Icon Breadcrumb Sie sind hier:
RSS-Feed abonnieren
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...





Neuötting  |  20.04.2020  |  13:45 Uhr

"Ich bin erwachsener geworden" – Simon Gnyp (18) mit erster Saison als Eishockey-Profi durchweg zufrieden

von Franz Aichinger

Lesenswert (9) Lesenswert Weitersagen Weitersagen drucken Drucken


  • Artikel 1 / 31
  • Pfeil
  • Pfeil




Im Trikot der Kölner Haie hat Simon Gnyp in der abgelaufenen Saison sechs DEL-Spiele bestritten und dabei einen Assist verbucht.

Im Trikot der Kölner Haie hat Simon Gnyp in der abgelaufenen Saison sechs DEL-Spiele bestritten und dabei einen Assist verbucht.

Im Trikot der Kölner Haie hat Simon Gnyp in der abgelaufenen Saison sechs DEL-Spiele bestritten und dabei einen Assist verbucht.


Neuötting. "Ich habe viel gelernt und bin in vielen Bereichen erwachsener geworden", sagt Simon Gnyp. Der Neuöttinger hat in seiner ersten Saison als Eishockey-Profi zwar mit den Kölner Haien und dem EC Bad Nauheim die Ziele klar verfehlt, in seiner persönlichen Entwicklung aber weitere große Schritte nach vorne gemacht.

Sechs Einsätze hat der 18 Jahre alte Verteidiger aus der Innstadt in der abgelaufenen Spielzeit für Köln in der DEL absolviert und dabei einen Assist auf seinem Konto verbucht. Am Ende verpassten die Cracks des achtfachen Deutschen Meisters mit Platz11 jedoch die Playoffs. "Das war ein herber Schlag für den Traditionsverein", kommentiert Gnyp das Scheitern der ambitionierten Truppe, die erst nach dem Trainerwechsel zu Uwe Krupp einige Male ihr Können aufblitzen ließ, das Ruder dann aber nicht mehr herumreißen konnte.

Training dahoam: Da derzeit alle Hallen wegen der Corona-Krise geschlossen sind, übt Eishockey-Verteidiger Simon Gnyp (18) vor der Garage des Hauses seines Vaters in Neuötting. −Fotos: Butzhammer/privat

Training dahoam: Da derzeit alle Hallen wegen der Corona-Krise geschlossen sind, übt Eishockey-Verteidiger Simon Gnyp (18) vor der Garage des Hauses seines Vaters in Neuötting. −Fotos: Butzhammer/privat

Training dahoam: Da derzeit alle Hallen wegen der Corona-Krise geschlossen sind, übt Eishockey-Verteidiger Simon Gnyp (18) vor der Garage des Hauses seines Vaters in Neuötting. −Fotos: Butzhammer/privat


Nicht nach Wunsch lief es für den "Gnyper", wie ihn seine Kollegen nennen, auch mit Bad Nauheim. Am Ende der Punkterunde der DEL2 stand der 7. Rang, dann gab es abschließend auch noch in den Pre-Playoffs gegen den Tabellenzehnten Dresdner Eislöwen zwei Niederlagen. "Wir wollten die Playoffs schaffen, aber in den letzten Spielen waren wir eine der schlechtesten Mannschaften der Liga", zeigt sich der Neuöttinger enttäuscht über die "leichtsinnige Spielweise" des Teams aus der Kurstadt, für das er in 44 Partien (von 54) vier Tore und fünf Vorlagen erzielt hat. Damit hatte Gnyp ohnehin bereits Sommerpause, als aufgrund der Corona-Krise Anfang März das Aus für den gesamten Eishockey-Sport kam.

Genau genommen war der Youngster bereits zuvor auf Eis gelegt, denn beim Finale der Hauptrunde hatte er sich einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Er musste verletzt raus und mit ansehen, wie seine Kollegen gegen den ESV Kaufbeuren einen Vorsprung verspielten und durch die 3:5-Pleite schließlich auch noch die Playoffs verpassten. Bitter war zudem, dass der jüngste Verteidiger der DEL2 damit auch einen weiteren Auftritt im Oberhaus sausen lassen musste, für den ihn die Kölner eingeplant hatten.

Dennoch kann er ein durchweg positives Fazit seines ersten Lehrjahres im deutschen Profi-Eishockey ziehen: "Durch den Vergleich mit den Männern bin ich körperlich stärker und spritziger geworden. Ich habe viel mitgenommen und kann mit Drucksituationen viel besser umgehen." Mit einer Förderlizenz anzutreten habe sich, so Gnyp weiter, für ihn absolut bezahlt gemacht. Denn in Bad Nauheim, dem Farmteam der Kölner, habe er mit rund 19 Minuten Eiszeit pro Partie jede Menge Raum bekommen, sich weiterzuentwickeln: "Das war top." Zudem durfte das Talent in den Kurzeinsätzen in der Beletage zeigen, was in ihm steckt.

