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"Es war ein großartiges Gefühl"  |  27.03.2021  |  10:00 Uhr

1000 Zuschauer in der Halle: Volleyball-Fest als Türöffner für Fan-Rückkehr?

von Emanuel Reinke

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Fans der Berlin Volleys trommeln neben Maskottchen Charly. −Foto: Andreas Gota

Fans der Berlin Volleys trommeln neben Maskottchen Charly. −Foto: Andreas Gota

Fans der Berlin Volleys trommeln neben Maskottchen Charly. −Foto: Andreas Gota


Das gelungene Pilotprojekt mit fast 1000 Zuschauern beim Volleyball in Berlin bietet eine Perspektive. Bis zur dauerhaften Rückkehr von Fans dürfte es aber noch dauern.

Die Fans hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Während Trainer Cedric Enard mit seinen Berliner Volleyballern im Kreis hüpfend den Sieg bejubelte, klatschten und sangen die knapp 800 Zuschauer auf der Tribüne zum Song "Sweet Caroline". "Es war ein großartiges Gefühl. Das habe ich wirklich vermisst", schwärmte Enard nach dem zwingend benötigten 3:1 seiner BR Volleys im Play-off-Halbfinale gegen die SWD powervolleys Düren. Der Franzose sog die Stimmung bei dem unwirklich anmutenden Volleyball-Fest mit seinem Team förmlich auf: "Die Atmosphäre in der Max-Schmeling-Halle war so gut."

Knapp 1000 Zuschauern durften am Mittwoch das 2. Halbfinale in der Max-Schmeling-Halle live verfolgen. −Foto: Andreas Gora/dpa

Knapp 1000 Zuschauern durften am Mittwoch das 2. Halbfinale in der Max-Schmeling-Halle live verfolgen. −Foto: Andreas Gora/dpa

Knapp 1000 Zuschauern durften am Mittwoch das 2. Halbfinale in der Max-Schmeling-Halle live verfolgen. −Foto: Andreas Gora/dpa


Dank eines Pilotprojekts durften am Mittwochabend trotz bundesweit steigender Inzidenzzahlen erstmals seit Mitte Oktober wieder Fans auf die Tribüne. Und so erhofft sich Berlins Geschäftsführer Kaweh Niroomand von dem gelungenen Experiment, bei dem jeder Zuschauer per Schnelltest auf Corona geprüft wurde, ein "Zeichen der Hoffnung und das Aufzeigen eines Lösungswegs". Diese Zeichen hat der Sport bitter nötig. Klubs und Fans sehnen sich sportartenübergreifend nach einer (Öffnungs-)Perspektive. Seit Monaten stecken Vereine und Verbände viel Geld und Zeit in ihre Konzepte – und die ersten Tests, ob am Wochenende beim Fußball in Rostock oder jetzt beim Volleyball, zeigen: Es funktioniert. Die Teststrategie geht auf, befürchtete Superspreader sind kein Thema.

"Das zeigt, was möglich ist"

"Der Berliner Weg mit verantwortungsbewusst umgesetzten Modellprojekten kann aus unserer Sicht ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem steinigen Weg zurück zur sportlichen Normalität sein", sagte Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), dem SID: "Das zeigt, was möglich ist, wenn alle zusammen diszipliniert agieren." Der Profisport ist bereit und macht Druck, das zeigen auch die Planungen der nächsten Feldversuche zu einer Fan-Rückkehr etwa bei den Fußballern von Union Berlin oder bei den Handballern von SC DHfK Leipzig. Doch die Politik bremst die Macher aus. Symbole für die Bevölkerung sind in der für viele so entbehrungsreichen Pandemie oft wichtiger. Wie soll man den Leuten vermitteln, dass sich Hunderte beim Fußball im Stadion oder beim Volleyball, Handball, Basketball oder Eishockey in der Halle tummeln, wenn Menschenansammlungen sonst überall verboten sind?

Die "Zeichen der Zeit", so formuliert es Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), im SID-Gespräch, "stehen kurzfristig leider nicht" nach einer planbaren Rückkehr von Zuschauern. Für ihn und viele andere Entscheider im Sport ist das allerdings nicht nachvollziehbar. "Die Politik hat uns immer wieder aktiv dazu aufgefordert, Konzepte zu schreiben", sagt Bohmann: "Es gibt intelligente Wege, doch etliche Konzepte waren bereits für die Mülltonne." Man müsse "jetzt den Weg zurück ins Leben finden", mit entsprechenden Hygienekonzepten und mit einer vernünftigen Teststrategie.

DEL-Geschäftsführer: "Wir sind jederzeit bereit"

Auch Gernot Tripcke, Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL), verweist im Gespräch mit dem SID auf die Hygiene- und Nachverfolgungskonzepte der Klubs, "die wir ständig verfeinern und aktualisieren. Wir sind bereit, jederzeit guten Gewissens loszulegen, wenn die Politik uns lässt." Helfen können dabei Erfahrungen wie in Berlin. Denn je besser die Pilotprojekte laufen, je mehr möglicherweise auftretende Kinderkrankheiten behoben sind, desto größer ist die Chance, bei kommenden Öffnungsschritten von der Politik berücksichtigt zu werden. "Das sollte ein Türöffner sein", sagte Niroomand nach den Erfahrungen beim Volleyball und schiebt den wohl entscheidenden Satz hinterher: "Alles andere hängt von der Entwicklung der Pandemie ab."

Niroomand, zugleich auch DOSB-Vizepräsident, ist überzeugt davon, dass am Mittwochabend "auch 1500 Leute" auf der Tribüne hätten sitzen können. Doch man müsse immer auch die allgemeine Stimmung berücksichtigen. "Das, was wir machen, muss Lösung sein", sagte Niroomand, "aber auch auf Verständnis in der Bevölkerung treffen." Durch den Sieg vor Fans glich der deutsche Serienmeister aus Berlin übrigens zum 1:1 aus, die Entscheidung fällt am Samstag in Düren – ohne Publikum. − sid












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