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Abtransport mit dem Helikopter  |  19.01.2022  |  13:35 Uhr

Nach Sturz fühlt er sich "wie nach Vollwaschgang": Die Streif zeigt Pepi Ferstl ihre Krallen

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Pepi Ferstl. −Foto: dpa

Pepi Ferstl. −Foto: dpa

Pepi Ferstl. −Foto: dpa


Als Josef Ferstl (Gemeinde Taching, Landkreis Traunstein) im Hubschrauber hoch über der Streif ins Krankenhaus geflogen wurde, beschlich Dominik Schwaiger eine dunkle Ahnung.

"Wenn der Helikopter kommt, ist das nie ein gutes Zeichen", sagte der Teamkollege des Kitzbühel-Siegers von 2019. Doch Schwaiger irrte, zum Glück: Ferstl kam bei seinem Sturz im ersten Abfahrtstraining am Mittwoch mit einer Abschürfung an der Nase und schmerzhaften Prellungen davon.

"Ich bin froh, dass der Sturz glimpflich verlaufen ist", sagte Ferstl, mit 33 Jahren einer der erfahrensten Athleten im Feld. Doch die berühmt-berüchtigte Strecke in Österreichs Ski-Mekka, das wurde auch in diesem Jahr sofort wieder deutlich, zeigt sogar den Routiniers immer wieder zuverlässig ihre Krallen. Ferstl fühlte sich nach seinem Unfall "wie nach einem Vollwaschgang".

Der Super-G-Sieger von 2019 war an der Ausfahrt des Steilhangs zu nah an die Sicherheitsplane gekommen und zu Fall gekommen. Er konnte danach allerdings eigenständig in den Rettungsschlitten steigen. Der anschließende Abtransport vom Berg ist in Kitzbühel davon abgesehen obligatorisch, Ferstl wurde zu den Untersuchungen ins Krankenhaus nach St. Johann geflogen.

Es war der einzige Sturz am Mittwoch, die Strecke präsentierte sich laut Ferstls Teamkollege Romed Baumann in einem "hervorragenden" Zustand. "Es war unruhig, aber nicht sinnlos, sondern einfach fordernd, richtig cool", sagte der WM-Zweite im Super-G, der als Sechster 1,20 Sekunden hinter der Bestzeit von Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen) bester Deutscher war.

Dass Baumann eigens betonte, er habe sich gleich "ganz gut zurechtgefunden", lag auch an einer kleinen Änderung: Der Hausberg und die Einfahrt in die Traverse, in der Vergangenheit häufig Schauplatz schwerer Stürze, wurde ein wenig umgestaltet. "Es ist eine Kurve, eine Passage. Es ist nicht so, dass Kitzbühel neu erfunden wurde", sagte der Schweizer Vorjahressieger Beat Feuz. Ob die Änderung zwingend erforderlich war, darüber gab es im Fahrerfeld geteilte Ansichten.

Beim ersten Test für die beiden Rennen am Freitag und Samstag (11.30 Uhr/ARD und Eurosport) wagte sich sogar ein früherer "Zickzackfahrer" auf die berühmteste Abfahrt der Welt. Österreichs ewiger Ski-Held Marcel Hirscher gab ein aufsehenerregendes Comeback - als Vorläufer. "Der sportliche Reiz, die Streif zu bezwingen, stand schon immer auf meiner Liste", sagte er. − sid












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