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"Es ist grausam"  |  16.09.2020  |  12:18 Uhr

1000 Fans in die Halle oder ins Eisstadion? Vereine tappen weiter im Dunkeln

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Tristesse pur: Im Deggendorfer Eisstadion an der Trat müssen die Fans weiter draußen bleiben, nach dem Beschluss der Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien vom Dienstag ist weiter offen, wie viele Fans nun genau bei einem Oberliga-Spiel des DSC zuschauen dürfen. −Foto: Roland Rappel

Tristesse pur: Im Deggendorfer Eisstadion an der Trat müssen die Fans weiter draußen bleiben, nach dem Beschluss der Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien vom Dienstag ist weiter offen, wie viele Fans nun genau bei einem Oberliga-Spiel des DSC zuschauen dürfen. −Foto: Roland Rappel

Tristesse pur: Im Deggendorfer Eisstadion an der Trat müssen die Fans weiter draußen bleiben, nach dem Beschluss der Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien vom Dienstag ist weiter offen, wie viele Fans nun genau bei einem Oberliga-Spiel des DSC zuschauen dürfen. −Foto: Roland Rappel


Beschluss gefasst – aber weiter alles unklar: Die Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Länder haben sich am Dienstag darüber verständigt, dass zu Sportveranstaltungen in einem sechswöchigen Testbetrieb wieder Zuschauer in Stadien und Hallen dürfen. Dies gilt nicht nur für Fußball, sondern etwa auch für Handball-, Volleyball- oder Eishockeyspiele. Gerade die heimische Oberligisten warten sehnsüchtig darauf, dass in Sachen Zuschauer von der Politik entschieden wird – nach dem Beschluss vom Dienstag ist aber weiter alles offen. "Es ist grausam", sagte Christian Eder, Vorstand des Eishockey-Oberligisten Passau Black Hawks, auf Anfrage von heimatsport.de.

Letztlich dreht sich alles um die Frage, wie viele Fans in Corona-Zeiten nun genau ins Eisstadion oder die Turnhalle dürfen. Dazu ist im am Dienstag veröffentlichten Papier der Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien zu lesen: "Die zulässige Zuschauerzahl wird für jeden Austragungsort durch die Einhaltung des Abstandsgebots entsprechend den dafür geltenden Landesregelungen und die Kapazität der örtlichen Infrastruktur (v.a. Sanitär, Gastronomie, ÖPNV, Individualverkehr) bestimmt. Die Zuschauerkapazität entspricht der Anzahl der Personen, die mit vorhandenem Platz und vorhandener Infrastruktur in der verfügbaren Zeit unter Einhaltung des Mindestabstands bewältigt werden kann. Die Kapazitäten der örtlich zuständigen Gesundheitsämter zur Kontaktpersonennachverfolgung sind zu berücksichtigen. Als zulässige Höchstkapazität während des Probebetriebs wird oberhalb einer absoluten Zahl von 1000 Zuschauern 20 Prozent der jeweiligen Stadien- oder Hallenkapazität empfohlen."

Aber was heißt das nun genau? Was ist eine "absolute Zahl"? Und was bedeutet "empfohlen"? heimatsport.de hat bei den Eishockey-Oberligisten Deggendorfer SC und Passau Black Hawks nachgefragt, die Antworten sind ernüchternd.

"Wir wissen nichts, es ist grausam", sagt Christian Eder, Chef der Black Hawks. Gelte nun eine 20-Prozent-Regel oder dürfen mindestens 1000 Fans in die EisArena in Kohlbruck – Eder fischt weiter im Trüben. Fakt ist: Offiziell dürfen in die Halle 1500 Fans – ohne Corona, macht bei Anwendung der 20-Prozent-Regel gerade einmal 300 Fans. "Andererseits haben wir viele Stehplätze und wenig Sitzplätze, so dass mit Abstand auch mehr als 300 Zuschauer in die Halle könnten", spekuliert der Black-Hawks-Boss. Eine genaue Zahl habe der Verein noch nicht errechnet, "da wollen wir uns mit dem Ordnungsamt der Stadt Passau abstimmen". So einfach sei das aber nicht und daher liege der Trainings- und Spielbetrieb bei den Passauern weiter auf Eis. Zudem stünde aktuell kein Spieler in Lohn und Brot, denn die Verträge würden eine "Corona-Klausel" enthalten. Heißt im Klartext: "Erst wenn es für die Liga einen Starttermin gibt und wir mit dem Training beginnen, gilt der Vertrag." Einzelne Spieler halten sich nach Aussage des Vorstandes individuell in Form, "es gibt aber kein Mannschaftstraining", sagt Eder. Am Donnerstag schalten sich die Verantwortlichen in einer Video-Konferenz zusammen und beraten über das weitere Vorgehen. Eder will da noch nichts vorwegnehmen, aber der geplante Liga-Start für den 16. Oktober wird wohl nicht zu halten sein.

Auch beim Deggendorfer SC ist man kaum weiter, obwohl der DSC bereits Ende Juli ein 60 Seiten starkes Hygienekonzept bei Behörden vorgelegt hat. Geschäftsstellenleiter Stefan Liebergesell spricht im Hinblick auf die Beschlüsse vom Dienstag von "grundsätzlich positiven" Signalen der Politik – doch so lange keine finale Verordnung von der bayerischen Staatsregierung vorliegt, machen weitere Planungen keinen Sinn. Können Fans wenigstens grüppchenweise zusammensitzen? Immerhin dürfen sich im Freistaat insgesamt zehn Personen aus verschiedenen Haushalten treffen, rechnet Liebergesell vor. Auf mindestens 1000 Zuschauer hofft der DSC weiterhin. Die maximale Auslastung im Eisstadion an der Trat liegt bei 2700 Menschen. "Schnellstmöglich" möchte der DSC mit Stadt und Gesundheitsamt ausloten, wie viele Fans realistisch sind.

Sportlich haben die Verantwortlichen in den vergangenen Wochen und Monaten ebenfalls bereits mehrfach umgeplant. Aktuell hofft Liebergesell, dass die Mannschaft um Trainer Henry Thom Anfang Oktober erste Testspiele bestreiten. − mis/mid












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