb aus seiner Sicht organisatorisch wie finanziell völlig überfordern würde. Das Beispiel aus den 90er Jahren, als man den Schritt nach oben wagte und im zweiten Erstliga-Jahr wieder abstieg, ist für Kiebler ebensowenig nachahmenswert wie das des aktuellen Zweitligameisters VC Neuwied, der in Liga eins noch immer ohne Sieg dasteht. Dann lieber Zweitliga-Spitze. Kiebler sieht sich da völlig im Einklang mit Trainer und Spielerinnen. "Deswegen, weil wir nicht aufsteigen, wird uns keine Spielerin verlassen", stellt Kiebler fest. Eher schon, weil Beruf und Ausbildung ihr Recht fordern. Nein, wegen einer Bundesliga-Option wird nicht gerüttelt an den Dingolfinger Leitlinien. Die Spielerinnen kommen allesamt aus der Region, unterhalb der 2. Bundesliga hat der TVD acht Nachwuchsmannschaften und weitere vier Damenteams im Spielbetrieb. "Darauf bin ich stolz", sagt Toni Kiebler. Und nicht nur er. "Gerade habe ich mir die Zuschauerstatistik der 2. Liga angeschaut. Da stehen wir an erster Stelle", stellt Kiebler fest. Die TVD-Fans, die zuletzt da waren, werden wohl wiederkommen. Davor steht aber erstmal eine doppelte Auswärtsaufgabe an. Am kommenden Wochenende führt der Spielplan die Dingolfinger Tabellenführerinnen nach Grimma und Dresden. "Wenn wir aus diesen Spielen was mitnehmen, kommen wir unter die ersten drei", prognostiziert Kiebler. Befreit aufspielen können die TVlerinnen jedenfalls. Sie müssen ja nicht aufsteigen, sie haben einfach nur Spaß am Gewinnen. − mjf












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