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Strava-Stories, Teil 15  |  19.05.2020  |  08:00 Uhr

66 Mal hintereinander den selben Berg hoch, 26 Stunden im Sattel: Extremradsportler Stephan Schreck

von Michael Duschl

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Everesting ist der neueste "Schreck". Der Röhrnbacher fährt einen Berg so lange rauf und runter, bis er die 8848 Höhenmeter des Mount Everest zurückgelegt hat. −Foto: Privat

Everesting ist der neueste "Schreck". Der Röhrnbacher fährt einen Berg so lange rauf und runter, bis er die 8848 Höhenmeter des Mount Everest zurückgelegt hat. −Foto: Privat

Everesting ist der neueste "Schreck". Der Röhrnbacher fährt einen Berg so lange rauf und runter, bis er die 8848 Höhenmeter des Mount Everest zurückgelegt hat. −Foto: Privat


Sie fahren zehntausend Kilometer pro Jahr oder laufen Halbmarathons vor dem Frühstück: In loser Abfolge präsentiert die Sportredaktion die "Strava-Stories": In der Serie stellen wir Hobbysportler/innen aus der Region vor, die Beeindruckendes leisten und ihre Mitmenschen zu persönlichen Höchstleistungen inspirieren. Strava ist ein soziales Netzwerk, das sportliche Leistungen vergleichbar macht.

DER SPORTLER: Es war ein Deutschlehrer, der den gebürtigen Passauer Stephan Schreck (41) in gewisser Weise zum Radsport brachte, als er dem damaligen Realschüler ein Staiger Rennrad schenkte. Zunächst war Schreck allerdings in anderen Sportarten zu Hause: Fußball und Feldhockey. Mit den Jahren fuhr er immer häufiger Rad – und nahm schließlich 1997 erstmals am legendären Ötztaler Radmarathon teil. Drei Jahre später zog sich der heute zweifache Familienvater, der in Alzesberg bei Röhrnbach (Lkr. Freyung-Grafenau) lebt, einen Schien- und Wadenbeinbruch beim Fußball zu. Daraufhin beendete er seine Kicker-Karriere und fand im Radsport seine größte Leidenschaft. 10000 Kilometer pro Jahr sind fest eingeplant, 2017 waren es sogar 15000. Durchaus darf der Justizvollzugsbeamte als Extremsportler bezeichnet werden, radelt er doch schon mal 26 Stunden am Stück oder 66 Mal hintereinander einen Berg hoch, um 8848 Höhenmeter des Mount Everest zu simulieren. Seit 2015 nutzt Schreck mit Begeisterung Strava.



SEIN ZIEL: "Für KOMs (Teilstreckenrekorde, d.Red.) reicht es nicht mehr, die jungen Konkurrenten sind einfach schneller und besser", gesteht Stephan Schreck, der sich deshalb zum Langstreckenfahrer umorientierte. Tagestouren über Zwiesel auf den Arber nach Regensburg und zurück waren der Anfang. Es folgten eine Reihe weiterer (verrückter) Projekte: "2017 bin ich nonstop mit einem Kumpel in 18 Stunden 510 Kilometer an den Gardasee gefahren." 2019 fuhr Schreck im Alleingang 660 Kilometer (4700 Höhenmeter) von Krumau nach Wien, Linz, Passau und Röhrnbach binnen 26 Stunden. Die umgekehrte Tour war ein Jahr zuvor nach 495 Kilometern und 17 Stunden gescheitert. Damit nicht genug, der neueste "Schreck", den er mit Spezln ausprobiert hat: Everesting. Dabei legt man an einem Tag die 8848 Höhenmeter des Mount Everest zurück, "indem man einen Berg so lange rauf und runter fährt, bis die Gipfelhöhe des Mount Everest erreicht ist", berichtet der Röhrnbacher, der diesen symbolischen Gipfelsturm aufs Dach der Welt im April umsetzte. Einen kurzen, knackigen Anstieg in Ringelai bestritt er 66 Mal in knapp 14 Stunden (277 Kilometer, 8885 Höhenmeter). Wiederholung wahrscheinlich, verrät Schreck: "Das Jahr ist noch jung..."

SEINE MOTIVATION: Stephan Schreck hält sich schlichtweg gerne unter freiem Himmel auf, sei es beim Wandern mit der Familie, auf Langlaufskiern oder eben auf dem Fahrrad. "Was gibt es Schöneres, als mit Gleichgesinnten Zeit zu verbringen oder Andere für Sport zu begeistern", sagt der 46-Jährige. Darüber hinaus bereiten ihm Aktionen Freude und Spaß, "die die meisten eben nicht angehen, weil sie zu hart oder sinnlos erscheinen. Wenn man aber so ein Ding gemeistert hat, das hat schon was und darum komme ich immer wieder auf dumme Ideen", erzählt der Justizvollzugsbeamte. Ein weiteres Beispiel: 2019 lief Schreck in die Arbeit nach Passau, mehr als 30 Kilometer. "Dabei bin ich eigentlich kein Läufer, ab Hals konnte ich nur mehr gehen, weil die Muskeln laufen nicht mehr zuließen."

SEIN TRAINING: Pro Woche hat sich Stephan Schreck 250 Kilometer vorgenommen. Trainiert wird, wenn es zeitlich passt mit Rücksicht auf Familie und Beruf. "Ich fahre nach Gefühl und Tagesform und oft zum Dienst nach Passau", so der Röhrnbacher. An den Wochenenden gern mit Freunden aus dem Radlklub. Im Winter geht es auf Langlaufskier oder die Rolle.

SEINE ERNÄHRUNG: Zu Spaghetti und einem Colaweizen kann Schreck nicht Nein sagen. Darüber hinaus ernährt er sich mit seiner Familie (Kinder acht und zehn Jahre alt) ausgewogen. Nicht zuviel Fleisch, viel Gemüse und Obst. Ein Ritual pflegt er einer Ewigkeit: "Ohne Kaba zum Frühstück geht gar nichts."

SEINE LIEBLINGSROUTE: Im Bayerischen Wald und besonders dem Landkreis Freyung-Grafenau gebe es alles, was das Radfahr-Herz begehrt. "Flaches für entspannte Fahrten und tolle Anstiege, die einen fordern in traumhafter Landschaft und mit großartiger Aussicht", so die Liebeserklärung an seine Heimat.

SEINE AUSRÜSTUNG: Zeitweise hatte der Röhrnbacher fünf Räder zu Hause. Mittlerweile ist ein Canyon Ultimate CF SLX LTD mit Leistungsmessung von Quarg das Hauptgerät. Aufgezeichnet werden die mit Strava oder Komoot geplanten Touren mit einem Garmin Edge 1000 und einer Fenix 5 Multisportuhr. Als Ersatzfahrräder stehen ein Canyon Ultimate F10 und ein Mountainbike (Trek Elite 9,8) parat. Im Winter nutzt Schreck den Smart Trainer Tacx Neo.

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