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Strava Stories – Teil 24  |  30.06.2020  |  08:00 Uhr

Berglauf-Europameister Schober (49): "Ohne Ziele würde ich auf der Couch sitzen"

von Sebastian Lippert

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Vorne voran: Mit Startnummer 180 saust Olaf Schober den österreichischen Plöckenstein hoch. −Fotos: Schober

Vorne voran: Mit Startnummer 180 saust Olaf Schober den österreichischen Plöckenstein hoch. −Fotos: Schober

Vorne voran: Mit Startnummer 180 saust Olaf Schober den österreichischen Plöckenstein hoch. −Fotos: Schober


Sie fahren zehntausend Kilometer pro Jahr oder laufen Halbmarathons vor dem Frühstück: In loser Abfolge präsentiert die Sportredaktion die "Strava-Stories": In der Serie stellen wir Hobbysportler/innen aus der Region vor, die Beeindruckendes leisten – wie in Teil 24 der Tittlinger Olaf Schober.

DER SPORTLER
Mit 49 Jahren lässt Olaf Schober jüngere Konkurrenten regelmäßig doof aus der Sportwäsche gucken. Der Tittlinger erweist sich nicht nur dort, wo es bergauf geht, als knallharter Konkurrent in der hiesigen Strava-Community. Ein Wunder ist das nicht: Olaf Schober, verheirateter Vater einer Tochter (11), ist zweifacher Masters-Europameister im Berglauf und reserviert auch in anderen Wettkämpfen und Sportarten gern auf Plätzchen auf dem Podest. Schober hat seine Berglauf-Karriere erst vor gut vier Jahren gestartet, heute sagt er: "Das ist meine Domäne". Seine Anfänge als Sportler liegen im Skilanglauf, Schober schaffte es mit der Unterstützung seines Vaters Georg bis in die Nachwuchs-Nationalkader und stand dann vor der Frage: Profi ja oder nein? Von Langlauf lässt sich nicht leben, und so ist Schober heute Fachkraft für Arbeitssicherheit bei der Stadt Passau. Als Folge der Entscheidung verloren die langen, leichten Skier, degradiert zum reinen Hobby, an Reiz – und so stieg Schober aufs Rad um, der Erfolg blieb. "Ich war schon immer eher der Ausdauertyp", sagt Schober, Ultratrails mit Läufen über 100 Kilometer sind aber nicht seine Welt. Schober mag die Mitteldistanzen, 20 bis 30 Kilometer. "Die sind meine Sache", sagt ein Mann der noch lange nicht genug hat.



SEIN ZIEL
2018 deutscher Berglaufmeister, 2019 EM-Doppelgold – und 2020 der WM-Titel? Olaf Schober wird jedenfalls nichts unversucht lassen beim prestigeträchtigen Schlickeralmlauf, der als Berglauf-WM 2020 der Senioren gewertet wird. Der Termin für die diesjährige Austragung – 5. September – ist allerdings schon vom Tisch, lange erwies sich die Veranstaltung als immun gegen die Coronakrise.

Diesen traumhaften Ausblick genießt Schober am Lusen.

Diesen traumhaften Ausblick genießt Schober am Lusen.

Diesen traumhaften Ausblick genießt Schober am Lusen.


SEIN TRAINING
Die Liebhaber von digitalen Strava-Kronen sollten sich sputen, am Rachel oder Lusen noch eine exzellente Zeit hinzulegen. Schober wird nach Absage der Berglauf-WM sein Training intensivieren und die ein oder andere "KOM" jagen. Im Fokus stehen erst längere Läufe bis zu 30 Kilometern mit kurzen Einheiten dazuwischen. Bei Wettkämpfen "nehme ich die Umfänge zwei Wochen vor dem Wettkampftag komplett raus", erklärt Schober, dann sei Schluss mit langen Läufen. Dazwischen ist es unabdingbar, mit kurzen harten Einheiten Reize zu setzen, um die Muskeln auf Spannung zu bringen. Gelaufen wird hauptsächlich am Wochenende mit "Spezln" wie Konrad Kufner (wir berichteten / der Rudertinger hat sich seitdem übrigens den Spitznamen KOMrad erarbeitet, Anm.d.Red.).

SEINE MOTIVATION
"Es ist keine Schande, sein Ziel nicht zu erreichen, aber es ist eine Schande, kein Ziel zu haben!" – Das Zitat von Viktor Frankl treibt Olaf Schober an und prägte ihn im Beruf wie im Sport. "Ich musste mich schon immer ein bisschen zum Training zwingen. Und dafür brauche ich immer ein Ziel. Wenn ich eins habe, dann bin ich fokussiert und schaffe das auch", sagt Schober. Er ist sicher: "Ohne Ziele würde das bei mir nicht gehen, dann würde ich wohl nur auf der Couch sitzen."

GEFAHREN VON STRAVA
King-of-Mountain-Segmente (KOMs) seien ja schon ein schönes Wettkampfziel, gerade in diesen Zeiten, sagt Olaf Schober. Der Tittlinger schränkt dies aber auch ein: "Ich will nicht abstreiten, dass da schon eine gewisse Sucht dahinter ist. Man sollte sich aber beim Training auf einen Wettkampf hin nicht zu sehr von KOMs beeinflussen lassen. Ich glaube, da haben sich manche schon die Finger verbrannt und sind schnell in Übertraining hineingestolpert."

SEINE LIEBSTEN ROUTEN
Der gesamte Bayerische Wald mit all seinen Bergen wie Arber, Rachel, Lusen, Dreisessel und weitere ist sein favorisiertes Laufgebiet. "Sehr gern laufe ich aber auch im Ilztal oder einfach zuhause im traumhaften Dreiburgenland", sagt Schober.

SEINE ERNÄHRUNG
Olaf Schober hält die Dinge beim Essen einfach. "Ich esse eigentlich alles. Ich will mich nicht mords einschränken, aber ich merke schon: Je älter ich werde, desto besser fahre ich, wenn ich die Mengen reduziere", sagt er. Die typischen Winter-Erkältungen hält er mit Aronia-Saft fern, welchen er bei einem lokalen Hersteller kauft.

SEINE AUSRÜSTUNG
Ursprünglich und bis heute fühlt Olaf Schober sich in Salomon-Schuhen gut aufgehoben. Vor drei Monaten entdeckte er dann adidas-Schuhe mit Conti-Sohle für sich. Grundsätzlich gilt für Bergläufe aber die Devise: leicht und schnell, also Straßenlaufschuhe. Nur bei extrem schmierigem Untergrund und anderen Widrigkeiten weicht Schober auf Trailrun-Schuhe aus.
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