Aber das soll es noch nicht gewesen sein. In der nächsten Saison will der 1,80 Meter große und 81 kg schwere Sportler, der sich selbst als "sehr ehrgeizig" bezeichnet, die nächste Sprosse auf der Karriereleiter erklimmen. "Ich möchte fix zum DEL-Team gehören", nennt er selbstbewusst sein Ziel. Die Gespräche mit Kölns Neucoach Uwe Krupp seien sehr positiv gewesen, erzählt Gnyp. Er sei in der Vorbereitung für den Kader der Haie eingeplant und habe damit die Chance, sich zu empfehlen. Und die will der zielstrebige Jung-Profi aus Oberbayern auf jeden Fall nutzen – auch wenn die derzeitige Situation alles andere als günstig ist.

Bereits am 1. April hätte Krupp zum Aufgalopp bitten wollen. Wann der zweifache Stanleycup-Gewinner seine Schützlinge tatsächlich vor Ort begrüßen kann, steht aufgrund der Corona-Pandemie in den Sternen. Wie seine Kollegen hält sich Gnyp somit derzeit notgedrungen im "Training dahoam" fit. Seit Anfang März weilt er in Neuötting bei seinem Vater, der ihn als ehemaliger Zweitliga-Spieler gewissermaßen mit dem Eishockey-Virus infiziert hat. Vom heimischen Wohnzimmer aus loggt sich der Junior jeden Tag um 9.30 Uhr via Internet beim Athletiktrainer der Kölner ein und absolviert das Programm mit. Am Nachmittag steht dann eine weitere individuelle Einheit an. Läufe in der Umgebung – rund 40 Kilometer kommen da pro Woche zusammen – wechseln mit Kraftübungen (vor allem mit dem eigenen Körpergewicht) ab. Dazu kommt noch Schusstraining mit Vater Rainer vor der heimischen Garage, wo das Duo dazu extra ein Eishockeytor aufgebaut hat.












Sicherheitscode:



Dokumenten Information
Copyright © heimatsport.de 2020
Dokument erstellt am
Letzte Änderung am





−Symbolfoto: M. Duschl

Viele, viele Absagen und Verlegungen: Das erste Pflichtspielwochenende im bayerischen Amateurfußball...



Torjubel mit neuem Gesicht: Bayern-Profis mit Neuzugang Leroy Sané, der gleich sein erstes Tor macht. −Fotos: dpa / 2, Imago Images

Von den Bayern ist man ja Rekorde gewohnt – aber mit diesem Start-Abend haben sich die...



Im Fokus: BFV-Präsident Dr. Rainer Koch sprach im PNP-Sportpodcast "Querpass" ausführlich über den Re-Start im Amateurfußball, den DFB-Pokal-Streit und seine Person. −Foto: Lackovic/imago images

Es geht wieder los: Der bayerische Amateurfußball steht nach ziemlich genau einem halben Jahr...



Standortbestimmung: Trainer Stefan Köck und die Schaldinger – Neustart in neuem Wettbewerb. −Foto: Andreas Lakota

Sportlich, so sagt Markus Clemens, herrscht Zufriedenheit beim SV Schalding – wenn nur die...



Das Bayerische Gesundheitsministerium hat wenige Stunden vor dem von der Bayerischen Staatsregierung...





Die Wiederaufnahme des Wettkampf-Spielbetriebs soll laut BFV zum 19. September erfolgen. −Foto: Lakota

Bis Montagvormittag um 10 Uhr hatten die Vereine Zeit: Sollen Lockerungen für Amateurfußballer zur...



Versteht den Schritt des Vereins: Sturm-Spielertrainer Alexander Geiger. −Foto: Sven Kaiser

Spieler und Trainer hätten so gern gespielt, aber die Vereinsführung des Fußball-Landesligisten FC...



Die Fronten sind verhärtet im Streit um den DFB-Pokal-Startplatz: Türkgücü München hat mit einer...



Ball rollt der Ball auch wieder im Ligabetrieb: Der Re-Start erfolgt wie geplant am 19. September. −Foto: Lakota

Jetzt ging alles ganz schnell: Der bayerische Amateur-Fußball darf bald loslegen – und zwar...



Für den Kreisligisten SV Hohenau stehen im Ligapokal zunächst ein Heimspiel gegen Neßlbach und ein Auswärtsspiel beim FC Tittling auf dem Programm. −Foto: Sven Kaiser

Nun wissen alle niederbayerischen Fußballvereine, gegen wen sie das erste Pflichtspiel im...











Facebook


 Facebook Like-Box aktivieren 

(dies stellt eine direkte Verbindung Ihres Browsers zu Facebook her)









realisiert von Evolver